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Forum: Männergesundheit

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Autor
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(1375 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,


bei mir wurde Ende September letzten Jahres eine Nebenhodenentzündung am linken Nebenhoden diagnostiziert und mit mehren Antibiotika behandelt ( Cefuroxim, Cephalexim und Tavanic ).
Bei einer Kontrolluntersuchung im Oktober teilte mir der Urologe mit, dass keine Entzündung mehr vorläge. Aufgrund der anhaltenden Schmerzen wurde eine Tomografie angefertigt, die außer Resten einer abklingenden Entzündung keine weitere Hinweise brachte.
Ich schlage mich seitdem mit teils plötzlich ziehenden aber auch anhaltenden Schmerzen herum. Soweit ich im Bett auf dem Rücken liege habe ich keine Schmerzen, sobald ich jedoch in Bewegung bin ( sitzen, laufen oder auch seitliches Liegen im Bett ) setzen die Schmerzen ein. Es tritt seit mindestens 2 Monaten keinerlei Besserung ein, die Schmerzen sind seitdem stetig gleich geblieben.
Ich war nunmehr Anfang des Jahres bei einem 2. Urologen. Dieser taste den Nebenhoden ab und diagnostizierte hierdurch eine Hydatide bzw. Spermatozele und empfahl eine operative Enfernung. Eine von mir vorgeschlagene Ultraschalluntersuchung zur Bestätigung der Diagnose verwarf der Urologe mit dem Hinweis, dass die Hydatide derart klein sein, dass die hierbei nicht erkennbar wäre. Gestern konfrontierte ich meinen behandelnden Urologen mit dieser Diagnose. Er untersuchte mich daraufhin gründlich mit Ultraschall/Abtasten und war felsenfest davon überzeugt, dass keinerlei Indikation für eine OP bestehen würde.
Aufgrund der gründlichen und gewissenhaften Untersuchung meines behandelnden Urologen gehe ich von der Richtigkeit seiner Diagnose aus und bin auch erleichtert dass ich eine OP vermeiden kann. Allerdings sind die seit nunmehr über 4 Monaten andauernden Schmerzen nicht mehr aktzeptabel und müssen wohl eine Ursache haben.
Können Sie anhand der Symptomatik und Dauer der Schmerzen näheres zu diesem Krankheitsbild sagen ? Auch interessiert mich ob die Schmerzen auch nach einer derart langen Dauer ihre Ursache in einer abklingende Nebenhodenentzündung haben können, auch vor dem Hintergrund, dass seit längerem keine Besserung eintritt. Können Sie schließlich bestätigen, dass Hydatiden/Spermatozelen mit dem Ultraschallgerät nicht zu identifizieren sind.


Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihren Aufwand.


Mit freundlichen Grüßen
charlie31080

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Dr. Kreutzig
(743 mal gelesen)
Status: Experte

Eine Nebenhodenentzündung kann sehr lange dauern und auch in einen chronischen Schmerzzustand münden.
Eine Hydatide ist selten im Ultraschall zu sehen. Eine Spermatocele hingegen ganz sicher. Mit OP´s sollte man eher zurückhaltend sein - es sei denn, man ist sehr sicher, daß die Ursache der Schmerzen mit der OP auch wirklich beseitigt ist.


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

(483 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,


vielen Dank für Ihre rasche Antwort.


Mir stellt sich folgende Nachfrage:
Wie kann die Hydatide diagnostiziert werden ? Muss eine Hydatide zwangsläufig operiert werden oder besteht die Möglichkeit, dass die Schmerzen mit der Zeit verschwinden ?
Aufgrund Ihres Hinweises, dass die Spermatocele sicher im Ultraschall zu sehen ist, kann ich das Vorhandensein einer solchen schonmal ausschließen, da ich sehr gründlich mit dem Ultraschall untersucht wurde.


Ich danke Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen
charlie31080

Dr. Kreutzig
(553 mal gelesen)
Status: Experte

Eine Hydatide wird meist eher bei dem Verdacht auf eine Hodenverdrehung im OP zufällig als der eigentliche Auslöser entdeckt. Eine OP ist eigentlich nicht nötig. Die Schmerzen gehen auch nach einer Verdrehung nach einigen Wochen weg. (Es repariert sich sozusagen selbst).


Lieben Gruß



Dr. T. Kreutzig

(356 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für Ihre sehr nützlichen Informationen.


Mit freundlichen Grüßen
charlie31080

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