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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Zorbas
  • (755 mal gelesen)
  • Status:


Meine Mutter wurde heute per Koloskopie auf Darmkrebs diagnostiziert.
Vorausgegangen waren eigendlich Schmerzen im Bauch: Dann Sonographie, dann CT: Diagnose Lebermetastasen.
Dann das volle Programm, wo der Krebs sitzt. Röntgen, Endoskopie, Koloskopie, das Programm für Frauen ...


Meine Mutter sagt, dass sie immer beim Frauenarzt war und dort auf Krebs vorsogeuntersucht wurde. Ebenso hat sie immer diese Briefchen ausfüllt und die wurden auch untersucht.
Dennoch Diagnose Darmkrebs.


Nun meine Fragen:


1. Kann das sein, dass Metastasen eher Schmerzen verursachen als der Krebs selbst?
(Ich habe immer noch die (warscheinlich irrsinnige) Hoffnung, dass das alles eine Fehldiagnose ist ).


2. Was ist der Wert dieser Stuhl- Vorsorgeuntersuchungen, wenn dennoch unbemerkt ein Krebs ensteht?


3. Gibt es überhaupt eine vollständige Vorsorge? Fast jedes Organ kann doch einen Krebs entwickeln und man kann doch nicht ständig alle Organe untersuchen.


4. Ich bin etwas irritiert über die Prognose. Ich habe heute im Internet recherchiert, dort stand so ziemlich alles, was man (nicht) hören will. Von "hoffnungslos" bis (steht hier auf der Seite) "dann besteht auch in diesen Fällen eine Aussicht auf eine endgültige Heilung".


Ich würde gern meiner Mutter etwas Hoffnung machen, wenn das reell ist.



Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich etwas wirres Zeug schreibe. Aber ich bin sehr bedrückt.




Danke fürs Zuhören.
Zorb

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Hans-Jürgen
  • (297 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Zorbas!
Deine Frustration ist verständlich, aber es bringt in der Situation Deiner Mutter jetzt wenig, über die Sinnhaftigkeit und Effizienz von Vorsorgeuntersuchungen zu spekulieren. Man sollte vorerst kühlen Kopf bewahren und sich die Diagnose genau ansehen. Wenn die behandelnden Ärzte das Behandlungsprozedere festgelegt haben, dann hol Dir noch einige weitere ärztliche Meinungen ein. Es gibt beim metastasierenden Darmkarzinom mehrere und zum Teil effiziente Behandlungsmöglichkeiten. Man sollte also nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen, sondern sich mal mit der Situation vertraut machen und dann Schritt für Schritt die wirksamste Behandlung (OP? Chemo?) festlegen. Vielleicht kannst Du nochmals kurz schildern, was die Ärzte sagen und vorhaben, vielleicht sogar den genauen Befund bekanntgeben. Dann könnte man sich ein etwas besseres Bild machen.
Ich war übrigens vor ein paar Jahren in der selben Situation. Meine Mutter lebt dank moderner Medizin immer noch mit hoher Lebensqualität.
Hans-Jürgen


urmel2
  • (214 mal gelesen)
  • Status:

"Gibt es überhaupt eine vollständige Vorsorge? Fast jedes Organ kann doch einen Krebs entwickeln, und man kann doch nicht ständig alle Organe untersuchen."


Hallo Zorb,


völlig richtig. Der oft gebrauchte Begriff "Vorsorge" ist für diese Untersuchungen nicht so sehr treffend, man sollte korrekter von "Früherkennungs-Untersuchungen" sprechen. Diese gibt es nun aber auch nicht für alle Arten von Krebs, und ihr Nutzen ist z.T. umstritten.


Natürlich ist man von so einer Diagnose erst mal schockiert. Aber denke auch daran - es hätte auch noch schlimmer kommen können (z.B. plötzlicher Tod durch einen Verkehrsunfall, oder ähnliches)...


Eine genaue Prognose ist eigentlich nicht möglich - das würde ja bedeuten, die Zukunft vorhersehen zu können, und dies ist uns Menschen nicht gegeben.


Im übrigen schließe ich mich Hans-Jürgen an.


Alles Gute
U.

  • (472 mal gelesen)
  • Status: Experte

Leider gibt es bei Lebermetastasen (Sonographie) wenig Zweifel. Offenbar hat man ja einen Primärtumor im Darm gefunden. Eine Heilung ist da sehr unwahrscheinlich, aber langfristige Verläufe von mehreren Jahren sind durchaus denkbar.
Sie haben Recht, dass für jede Tumorart risikoadaptiert spezielle Untersuchungen sinnvoll sind. Da kann man keine generellen Angaben machen. Diese Hämoccult-Tests sind für Darmkrebs nicht besonders geeignet – eigentlich ist hier die Darmspiegelung zu bestimmten Zeiten (z.B. mit 55 J) das beste, was man tun kann.

Zorbas
  • (228 mal gelesen)
  • Status:

Danke für alle, die geantwortet haben.


Die genaue Diagnose ist noch nicht bekannt. Ich erfahre das Neueste auch nur übers Telefon. Ich bin zur Zeit weit weg im Ausland. Das ich komme, wollte sie nicht, Aber der Vater und die Geschwister sind ja da und kümmern sich.
Wie ich heute hörte, ist für kommenden Montag eine OP geplant. Die Lage des Tumors ist wohl derart, dass kein künstlicher DA gelegt werden muss.
Die Metastase in der Leber wird wohl nur mittels Chemo behandelt. Am Do. ist wohl ein umfassendes Gespräch geplant.
Wenn ich genaueres weiss, melde ich mich nochmal.


Z

Roger
  • (200 mal gelesen)
  • Status:

Lieber Zorb,


die Hoffnung aufzugeben, wäre jetzt das Letzte.
Bei meiner Mutter wurde vor einem Jahr die ähnliche Diagnose gestellt. Darmtumor, nicht operabel, Lebermetastatsen. Wir waren alle geschockt.
Meine Mutter blieb stark. Sie sagte, ich werde den Krebs besiegen. Hat von Beginn an auch mit dem Kopf gekämpft.
Sie bekommt seit 10 Monaten Chemo und verträgt es recht gut. Derzeitiger Stand. Der Tumor ist verschwunden. Die Metstasen haben sich deutlich zurückgebildet. Sie mäht inzwischen sogar mit dem Traktor den Rasen.
Also bloß nicht Verzweifeln.
Alles Gute und stark bleiben.


Gruß, Roger

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