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Forum: Männergesundheit

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (415 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,


da ich inzwischen recht ratlos bin, erhoffe ich mir von dieser Seite vielleicht weitere Tipps.
Zunächst versuche ich dn Krankheitsverlauf so gut es geht zu beschreiben.


Krankheitsverlauf:
Donnerstag, 24.11.2011: erstes brennen in der Harnröhre bemerkt, welches sich verschlechterte über das Wochenende


Montag, 28.11.2011: Urologen aufgesucht und die Symptome geschildert. Mir wurde daraufhin Doxycyclin (über 10 Tage) verschrieben und eine Salbe gegen einen Pilz (Canesten). Gleichzeitig wurde mein Urin untersucht (kein Befund auf Chlamydien und Mykoplasmen 2 Tage später)


Mittwoch,30.11.2011: Brennen am Damm, Fieberschübe, Schlappheit stellten sich ein, ziehen im Hoden bis in die Oberschenkel


Donnerstag, 01.12.2011: Abends sind die Symptome weitgehend verschwunden.


Freitag, 02.12.2011: Erneut meinen Urologen aufgesucht und weitere Untersuchungen eingeleitet, inzwischen war die Eichel auch stärker gerötet. Es wurde wieder eine Urinprobe genommen sowie eine Blutprobe. Parallel wurde meine Prostata abgetastet, Nieren abgeklopft und eine Ultraschalluntersuchung der Blase auf Restharn nach der Blasenentleerung durchgeführt (kein Befund, Leber- und Nierenwerte i.O., Prostatauntersuchung unauffällig, Ultraschall unauffällig)


Montag, 05.12.2011: nur noch leichtes Brennen direkt nach dem Wasserlassen, Eichel aber immer noch gerötet.


Freitag, 09.12.2011: Erneut meinen Urologen aufgesucht, da die Beschwerden bzgl. brennen zwar weitgehend verschwunden waren, aber die Rötung immer noch vorhanden war. Diesmal wurde ein Abstrich der Harnröhre durchgeführt (kein Befund auf Chlamydien, Gonorrhoe und Pilz)


Woche, 09.12-16.12.2011: Inzwischen belastete mich das Thema zunehmend, auch wenn die meisten Beschwerden verschwunden waren, aber die Rötung war weiter vorhanden. Ich bin sogar zu einem Gesundheitsamt gegangen und habe mich auf Aids untersuchen lassen (auch wenn mir bewusst war, dass die Symptome nicht mit einer Aids Infektion in Zusammenhand stehen könnten). Der Test war dann auch wie erwartet negativ.


Freitag,16.12.2011: Zum ersten mal seit dem Beginn der Symptome wieder Geschlechtsverkehr mit meiner Freundin gehabt. Am nächsten Tag wieder leichtes Brennen in der Harnröhre, welches allerdings nach ein paar Stunden verschwand


Donnerstag, 22.12.2011: Da die Rötung immer noch nicht verschwunden war bin ich zu einem Hautarzt gegangen. Dieser machte (obwohl die Untersuchung auf einen Hefepilz mit dem Abstrich negativ war) erneut einen Abstrich, diesmal allerdings auf der Eichel und nicht in der Harnröhre und verschrieb mir eine Pilzsalbe mit Kortison (6 Tage). Das Ergebniss dieser Untersuchung werde ich am Montag bekommen.


Wie Sie sehen können, habe ich nichts unversucht gelassen, die Ursache meiner Beschwerden zu finden. Ich war allerdings von Anfang an unzufrieden mit meinem Urologen, da ich das Gefühl hatte, dass er meine Beschwerden nicht ernst nahm und zu schnell eine "psychosomatische" Ursache vermutete (was ich allerdings nicht glaube!).


Bis heute ist meine Eichel gerötet (mal mehr, mal weniger), wobei die Rötung deutlich nach dem Kontakt mit Sperma (Selbstbefiedigung und Sex) zunimmt. Ich habe das Gefühl, dass meine Lymphknoten in der Leistengegend, unter den Achseln sowie zum Teil am Hals geschwollen sind und zum Teil leicht schmerzen.
Auch verspüre ich ab und an ein leichtes brennen am After.
Wenn die Rötung wieder etwas schlimmer ist, ist auch fast immer gleichzeitig der Harnröhrenausgang stark gerötet und geschwollen (sieht aus wie Lippen). Zu dem konnte ich heute zum ersten mal feststellen, dass sich die Haut leicht abschält auf der Eichel.


Ich bin mit meinem Latein inzwischen am Ende und die Situation belastet sowohl meine Psyche als auch meine Partnerschaft (seit Beginn der Symptome hatten wir zweimal Sex, auch weil ich Angst habe, meine Freundin mit irgendwas zu infizieren (obwohl der Urologe das ausgeschlossen hat) Anzumerken sei dabei noch, dass meine Freundin keinerlei Beschwerden hat.)


Als nächste Schritte warte ich jetzt noch das Ergebniss des Hautarztes ab und zusätzlich möchte ich einen anderen Urologen aufsuchen.


Könnten Sie mir vielleicht noch weitere Tipps geben, auch in Bezug auf den kommenden Besuch bei einem anderen Urologen?


Ich danke Ihnen vielmals und wünsche Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr!


Viele Grüße!

Antworten zu diesem Thema:

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  • (62 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Noch ein paar Ergänzungen:


Ich hatte und habe auch bis jetzt noch keinen Ausfluss aus dem Penis gehabt.
Allerdings stelle ich ab und an fest, dass die Harnröhre irgendwie "verklebt" wirkt. Wenn ich dann die Harnröhre mit der Hand leicht öffne, wirkt es so, als ob etwas "Schleim" in der Harnröhre wäre.
Auch stelle ich einen leicht unangenehmen Gereuch fest, was ja auf eine bakterielle Erkrankung schliessen lasse.
Dieses Phänomen habe ich allerdings nicht immer, sondern immer nur in Phasen, wo die Rötung stärker ist und auch dann nicht immer.


Mein Problem ist, insbesondere auch nach dem lesen einiger Artikel im Internet, dass die Symptome zwar häufig beschrieben werden, allerdings immer ein Detail fehlt oder aber die Tests bereits negativ waren. Zusätzlich war das sehr häufige waschen der letzten Wochen mit Sicherheit nicht förderlich.


Insbesondere nach dem brennen am Damm und den weiteren Symptomen dachte ich an eine Prostatitis. Dies schloss der Urologe allerdings nach seinen Untersuchungen aus.


Auch ein Tripper macht mir Sorgen. Zwar war der Test negativ, allerdings habe ich auch gelesen, dass insbesondere bei Tripper mit geringen Symptomen (bei mir das Fehlen von Ausfluss) die Tests häufig nicht richtig wären.


Selbst Syphilis scheint ja irgendwie in Betracht zu kommen (allerdings habe ich keinen "weichen Schlanker" oder zumindest erkenne ich keinen und gerade dies hätte doch eigentlich vom Urologen und/oder Hautarzt gesehen werden müssen?!). Darauf wurde ich noch nicht getestet. Dies will ich auf jedenfalls testen, wenn ich beim Urologen bin.


Was ich wirklich Schade fande ist, dass sich weder der Urologe noch der Hautarzt wirklich Zeit genommen haben.

  • (107 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich sage es immer wieder einmal ... so auch heute...... Solche langen Prosa-Geschichten übersteigen das sinnvolle Mass.


Sie haben wahrscheinlich eine Prostatitis ... die 10 Tage Therapie wohl eher zu kurz...! Ausserdem ist für die Therapie viel Geduld erforderlich (auch bei erfolgreicher Therapie wenigstens einige Wochen!). Ggf. kann es sinnvoll sein eine längere Therapie zu machen!


Die Rötung der Eichel ist eine sog. Balanitis, die zumeist durch Pilze verursacht ist und natürlich durch eine antibiotische Therapie eher verschlechtert wird. Es hielt hier waschen mit sauerer Seife und gut trocknen, dann mit Salbe (Bepanthen/Polydona in Mischung 1:1) eincremen.


Lieben Gruß&guten Rutsch


Dr. T. Kreutzig

  • (56 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben natürlich auch Recht, dass die Beschreibung sehr umfangreich war.


Wenn Sie sagen, dass es wahrscheinlich eine Prostatitis ist, frage ich mich nur, was die Ursache für diese ist/war und warum der Urologe dies ausgeschlossen hat? (die Tests auf Bakterien und Pilze waren ja alle negativ)

  • (76 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich habe hier echo oft gesagt (das sollte eigentlich auch Urologen bekannt sein....) dass Chlamydien und Mykoplasmen als Erreger der Prostatitis häufig sind und diese Erreger aber in den Abstrichen oft nicht nachzuweisen sind (d.h. ein negativer Abstrich schliesst eine Infektion nicht sicher aus!).....


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (58 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Würden Sie dann vorschlagen, dass ich eine erneute Antibiotika-Therapie machen sollte? (diesmal auch länger?)


Oder sollte ich erst einmal abwarten und erst nach ein paar Wochen, wenn sich die Symptome bis dahin nicht vollständig zurückgebildet haben, einen Urologen aufsuchen?


Ist Sex mit meiner Freundin dann überhaupt möglich? (Sie wird nächste Woche einen Test bei ihrer Frauenärztin machen lassen, auch wenn sie keinerlei Symptome hat)

  • (75 mal gelesen)
  • Status: Experte

Genau diese beiden Optionen haben Sie!


Wenn sie sich für eine Antibiotische Therapie entscheiden, wäre es auch eine Option Ihre Freundin unabhängig von Ihrer Symptomatik im Rahmen der Partnertherapie mit zu behandeln.


Variante 2 ist warten .... Wärme & Trinken & Eichel gut pflegen!


Sex ist möglich.... wenn Sie Kondome verwenden sowieso!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (56 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Halo Herr Dr. Kreutzig,


ich habe mich doch dazu entschlossen einen weiteren Urologen aufzusuchen.
Diesmal hatte ich auch das Gefühl, dass mir zugehört wird. Nach der Beschreibung meines Krankheitsverlaufes stellte sie folgende Diagnose: Ureasplasma und/oder Chlamidien.


Meine Freundin war gleichzeitig bei ihrer Frauenärztin und hat einen Abstrich machen lassen. Das Ergebnis kommt am Montag. Sie hat aber bereits gesagt, dass entzündendete Zellen zu sehen seien.


Meine Urologin will mir, nachdem der Befund meiner Freundin vorliegt, Medikamente verschreiben. (Einen Abstrich bei mir wollte sie nicht machen, da er bei Männern wesentlich schmerzvoller ist als bei Frauen)


Nun meine Frage:


Ich gehe davon aus, dass Ureaplasma, in erhöhter Form, nachgewiesen wird.
Was denken Sie ist dann bei mir das richtige Medikament und welche Dauer (hatte ja bereits einmal Doxy über 10 Tage, was aber ja anscheinend nicht ausreichend war!) wäre zu empfehlen?


Aktuell habe ich kein brennen mehr, aber Gelenkschmerzen am Körper und geschwollene Lymphknoten.


Meine zweite Frage:
Meine Urologin hat eine Prostatitis ausgeschlossen, da der PSA-Wert meiner alten Blutuntersuchung dafür viel zu gering sei. (PSA-gesamt (Abbott) 0,92).
Halten Sie das für die richtige Einschätzung?


Vielen Dank für Ihre Mühen.


Viele Grüße!

  • (65 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich möchte nun noch einmal sagen, dass ein negativer Abstrich leider keine Aussagekraft hat. Bei Chlamydien und Mykoplasmen eben häufig (falsch) negativ.
In diese faktische Situation müssen sich nun alle Therapieüberlegungen einfügen.
Es macht keinen Sinn, wenn mehrere Kapitäne ein Schiff lenken!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (59 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Zitat:
Dr. Kreutzig
Ich möchte nun noch einmal sagen, dass ein negativer Abstrich leider keine Aussagekraft hat. Bei Chlamydien und Mykoplasmen eben häufig (falsch) negativ.
In diese faktische Situation müssen sich nun alle Therapieüberlegungen einfügen.
Es macht keinen Sinn, wenn mehrere Kapitäne ein Schiff lenken!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig


Hallo Herr Dr. Kreutzig,


vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, leidr werde ich aus ihr ncht sonderlich schlau.


Natürlich haben Sie recht, dass die Ergebnisse oft negativ falsch sind.


Fakt ist aber, dass ich "etwas" habe. Das Ergebnis meiner Freundin wird ja hoffentlich etwas genaues ergeben.


Meine Fragen bezogen sich vielmehr darauf, welches Antibiotikum und welche Dauer Sie raten würden? (vor dem Hintergrund, dass Doxy über 10 Tage offensichtlich nicht ausreichend war, da ich zwar jetzt fast keine Rötung mehr habe, allerings Gelenkschmerzen und die geschwollenen Lymphknoten)


Auch stellt sich mir die Frage, ob der geringe PSA-Wert eine Prostatitis ausschließt? (wenn nein, ist ja eventuell eine längere Therapie sinvoller)

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