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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
IKE
  • (800 mal gelesen)
  • Status:

Sehr geehrter Herr Prof. Wust


Mein Mann hatte ende Juni diesen Jahres seine 12 Chemo FolFox 4 mit Oxilinplatin erhalten.Danach neues CT ergebniss 2 Hypodense Herde im rechten Leberlappen(Segment VII und V) VII etwa 4cm V etwa 3 cm.Kleinere Lymphknoten paraaortal bis max.8 mm Durchmesser in DDR reaktiv.Seit her keine Behandlung mehr auf Grund schlechter Gefühlssituation meines Mannes.Wohl ständige Blutkontrollen.Im Oktober waren die Werte zwar erhöht aber immer noch im guten berreich.Jetzt haben wir die neuen Werte erhalten und machen uns große Sorgen.


Lymphozyten - 14.7 %
Eosinophile Granulotz + 13.0 %
basophile Granulozyt + 1.6 %
Cholesterin + 318
HDL-Cholesterin -28
LDL-Cholesterin + 171
HDL-LDL Risiko Index 6.1
Bilirubin gesamt + 14.4
Got(Asat) ++ 297
GPT(Alat) ++ 391
YGT ++ 741
Alkalische Phosphata ++ 1012
C reaktives Protein +18.4
Blutsenkung 35 / 73
Hinzu kommt das die Haut meines Mannes eine tiefere Gelbfärbung aufzeigt dieses gilt auch für seine Augen.Auf der Haut hat er des öffterren Juckreitz.und bei etwas längerren Sprechen hat er ständigen Husten.Nun sagten mir die Ärtzt das ich damit rechnen muß das mein Mann in den nächsten 2 Monaten sterben müßte.Dieses kann und will ich mir einfach nicht vorstellen und möchte hierzu ihre ehrliche Meinung wissen.Was Sie vielleicht noch wissen sollten.Er hat in den letzten 14 Tagen häufig durchfall mit Blut im Stuhl.Der Appetit ist ebenso weniger geworden.
Bitte antworten Sie mir schnell und Ehrlich .Vielen dank darfür.

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
seepferdchen
  • (303 mal gelesen)
  • Status:

Liebe IKE,


es ist schwer, in so einem Fall das richtige zu sagen.
Aber ich weiß, wie Du Dich fühlst. Ich habe vor 3 Tagen meinen Schwiepa verloren.
Ich , mein Mann und meine Schwiema haben ihn bis zum Schluß begleitet.
Er hatte auch Lebermetastasen, der Krebs ging zwar nicht vom Darm aus, sondern von der Milz.


So wie mein Schwiepa und auch meine Schwiema konnten und wollten sich nicht damit abfinden.
Man kann sich das auch nicht vorstellen, wir konnten es auch nicht, aber die Ärzte haben uns das auch vorausgesagt. Genauso wie bei Dir jetzt.


Mein Schwiepa hatte auch 2 Chemos mit je 6 Zyklen hinter sich, leider ohne Erfolg.
Der Krebs war leider zu aggresiv, wir hatten keine Chance.
Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe das miterlebt, Blut im Stuhl , gelb im Gesicht und Augen,
das nachlassen des Appetits usw.


Die Werte von Deinem Mann sehen nicht gut aus, ich kann nur nicht alles definieren.
Ich habe da bei mein Schwiepa schon Schwierigkeiten gehabt. Bin leider kein Arzt.


Ich will Dir keine Angst machen, aber ich weiß, wie das ist. Ich hatte große Angst um meinen Schwiepa............Das was Du geschrieben hast, und da bin ich ehrlich, hört sich nicht wirklich gut an.
Ob es noch irgendwelche Chancen gibt, was Therapien anbelangt, kann ich Dir nicht sagen, dazu kenne ich mich zu wenig aus.


Vielleicht schreibt Dir noch der Prof. Wust...


Aber sollte es so sein, wie Deine Ärzte schon vorausgesagt haben, was aber sich noch verwerfen kann, man darf die Hoffnung nicht aufgeben, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, dann schreibe mir, ich könnte Dir helfen.
Wenn Du magst.


Drücke Dir alles, was ich habe, und hoffe, dass sich das Blatt doch vielleicht noch wendet.


Sei ganz lieb gedrückt


S. Seepferdchen










labormaus
  • (261 mal gelesen)
  • Status:

> Hinzu kommt das die Haut meines Mannes eine tiefere Gelbfärbung aufzeigt, dies gilt auch für seine Augen. Auf der Haut hat er des öfteren Juckreiz.


Ihr Mann hat eine "Gelbsucht". Das ist keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom der geschädigten Leber. Es ist zu viel Bilirubin im Blut (etwa das 15-fache des Normalwertes), das verursacht die Gelbfärbung und auch den Juckreiz.


GOT, GPT und Gamma-GT ((GGT oder YGT, das Y ist der griechische Buchstabe Gamma) sind bestimmte Enzyme, auch als "Leberwerte" bezeichnet. Die stark erhöhten Werte weisen ebenfalls auf die Schädigung der Leber hin.


Da anscheinend eine schwere, unheilbare Krankheit vorliegt, sollte sich die Behandlung jetzt darauf konzentrieren, Schmerzen und andere quälende Symptome zu lindern, um Ihrem Mann die restliche Lebenszeit - wie viel das auch immer sein mag - so erträglich wie möglich zu gestalten. Vielleicht wäre eine "Palliativstation" oder ein Hospiz das Beste. Fragen Sie die Ärzte nach solchen Einrichtungen in Ihrer Nähe (oder notfalls etwas weiter weg).


Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

  • (451 mal gelesen)
  • Status: Experte

Die Leberwerte sind deutlich erhöht, es besteht entweder ein Gallestau durch die Lebermetastasen oder schon eine Leberfunktionsstörung. Ein aktuelles CT wäre sinnvoll. Eine Stauung der Gallenwege könnte man beheben (durch Ableitung oder Stent). Daher ist es sinnvoll, der Ursache nachzugehen. Ansonsten muss man einräumen, dass eine fortgeschrittene metastasierende Krankheitssituation vorliegt. Wenn man jetzt keine Chemotherapie (z.B. FOLFIRI) durchführt (wenn überhaupt möglich), ist die Prognose schlecht.

Datum/Zeit von Autor Thema
10.12.06 14:44 IKEpT3 N2 M1(colon Karzinom)bitte
10.12.06 22:09 seepferdchenRE: pT3 N2 M1(colon Karzinom)bitte
11.12.06 03:33 labormausRE: pT3 N2 M1 (colon Karzinom)
11.12.06 21:10 Prof. WustRE: pT3 N2 M1(colon Karzinom)bitte
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