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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Datum
susanne.heiden
(641 mal gelesen)
Status:

Sehr geehrte Doktoren!
Bei meiner Mutter, 68 J. hat man bei der Entfernung einer Krebsgeschwulst im Darm am 16.09.2002, die man erst vor 10 Tagen aufgrund von Darmblutungen feststellte, Lebermetastasen festgestellt. Wie man uns sagte, inoperabel, keinerlei Chance auf besserung. Keine Überlebenschance. Obwohl meine Mutter regelmäßig zur Krebsvorsorge ging und auch erst vor wenigen Wochen Stuhlproben genommen wurden, Ultraschall und Röntgen gemacht wurde, ist der Krebs jetzt so fortgeschritten, dass meine Mutter in kurzer Zeit sterben wird. Selbst mit Chemotherapie würde sie nur wenige Wochen bis Monate zu leben haben. Wir können das überhaupt nicht verstehen und sind völlig verzweifelt. Die vor ca. 3 Wochen gemachten Blutuntersuchungen zeigten völlig normale Leberwerte an. Die og. Untersuchungen waren ohne Befund. Meine Mutter weis davon noch nichts. Wie können wir ihr helfen??

Antworten zu diesem Thema:

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Datum
Prof. Wust
(369 mal gelesen)
Status: Experte

Leider kann auch trotz regelmäßiger Untersuchungen so etwas auftreten. Es gibt keine 100% sichere Früherkennung. Hinsichtlich der Lebermetastasen (offenbar bei kolorektalem Karzinom) trifft zwar zu, dass eine Heilung nicht möglich ist. Dennoch gibt es unter Chemotherapie gerade mit neuen Substanzen (Irinothecan, Oxaliplatin u.a.) recht lange Phasen bei guter Lebensqualität. Schon die mittlere Überlebenszeit beträgt inzwischen über 12 Monate. In einzelnen Fällen können das auch mehrere Jahre sein. Man sollte also nicht zu verzweifelt und pessimistisch sein, sondern lieber anständige onkologische Beratung in Anspruch nehmen – und eine Chemotherapie beginnen. Über kurz oder lang sollte man dem Patienten schon die Wahrheit sagen, man kann Sie ja etwas verpacken (also nicht gnadenlos aufklären, sondern langsam hinführen und immer etwas Hoffnung lassen). Man merkt schon an der Reaktion, wie weit man gehen kann.

Datum/Zeit von Autor Thema
17.09.02 21:13 susanne.heiden Lebermetastasen
18.09.02 20:41 Prof. Wust RE: Lebermetastasen
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