Startseite > Foren > Forum Krebserkrankungen > Melanom - Cup-Syndrom- Metastasen
Guten Tag Herr Prof. Dr. Wust und andere Forumsteilnehmer
Herr Professor Wust Sie hatten mir schon einmal freundlicherweise eine Antwort gegeben. Aufgrund eines neuen Verlaufs erbitte ich erneut Ihre Stellungnahme.
2002 Lymphknotenmeta malignes Melanom am Hals - kein Primärherd - Neck dissection
2006 Lungenmeta rechter Oberlappen- operativ entfernt
neueser Befund: Meta an 2. Lendenwirbel mit wahrscheinlicher Beteiligung des Wirbelkörpers und der Epidermis. PET / MRT Schädel folgt nächste Woche.
Was können Sie mir an Therapie raten?
Herzlichen Dank
mfG
S. Schaal
Wenn es die einzige Metastase ist (PET abwarten), dann sollte die Knochenmetastase möglichst effektiv lokal behandelt werden. Zunächst sollte der Neurochirurg bzw Traumatologe konsultiert werde. Wenn Op nicht möglich, sollte eine hochpräzise Radiotherapie ins Auge gefasst werden. Für eine dauerhafte lokale Kontrolle sollte die Dosis 50 – 60 Gy betragen. Das geht nur mit einer bildgesteuerten Bestrahlungs-Technik (sog. extrakranielle Radiochirurgie), da sonst die Toleranzdosis des Rückenmarks überschritten wird. Novalis oder Cyber-Knife sind Systeme, mit denen eine solche Bestrahlung durchgeführt werden kann.
Sehr geehrter Herr Prof. Wust
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Was halten Sie von einer Chemotherapie im Anschluss an eine evtl. OP / Bestrahlung? Auch wenn es nur eine Meta ist. Interferon kommt auf gar keinen Fall infrage.
Herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Sybille Schaal
Eine Chemotherapie beugt vor, dass nicht an anderen Orten wieder neue Metastasen auftreten. Sie könnte als „adjuvante“ Chemotherapie sehr sinnvoll sein (wenn nur diese eine Metastase vorliegt). Wenn weiter Metastasen vorliegen, ist es ohnehin die einzige Option.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 24.07.07 19:55 | schaalsy | |
| 26.07.07 20:56 | Prof. Wust | |
| 28.07.07 13:59 | schaalsy | |
| 30.07.07 21:55 | Prof. Wust |
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