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Sehr geehrter Prof. Wust,
ich hatte bereits wegen dem Hypernephrom meiner Mama geschrieben. Heute hatte sie einen Termin beim Urologen und nun ist es Gewissheit, dass die komplette Niere entfernt werden muss. Ich habe furchtbare Angst um Sie, denn sie hat ja auch noch MS. Als wäre sie damit nicht genug gestraft. Sie muss dann 2 Tage auf ITS. Wie gut überstehen denn Patienten in der Regel solche Operationen? Und wie hoch ist das Krebsrisiko dann bei mir? Wenn in beiden Familien schon verschiedene Krebsarten vorgekommen sind? Ich habe furchtbare Angst, dass sie das nicht überlebt. :(
Vielen Dank im Voraus, Toffi_Fee
Die sog. Tumornephrektomie (bei Hypernephrom) ist eigentlich ein Routineeingriff. Die MS sollte hier keine wesentliche Risikoerhöhung mit sich bringen. Nach solchen Operationen ist immer eine gewisse Zeit auf der Intensivstation zur Beobachtung zu verbringen. Normalerweise erholt man sich von diesem Eingriff relativ schnell. Eine besondere genetische Disposition sehe ich nicht beim Hypernephrom (dazu ist dieser Tumor viel zu selten). Es gibt Familien, in denen Krebserkrankungen generell etwas häufiger auftreten. Dafür sind dann dort andere Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt) wieder seltener. Da gleicht sich aus. Das einzige, was man tun kann, wenn Krebs in der Familie häufiger auftritt: an Vorsorge (Früherkennung) teilnehmen und typische Risiken (z.B. Rauchen oder übermäßigen Alkohol) vermeiden.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 25.08.11 17:50 | Toffi_Fee | |
| 28.08.11 18:50 | Prof. Wust |
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