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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Toby
  • (1691 mal gelesen)
  • Status:

Hallo, meinem Vater wurde ein T3 Tumor am Dickdarm sehr nahe am Schließmuskel entfernt. Alles lief recht gut; Metastasen haben sich bisher nicht gebildet. Kurzzeitig wurde ein AP gelegt; in dieser Zeit ging es ihm ganz gut. Aber jetzt wurde der Ausgang zurückverlegt und mit der Chemotherapie (FU-5 oder so ähnlich) und Bestrahlung begonnen. Seither hat er sehr, sehr starke Schmerzen und ein ständiges starkes Brennen im After.
Fällt irgendjemand etwas ein, um diese Beschwerden wirkungsvoll zu lindern?
Die Ärzte meinten auch, das der After regelmäßig geweitet werden müsse, sonst wachse er zu. Mein Vater lehnt dies aber wegen den unaushaltbaren Schmerzen bisher ab.
Irgendwelche Alternativen? Den Ärzten fällt ausser Morphium nichts ein ...


Gruß
Toby

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
  • (735 mal gelesen)
  • Status: Experte

Die von Ihnen beschriebenen Schleimhaut/Hautreizungen (?) hängen möglicherweise mit der Radiochemotherapie zusammen. Da gäbe es corticoidhaltige Salben/Gele/Zäpfchen, die eigentlich die betreuenden Ärzte (Strahlentherapeuten) verschreiben müßten (im einfachsten Fall Ultraproct). Die Diagnose muß aber klar sein (Entzündung der Schleimhaut). Wenn es nicht anders geht, muß man den (passageren) Anus praeter wieder anlegen, bis die Therapie abgeschlossen ist.U.U. muß man untersuchen, wie die Schleimhaut bzw. die Anastomose (Naht) beschaffen sind (Rektoskopie).

Toby
  • (596 mal gelesen)
  • Status:

Danke erstmal; ich werde die Informationen weitergeben.
Mein Vater weigert sich aber immernoch diese Weitungen durchführen zu lassen - Die Schmerzen hierbei seien einfach nicht auszuhalten.
Der Hausarzt sagte halt, es sei unbedingt notwendig zu
weiten; sonst wachse es wieder zu und ein permanenter AP sei dann unvermeidlich. Ist das üblich oder lassen sich die Schmerzen dabei irgendwie vermeiden (Betäubung) ?


Gruß
Toby

  • (460 mal gelesen)
  • Status: Experte

Natürlich kann man solche Eingriffe in einer Kurznarkose oder in tiefer Analgosedation durchfüh-ren. Da gibt es sogar Tabletten. Das muß man mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Fentanyl
  • (512 mal gelesen)
  • Status:

Ich denke, es reicht auch eine Lokalanästhesie mit Lidocain aus. Ob man wirklich eine Neuroleptanästhesie benötigt, muss jedoch vorort entschieden werden. Lidocain gibt es als Pulver, welches man in Ethanol lösen kann. Diese Tinktur kann man bei Schmerzen auftragen.


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