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Forum: Männergesundheit

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(988 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Doktor,
entschuldigen sie die sehr lange Geschichte, mein problem lässt sich in 2 worten nicht mehr beschreiben.


Ich bin Männlich, 20 und bis vorher gesund gewesen. Eines morgens, nach masturbation beim wasserlassen plötzliches brennen in der harnröhre, vorallem unteren teil des penis, und danach kam tropfend hell rotes blut! Sehr starkes brennen und ständiger harndrang einen ganzen tag danach - und nach jedem wasserlassen tröpfelnd blut. Am nächsten tag hat mir ein urologe ciprofloxacin verschrieben. Dieser schien zu helfen, nach 3 tagen musste ich es jedoch absetzen da ichs nicht vertragen hab.


Die symptome waren bis auf leichtes brennen beim wasserlassen weg, auch kein blut. Der arzt wollte aber erst kultur machen bevor er entscheidet ob er neue antibiotiker verordnet: kultur wurde negativ. Schmerzen wurden langsam stärker. Dann war ich beim anderen urologen, der leukozyten im urin festgestellt hatte und kepinol verschrieben wurde. Dieser hatte keine wirkung. Strahl wurde nach tagen schlecht (nachm wasserlassen sehr langes nachtröpfeln), urin schien dunkler als gewohnt, ich hab mich abends an ein klinikum gewandt: mir wurden abstriche genommen und weitere urinprobe. Doxycyclin wurde verschrieben für 7 tage.


Es wurde wieder langsam besser, jedoch nach den 7 tagen hab ich immernoch brennen, am anfang des wasserlassens und gleich danach, sowie noch stärkeres berennen stunden nachdem man ejakuliert hat.
Abstriche: einer ganz negativ, auf dem anderen hieß es "vereinzelt streptokokken", was aber auch negativ sein soll.
Wieder zum urologen, der meint ich solle keine antibiotiker mehr nehmen und einfach viel wasser trinken und zuhause sitzen: "das würde in meinem alter schon von selber weggehen"?!?


Ich quäle mich schon seit 3 wochen, wie lange soll es denn noch "von selber weggehen"? Ab heute nehm ich keine antibiotiker mehr und ich kann noch nicht sicher abschätzen ob es schlechter wird, besser jedenfalls nicht sichtlich. Wenn man in die kälte rausgeht wird das brennen auch stärker.



Früher waren die schmerzen im unteren teil des penis, da wo wahrscheinlich ein blutgefäß geplatzt war und geblutet hat, nach den letzten antibiotikern brennt es aber eher im forderen teil, außerdem gibts ab und zu leichte schmerzen an der eichel. Ich weiß nicht ob man den abstrichen trauen kann, weil damals waren die schmerzen ja eben tiefer, als die abstriche gemacht wurden.
Andererseits hätte doxycyclin ja nach einer woche alle bakterien töten sollen! Ausfluss bemerk ich sichtbar keinen, jedoch fühlt sich der ausgang irgendwie immer naß an. Ärztin im klinikum meinte damals farblosen ausfluss gesehen zu haben.


ahja, und ich hatte vor der geschichte seit 2 monaten keinen sex, und vorher auch immer geschützt!


Wenn eine auch nur langsame verbesserung zu spüren wäre würd ich mir ja nicht so viel sorgen machen, aber ob gestern, vorgestern, oder heute - ich spür sicher keinen positiven unterschied, vielleicht wirds sogar schechter, ist sehr schwer einzuschätzen...


Was kann/soll ich machen?

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
(251 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Ahja, zu dosierung: Doxycyclin wurde in eine 100mg-Tablette pro tag verschrieben.

Dr. Kreutzig
(368 mal gelesen)
Status: Experte

Ich würde recht sicher sagen, daß Sie eine Prostatitis hatten. Hier ist die antibiotische Therapie mit Doxycyclin 100mg für 7 Tage unterdosiert und viel zu kurz. Wenigstens 3 Wochen Therapie mit der doppelten Dosis.


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

(259 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für ihre Antwort!


Ich hatte diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen da ich über längeren Zeitraum nicht masturbiert hatte und dennoch die Beschwerden hatte.. Es gab auch keinen Fieber/Krankheitsgefühl. Es gab zwischendurch auch einen Bluttest, der ohne auffälligkeiten war.
Kann es trotzdem eine Prostatitis sein? und wenn ja: wie könnte man diese nachweisen, damit der Arzt mir dann auch die Antibiotiker wieder verschreibt?

Dr. Kreutzig
(287 mal gelesen)
Status: Experte

Die Klinik - das bedeutet Ihre Symptomatik - ist eigentlich ganz eindeutig. Einen zuverlässigen Test gibt es für den AUSSCHLUSS leider nicht. Der Nachweis (wenn er denn positiv ist - ist allerdings beweisend.


Ob Sie zu Ihrem oder einem anderen Urologen gehen..... kann ich für Sie nicht entscheiden...


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

(258 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Heute war ich beim urologen - uroflow test den er angeordnet hatte. Er meinte dieser sehe aus als hätte ich eine harnröhrenverengung und er wolle röntgen/reingucken.
In den letzten tagen haben sich die schmerzen "nach innen" verschoben, also nicht mehr im penis sondern irgendwo hinter dem hodensag.. Da fühlt es sich beim wasserlassen auch an als wär da ein "engpass", genau wie es vorher im penis war. Der urologe will davon aber überhaupt nichts hören..


Kann es denn eine vorübergehende schwellung durch die infektion sein, die uroflow so aussehen lässt? Eine sticktur würd doch nicht erklären warum sich die schmerzen verschoben haben.. Hab in 2 tagen termin beim anderen urologen... Hab aber angst dass sich die infektion in dieser zeit weiterbewegt...

Dr. Kreutzig
(249 mal gelesen)
Status: Experte

Es ist wohl etwas schwierig hier weiter zu spekulieren.....
Befunde erst einmal abwarten.


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

(248 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Ich hatte mich am tag danach an einen anderen Urologen gewandt, der mir sehr empfohlen wurde.
- Uroflow wiederholt: diesmal wurde DEFINITIV KEINE verengung festgestellt.


Die schmerzen im innerenen bereich gingen weg, blieben wieder nur leichte im penis-ansatz beim wasserlassen. Im urin erhöhte erythrozyten, jedoch keine leukos mehr (!).


Der arzt meinte es komme vor dass nach infektionsende die entzündung nur langsam abklingt: ich solle 2 wochen lang nichts scharfes oder salziges essen, viel Kamillentee trinken und nicht an die kälte rausgehen. Und masturbation vermeiden.



Ich habe auch die cranberry-kapseln abgesetzt weil sie ja auch sauer sind und vllt auch harnröhre reizen können.


1 woche lang hatte ich nun nur leichtes brennen beim wasserlassen und fast keins sonst, -dachte es geht nun endlich weg - auf einmal fing aber wieder das brennen an diesmal in bereich der eichel bis etwas weiter runter. Zunächst nur beim wasserlassen, inzwischen aber auch wieder fast die ganze zeit. Strahl ist jedoch noch gut. Sichtbaren Ausfluss gibts bisher keinen.


Weiß wieder nicht was ich tun soll: noch übers WE warten obs nicht auch wieder von selber weggeht wie das "da unten", oder schnell morgen zum arzt..



Ahja, und sowohl als es erstes mal anfing, als auch jetzt fühl ich mich gleichzeitig etwas erkältet - kein fieber, aber schnupfen und etwas gerötete augen, manchmal leichte halsschmerzen. Kann es ein zusammenhang haben? Ich bin 1 woche nicht draußen gewesen, weiß gar nicht wie man sich da erkälten kann..


Was könnte man jetzt noch machen? Wäre es der Zystourethroskopie zuzustimmen sinnvoll, die mein vorheriger urologe nachm Stickturverdacht machen wollte?

Dr. Kreutzig
(249 mal gelesen)
Status: Experte

Ich würde noch abwarten... läuft doch alles in die richtige Richtung...


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

(272 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

So, nun scheint die Lösung des Rätsels gefunden.


Wie es der Zufall so will bin ich zu meinem letzten Termin beim Urologen recht kurz nach dem aufstehen gegangen, der routine-Urintest sah diesmal entsprechend konzentriert aus - und in diesem wurde Sand festgestellt! Der Arzt ist der Meinung dieser würde die Reizung der harnröhre verursachen. Das würde auch erklären warum es beim ersten mal so plötzlich geblutet hat - eventuell hat ein stein die harnröhre damals verletzt..


Mit seehr viel Wasser und Methionin und Milchprodukte-armer Diät scheints nun ganz langsam besser zu werden.


Danke auch für Ihre Hilfe Herr Doktor!


Liebe Grüße

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