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Forum: Männergesundheit

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Stachel
  • (569 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Herr Dr. Kreutzig,


mein Partner (47 Jahre) hat morgen endlich einen Termin beim Urologen bezüglich
seiner Erektionsstörungen. Was wird ihn dort, aus ihrer Sicht als Arzt, erwarten?
Wird der Urologe nur mit ihm sprechen oder welche Untersuchungen könnten gleich durchgeführt werden?


Er hat zwar kein Problem damit, über seine Erektionsstörung zu reden, befürchtet aber, nicht ernst genommen zu werden. Er kennt diesen Arzt nicht und ist sehr emotional veranlagt, er redet sich immer gern alles von der Seele, was ihn bewegt. Nun befürchtet er, dass der Arzt ihn in die "Psycho-Ecke" stellen könnte, so nach dem Motto "Kriegen sie erst einmal ihre Sorgen in den Griff, dann können sie gern wieder kommen".


Wir sind jetzt erst knapp 9 Monate zusammen, ich kenne das Problem bei ihm schon von Anfang an und habe ihn darin bestärkt, endlich einen Urologen aufzusuchen. Für mich liegt das Problem auch mehr bei seinem Alter, seinem Gewicht sowie bei seiner körperlichen Kondition. Er ist recht kräftig gebaut und kommt beim GV auch schnell außer Puste, wenn ich das mal so sagen darf. Kann es passieren, dass der Arzt gar nichts unternimmt und nur von ihm verlangt, dass er sein Gewicht reduzieren soll
(1,80 m = 87 Kilo)?


Vielen Dank im voraus.

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
hgf
  • (183 mal gelesen)
  • Status:

Dein Freund ist mit seinen 47 schlicht "in die Jahre gekommen" und da nimmt der Geschlechtstrieb ab und das äussert sich unter anderem darin, Probleme zu haben eine stabile Erektion zu haben/zu bekommen. Auch im Sommer am Strand wird die Zeitung interessanter, als was es da sonst noch so zu sehen gibt (beobachte IHN mal !).


Der Doc wird Ihm die übliche "Vorsorgeuntersuchung" andrehen, für die er da gar nicht hingegangen ist und IHN ausführlichst "befummeln" um dann festzustellen, das er kerngesund ist (wenn sich an seiner Prostata nichts feststellen lässt) und dann gibt es ein Rezept für Viagra & Co. und das war es.


Erst mal wird das Durchblutungsmittel helfen, auch bei deutlich geschwächtem sexuellem Interesse noch einen Geschlechtsakt hinzubekommen.


Wenn das über kurz oder lang auch nicht mehr hilft und wenn er sehr hartnäckig insistiert, wird der Doc ihm vielleicht noch eine Testosteronbestimmung machen und ganz eventuell anschliessend eine Packung Testosterongel verschreiben. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 97 % nutzt das überhaupt nichts und das war es dann aber endgültig. Ab dann sieht ER sein Geschlechtsleben endgültig im Rückspiegel.


Wenn er Glück hat, findet der Doc in der Zeit nichts Behandlungswürdiges an seiner Prostata und Du verlierst auch das Interesse solange das Viagra & Co noch hilft.


Viel Glück und Spass (so lange "es" noch geht ) !


Truman


(Der UROLOGENSCHRECK)

Stachel
  • (137 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Truman,


genau das befürchte ich nämlich auch. Was mich eigentlich daran stört ist, dass evtl. gar nicht auf seinen restlichen Gesundheitszustand eingegangen werden wird
(Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.) Woher soll er wissen, ob das nicht die Ursache sein könnte, vielleicht bricht er mir eines schönen Tages mal beim Sex zusammen?


Trotzdem vielen Dank, ich verstehe, was Du mir damit sagen wolltest.


L.G. Stachel

  • (184 mal gelesen)
  • Status: Experte

Mal unabhängig von dem, was Truman hier wieder für einen Unsinn verzapft, kann ich natürlich nicht sagen, was der Kollege speziell unternehmen wird.
Ich höre mir erst einmal an, was der Patient zum Problem zu sagen hat und mache mir ein Bild zu den allgemeinen Risiken. Heutige Urologen sollten wissen, daß die erektile Dysfunktion überwiegend organische Ursachen hat.
Übergewicht kann ebenso eine Rolle spielen, wie die damit oft auch einhergehenden Gefäßveränderungen. Hormonell alleinige Ursachen sind eher selten. Dennoch ist eine Hormonanalyse sinnvoll um dies auszuschließen.


Die Effekte der heutigen Potenzmittel (Viagra/Cialis/Levitra) sind bestens und gehen in ihren Effekten deutlich über die eigentliche Problemlösung hinaus. Die entsprechenden wissenschaftlichen Daten dazu liegen vor (Truman kenn sie sicher nicht - ich aber schon). Also nur Mut, die Erektion bekommen wir hin... und die sonstigen Störungen sollten geklärt werden. Hier insbesondere wie es um die Penisdurchblutung steht. Die erektile Dysfunktion geht bei Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben im Schnitt 2,5 Jahre (!!) dem Infarkt voran.


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

Stachel
  • (106 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Herr Dr.


vielen Dank für Ihre sehr schnelle Antwort. In diesem Zusammenhang hätte ich noch
eine Frage zu den von Ihnen angesprochenen Potenzmitteln Viagra/Levitra und Cealis. Wie wahrscheinlich ist es, dass der Urologe meinem Freund eine dieser
Tabletten verordnen wird und welches der Medikamente würden sie favorisieren?
Welche Einnahmekriterien wären dabei zu beachten?


MfG


Stachel

hgf
  • (117 mal gelesen)
  • Status:

Also lieber Dr. Kreutzig,


dann lassen SIE mal Ihre Hosen runter und geben Sie mal einen Beweis Ihrer fachlichen Expertiese :


Frage : Welcher Laborwert gibt bei mehr als 90 % der Männer über 50 Jahre das nachgelassene sexuelle Interesse wieder ? Wo ist dieser Laborwert typischer Weise bei einem 25-Jährigen und bei einem sagen wir 70-Jährigen ?


Nun mal los Herr Doctor ! Ich weiss es inzwischen und ich weiss inzwischen auch, was zu tun ist (jedenfalls einen gangbaren Weg). Seit heute morgen, Montag den 13.3.2006 läuft bei mir der Versuch, um die Pharmakokinetik dazu mathematisch zu bestimmen. Ich bin mal neugierig, ob es eine PT2 oder ein PT3- Regelstrecke ist, um es mal Regelungstechnisch zu sagen (Simon Laplace lässt Grüssen). Anschliessend kommt dann der Wirkungsgrad dran.......


mit freundlichen Grüssen


Truman


(Der UROLOGENSCHRECK)

  • (95 mal gelesen)
  • Status: Experte

HGF,
Sie glauben doch nicht im Ernst, ich würde mich hier von Ihnen examinieren lassen...?
Heilen Sie mal Ihre Neurose und überzeugen Sie sich von meiner Kompetenz gerne bei einem Besuch im in meiner Sprechstunde.


Dr. T. Kreutzig

  • (114 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo Stachel....
Ich hoffe jedenfalls, daß der Urologe zu einem solchen Mittel rät und gleichzeitig an der Ursachenklärung arbeitet.
Zu den verschiedenen Mitteln ist zunächst zu sagen: alle sind wirksam und gut. Welches Mittel letztlich favorisiert wird, hängt ganz auch von den persönlichen Bedürfnissen ab. Cialis hat z.B. eine sehr lange Wirkdauer, Levitra wirkt dafür besonders schnell und zuverlässig.


Mein Rat dazu ist eigentlich immer, alle 3 Mittel mal zu testen und "seinen" Favoriten zu finden.
Bei allen 3 Mitteln gibt es vor allem zu beachten, daß Kombinationen mit bestimmten Herzmedikamenten (Nitrate) unterlassen werden müssen. Das also mit dem Urologen besprechen, der weiss sicher welche Medikamente sich vertragen und wo es Probleme gibt. Die Mittel sind aber nicht etwa schädigend fürs Herz... im Gegenteil, wie die aktuellen Daten zeigen.



Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

hgf
  • (104 mal gelesen)
  • Status:

Lieber Dr. med. urol. Kreutzig,


.........ich nehme an, dass Sie die "richtige Antwort" wissen und hiermit steht auch fest, dass Sie die für sich behalten, wie alle anderen UROLOGEN auch. Q.E.D. (wie die Mathematiker, die Latein können schreiben) Deshalb schreibe ich ja immerzu, es ist vollkommen sinnlos als "in die Jahre" gekommener Mann einen Arzt aufzusuchen, um seinen Geschlechtstrieb wieder auf Vordermann bringen zu lassen.


Dagegen muss es nicht nur als sinnlos, sondern als extrem gefährlich bezeichnet werden sich als über 45-jähriger Mann von einem UROLOGEN untersuchen zu lassen. Zahllose "lustige Witwen" die Ihren Mann zur Vorsorge schickten, lassen Grüssen !


Weiter so Herr Dr. med. urol. Kreutzig, kann meiner Rente nur gut tun und die "Auswahl" bei der holden Weiblichkeit wird so mit Unterstützung der UROLOGENzuft auch ab meinem Alter schnell grösser !


mit freundlichen Grüssen


TRUMAN



(Der UROLOGENSCHRECK)

hgf
  • (156 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Stachel,


> Wird der Urologe nur mit ihm sprechen oder welche Untersuchungen
> könnten gleich durchgeführt werden?


das ist ganz supereinfach, kein Mann geht "unbefummelt" beim UROLOGEN wieder raus, es sei denn unter Absingen unflätiger Lieder und im Krach. Der Doc wird ihn zu allererst mal nötigen, sich "Vorsorgeuntersuchen" zu lassen. Wenn der Doc da was finden sollte, ist das Thema Potenzstörung ab sofort obsolet, totale Impotenz ist die harmloseste Folge, die Kastration eine mittlere Folge und der Tod in absehbarer Zeit die übelste Folge.


Ich würde im Fall ein vorbereitetes Schreiben mitbringen, was der Doc als allererstes unterschreiben müsste (ich würde schon gar nicht erst einen UROLOGEN konsultieren, aber sei es drum) auf dem klipp und klar steht, dass eine "Vorsorgeuntersuchung" von vorneherein ausgeschlossen ist, eine wie auch immer geartete Prostatadiagnostik nicht stattfindet und die UROLOGISCHE Beghandlungsrichtlinie ausdrücklich wegbedungen ist bei Vermeidung eines Schmerzensgeldes wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte in Höhe von X EURO.


Ich garantiere dafür, wenn Ihr bzw. Dein Mann das NICHT so macht, bekommt er die "Vorsorgeuntersuchung", einen "allgemeinen UROLOGISCHEN Befund" (die Fummeluntersuchung, oder anders, was hat seine Erektionsschwäche damit zu tun, ob er eine Phimose hat oder eine Krampfader am Hodensack ?) angedreht, und wenn
der Doc nichts findet, noch eine Packung Viagra und das war es.


Wenn Ihr bzw. Dein Mann es so macht, sieht der Doc seine Felle wegschwimmen. Er weiss, dass er gegen seine Zunftordnung verstossen würde, wenn er den Patienten nicht dazu überredet oder zwingt, die beiden urologischen Leistungen in Anspruch zu nehmen ( "unten" zu sehen ist eine Erektionsschwäche ohnehin nicht, eine angeborene Missbildung ist auch auszuschliessen, wenn das ein Leben lang funktionierte). Er weiss, dass er so gut wie nichts an dem Fall verdient, wenn er sich nur mal dessen Sorgen anhört und Ihm den Blutdruck misst, bevor er Ihm Viagra verschreibt. Laboruntersuchungen machen zu lassen für so einen widerspenstigen Patienten, belastet nur den Krankenkassenetat des Doc und bringt dem Doc nichts. Ausserdem darf ein Arzt laut Standesordnung sowieso nichts machen, was den Geschlechtstrieb seine Patienten anstacheln würde bzw. wieder anstacheln würde. Kurz, der wird das rundherum ablehnen, was zu beweisen war.


mfG


TRUMAN


(Der UROLOGENSCHRECK)

Datum/Zeit von Autor Thema
13.03.06 11:54 StachelArzttermin beim Urologen
13.03.06 12:14 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 12:38 StachelAn Truman
13.03.06 12:56 Dr. KreutzigRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 13:54 StachelAntwort an Dr. Kreutzig
13.03.06 14:48 Dr. KreutzigRE: Antwort an Dr. Kreutzig
13.03.06 14:33 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 14:41 Dr. KreutzigRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 15:42 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 18:45 Dr. KreutzigRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 20:45 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 22:50 Dr. KreutzigRE: Arzttermin beim Urologen
15.03.06 10:02 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 17:34 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 17:57 BrainRE: Arzttermin beim Urologen
13.03.06 18:23 hgfRE: Arzttermin beim Urologen
Derzeit online: Blau.auge, Lutz47, Sonja21, cheeky41
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