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Hallo zusammen,
mein Freund hat Dickdarmkrebs (T3, N2, M1 und G3) und wurde am Anfang März operiert. Die kleinen Metastasen konnten nicht operiert werden. Danach hat 6 Wochen Chemo 5-Fu bekommen und die Metastasen sind nicht zurückgebildet. Zusätzlich hat sich eine Wasserfläche in seinem Bauch angesammelt und das Wasser drückt voll auf seinen Magen. Er kann immer weniger essen, obwohl er Hunger hat. Er wird ganz schnell satt und fühlt sich sehr schlecht, wenn er nur ein bisschen gegessen hat. Ist das ein schlechtes Zeichen? Hat jemand Erfahrung damit? Wie bekommt er das Wasser im Bauch wieder los?
Vielen Dank für Eure Antwort und liebe Grüße
Sahra
Das schlechte Ansprechen auf die Chemo ist ein schlechtes Zeichen. Es scheint sich um eine Peritonelakarzinose zu handeln. Eine Umstellung der Chemo wäre sinnvoll (s. dieses Forum oder Gutachten).
Hallo Professor Wust,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Mein Freund hat bereits den neuen Chemo-Vorschlag von seiner Onkologin abgeleht, obwohl sie meinte, dass der beste Möglichkeit für ihn wäre, aber Garantie kann sie nicht geben. Er hat sich für eine Therapie für 8 Wochen mit hoch dosierten Vitaminen und Seelen entschieden. Er hat die Meinung, Chemo kann man später immer noch machen, wenn alle andere Therapiemöglichkeiten nicht anschlagen.
Viele Grüße
Sahra
Ja, auf was wartet er denn noch? Chemotherapy ist doch am besten wirksam, wenn sie zu Zeiten gegeben wird. Ja natuerlich ist das unngenehm, aber wenn Sie auf meinen Rat hoeren, von jemandem, durch all dies mit ihrem Ehemann gegangen ist, wuerden Sie Ihrem Freund raten, es lieber heute als morgen zu tun. Nicht immer sind bei der Chemo starke Nebenwirkungen zu erwarten. Dagegen gibt es auch Mittel, die gegeben werden koennen, um Uebelkeit und aehnliches bekaempfen. Wartenwollen ist aufschieben, bis es zu spaet ist.
Der aufgeblaehte Bauch kann auch eine obstruktion sein, das ist das, was mein Mann erfahren hat. Da helfen unter Umstaenden Abfuehrmittel. Mit gutem Stuhlgang geht die Schwellung zurueck und Ihr Freund kann wieder essen und verliert nicht mehr an Gewicht. Ausserdem sollte er fluessige Kost waehrend dieser Periode zu sich nehmen. Achten Sie auch darauf, dass er genuegend Fluessigkeit zu sich nimmt, damit er nicht dehydrated wird.
Ich fuehle mit Ihnen, wir arbeiten mit diesen Problemen seit 1 1/2 jahren. Ich hoffe, dass es Ihrem Patienten bald besser geht. Good luck for you.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 04.08.03 19:06 | sahra | |
| 05.08.03 20:55 | Prof. Wust | |
| 06.08.03 18:07 | sahra | |
| 06.12.03 21:16 | trugritt |
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