Startseite > Foren > Forum Krebserkrankungen > Pankreaskarzinom, Frage an Prof. Wust
Sehr geehrter Prof. Wust,
meine Lebenspartnerin hat Bauchspeicheldrüsenkrebs, welcher schon auf den Zwölffingerdarm übergegangen ist und in der Leber befinden sich Metastasen.
Sie wird seit einer Woche durch einen Port künstlich ernährt, da der Tumor sich um den Magenausgang gelegt hat. Sie erhält seitdem auch eine Misteltherapie.
Wie sehen Sie die Chancen bei einer Hyperthermie? Habe von Ihren Studien gelesen und wirde gerne mehr darüber erfahren.
Danke!
Zunächst bietet sich beim metastasierenden Pankreaskarzinom eine Chemotherapie mit Gemcitabine an. Das würde ich versuchen (Onkologe, Klinik). Die Hyperthermie ist für diese Erkrankung sehr experimentell und weder in Form der Ganzkörper- noch als regionale Hyperthermie generell zu empfehlen.
Es muß doch noch eine Alternative zur Chemotherapie geben? Es gibt doch auch bei der Chemotherapie mit Gemcitabine keine Vergleichsstudien, daß mit dieser Therapie die Menschen länger gelebt haben.
Warum ist eine Hyperthermie nicht zu empfehlen?
Hallo,
Ich weis nicht welche Vergleichsstudien Sie da gelesen haben aber warum sollte man mit einer Chemo mit Gecitabine nicht länger leben als ohne?
Wenn der Patient auf diese Chemo anspricht kann er durauchs 14 bis 20 Monate und noch länger überleben!
Ohne Chemo dagegen nicht mal 6 bis 12 Monate!
Ich sehe da schon einen großen Unterschied.
Ein weiterer Vorteil ist das die Chemo mit
Gemcitabine in der Regel von den meisten Patienten sehr gut vertragen wird.
Was die Hyperhtermie betrifft hat ihnen Prof Wust das schon richtig erklärt.
Es wäre eine Art Glückspiel da noch keine Ergebnisse vorliegen ob die Hyperthermie beim Pankreas Ca wirklich etwas bringt.
Wollen sie das reskieren,wenn man mit einer Chemo wesentlich bessere Ergebnisse was das längere überleben des Patienten betrifft erziehlen kann?
Hallo,
wo haben Sie denn diese Zahlen her? Kann man die irgendwo nachlesen? Ich kenne nur Studien wo man mit einer Chemo auch nur 6-12 Monate überlebte.
Wie Sie was über die Studien magnetischen Flüssigkeiteninduzierte Hyperthermie mit magnetischen Flüssigkeiten?
Hallo,
Unter www.aerztezeitung.de/Medizin/Krebs zb finden Sie sehr brauchbare Informationen zu Gemcitabine und auch einige Studien die belegen das der überwiegende Teil der Patienten die sich einer Chemotherapie mit Gemcitabine unterziehen eine deutlich bessere Prognose haben als andere Patienten.
Es ist zwar nur jeder 5 Patient also 20% der 1 Jahr und länger ueberlebt aber wer sagt denn das ihre Frau nicht auf die Chemo anspricht?
Von einem teilweisen bis zu einem kompletten Ansprechen auf die Chemo ist alles möglich.
Sicher kann man auch nicht ausschließen das ihre Frau gar nicht auf die Chemo anspricht aber nichts zu tun denke ich ist viel schlimmer.
Was die Hyperthermie betrifft sollten sie mal auf [www.hyperthermie.de] schauen dort stehen einige Informationen die ihnen vielleicht weiterhelfen.
Es muß auf folgendes Missverständnis hingewiesen werden: die Hyperthermie ist ein Zusatztherapie zur Chemotherapie, d.h. sie wird nicht alleine gegeben und kann eine Chemotherapie nicht ersetzen. Sie können auch unter www.hyperthermie.org nachlesen. Dort werden Sie feststellen, dass es sogar Behandlungskonzepte zum Pankreaskarzinom mit Hyperthermie gibt. Aber man muss sehr sorgfältig abwägen, ob man den Aufwand betreibt (es sei denn Sie wohnen zufällig in Berlin, Hamburg, München oder Lübeck, wo es Zentren gibt, die geeignet sind, solche Therapien durchzuführen).
Hallo lieber Prof.Wust.
Gestern hat mein Vater bei einer CT die vorläufige Diagnose Lungenkrebs bekommen.
Nächste Woche muß er zur Bronchialoskopie in das Augusta Krankenhaus in Bochum.
Anhand seiner Anamnese(HUsten, viel Wasser in den Knochen,Gelenkschmerzen,Gewichtsabnahme) meinte unser Hausarzt das es fast ganz sicher sei das er Krebs hat. Es ist ein 5 cm grosser Tumor an der Luftröhre.
Nun meine Fragen:Besteht die Chance das es vielleicht etwas Gutartiges ist?Kann man an dieser Stelle operieren?Und wenn nicht,wie lange kann man mit soetwas leben?Ich weiß das das anhand solcher leienhaften Angaben nicht einfach ist diese Fragen zu beantworten,aber ich bin völlig verzweifelt und habe einfach große Angst meinen Vater zu verlieren.
Ich wäre Ihnen zutiefst für Ihre rasche Antwort dankbar.
Mit freundlichsten Grüßen
Elena Wübker (20)
Hallo lieber Prof.Wust.
Gestern hat mein Vater bei einer CT die vorläufige Diagnose Lungenkrebs bekommen.
Nächste Woche muß er zur Bronchialoskopie in das Augusta Krankenhaus in Bochum.
Anhand seiner Anamnese(HUsten, viel Wasser in den Knochen,Gelenkschmerzen,Gewichtsabnahme) meinte unser Hausarzt das es fast ganz sicher sei das er Krebs hat. Es ist ein 5 cm grosser Tumor an der Luftröhre.
Nun meine Fragen:Besteht die Chance das es vielleicht etwas Gutartiges ist?Kann man an dieser Stelle operieren?Und wenn nicht,wie lange kann man mit soetwas leben?Ich weiß das das anhand solcher leienhaften Angaben nicht einfach ist diese Fragen zu beantworten,aber ich bin völlig verzweifelt und habe einfach große Angst meinen Vater zu verlieren.
Ich wäre Ihnen zutiefst für Ihre rasche Antwort dankbar.
Mit freundlichsten Grüßen
Elena Wübker (20)
Ich brauche dringend Rat von Prof. Wust und allen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Bei meiner Mutter wurde letztes Jahr mit erst 51 Jahren(Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Whilpple-OP wurde gemacht (R1-Resektion, Ausdehnung in peripankreatisches Fettgwebe laut histol. Befund), danach Chemo mit 5 FU und einem weiteren Stoff/Vitamin?, beim dritten Zyklus überlappend mit Bestrahlungen. Jetzt, fast ein Jahr nach Beendigung der Therapie hat sie mittlerweile extrem starke Schmerzen. .Das CT zeigte nur eine kleine Weichteilvermehrung,der Artzt sagte das könne auch Narbengewebe sein.(Das kann man ja dann wohl ausschliessen?) Vor drei Wochen wurde eine Neurolyse gemacht, die aber nichts bewirkt hat. Sie nimmt schon seit längerer Zeit mehrere Schmerzmittel und hoch dosiertes MST. Gestern wurde auf Pflaster umgestellt, und heute hat sie es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten. Der Artzt war mehrmals da, gab mehrere Spritzen und Valium,...
Können diese extremen Schmerzen von der Umstellung auf das Pllaster gekommen sein? Warum hat dann auch das MST nicht mehr gewirkt? Kann es nach der Umstellung in evt. 2-3 Tagen wieder besser werden, dass sie vielleicht noch ein paar Monate zu leben hat? Oder sind es nur noch Tage? Prognose?
Kann man noch etwas tun um den Tod hinauszuzögern? Eine weitere Chemotherapie mit Gemzitabinen z.B. will der Arzt nicht mehr riskieren wegen schlechten Blutwerten (nur noch 2500 Leukozyten). Was ist da die bessere Alternative oder gibt es eine andere? Wäre eine intraarterielle Chemo möglich?
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 17.09.02 09:57 | Ghollin | |
| 17.09.02 21:00 | Prof. Wust | |
| 18.09.02 08:15 | Ghollin | |
| 18.09.02 09:34 | Tiger 2002 | |
| 18.09.02 10:48 | Ghollin | |
| 18.09.02 18:35 | Tiger 2002 | |
| 19.09.02 17:37 | elenawuebker | |
| 19.09.02 17:39 | elenawuebker | |
| 18.09.02 20:51 | Prof. Wust | |
| 08.11.02 23:34 | Sonja Bonifas | |
| 30.11.02 23:51 | angora | |
| 08.11.02 23:38 | Sonja Bonifas |
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