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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Ulrike Klein
  • (1127 mal gelesen)
  • Status:

Ich hätte gerne eine Behandlingsmöglichkeit gewusst:
Diagnose:
Bronchialkarzinom mit ausgedehnter Lymphknotenmetastasierung im Stadium limited disease, ED 7/01
Kontrollbedürftiger 1 cm großer Lymphknoten rechts supraclaviculät
(ausgedehnter mediastiertes kleinzelliges Bronchialkarzinom)



sonst unauffälliger Untersuchungsbefund




Bei der körperlichen Untersuchung befand sich die 64jäbrige Patientin in einem guten Allgenieinzu­stand. Rechts supraclavicu1ulär war ein 1 cm großer derber Lymphknöten tastbar, sonst unauffälliger Untersuchungsbefuhd.


Laborparameter:
BSG: 55 mmn.W, Hb: 12,7 g/dl (12-16 g/dl), Hkt: 36,8 % (36 - 46 %)‚ Leukozyten: 7600/mm3 (4 -10.000 mm3), Tbrombozyten: 506000/mm3 (150000 - 350000 mm3), GPT: 8 lili (bis 22 U/1),, Garn­ma-GT: 14 U/l (bis 28U/l), LDH: 239 U/l (100 - 240 U/l)‘ Kreatinin (Jaffe): 0,61 mg/dl (0,50 - 1,10 mg/dl), Gesamteiweiß: 6,9 g/dl (6,50 - 8,00 g/dl)‘ Tumormarker: CEA: 11,8 ng/mI (bis 3 ng/ml), NSIE: 18,7 ng/ml (bis 12,5 ng/ml).


Ganzkörperknochenszintigramm 03.08.2001 (Rad. Gem.-Praxis Rechener Straße):
Der Befund spricht in erster Linie für degenerative Veränderungen im Bereich der BWS und LWS.
Ansonsten altersentsprechend unauffälliges Ganzkörperknochenszintigramm ohne Anhalt für ossäre
Beckenmetastasen bei bekanntem kleinzelligen BC.


CI Schädel 03.08.2001:
Altersentsprechend unauffälliges cranielles Computertomogratnm. Insbesondere kein Anhalt für eine intracranielle Raumforderung, kein Infarkt, kein anderweitiger Hirnsubstanzdefekt. Kein Anhalt für zerebrale Metastasen bei neu diagnostiziertem kleinzelligen Bronchialkarzinom.


Sonographie Abdomen 26.07.2001
Nach sonographischen Kriterien an den Bauchorganen kein krankhafter Befund. Bei ausgedehnter mediastinaler Rauniforderung (CI vom 18.07.2001) kein Anhalt für inrtraabdominelle Tuniormanife­stationen.


CT Abdomen 26.07.2001:
Unauffälliges abdominelles. und pelvines Computertornogramm. Bei ausgedehnter mediastinaler Raumforderung (CT vorn 18.07.2001) kein Anhalt für intraabdornirielle/-pelvine Tumormanifestatio­nen. Bei den basalen Schnitten der thorakalen CT am Übergang vom rechten zum linken Leberlappen gelegenen hypodensen Struktur handelte es sich um die partiell angeschnittene Gallenblase.


CI Thorax 18.07.2001:
Ausgedehnte Raumforderung im gesamten Mediastinum, dd kann es sich durchaus z. B. um ein Non­1{odgkin-Lymphom oder ähnliches handeln. In Betracht kommt naturgemäß auch eine ausgedehnte
Metastasierung eines Tumors. Dystelektase der paramediastinal gelegenen Lungenabschnitte der
rechten Lunge. Keine sonstigen fokalen Lungenveränderungen.



Beurteilung und Therapie:


Bei Frau Klein besteht ein ausgedehnter mediastinal metastasiertes kleinzelliges Bronchialkarzinom. in einem ausführlichen Gespräch habe ich der Patientin und den Kindern die Notwendigkeit der intensi­ven Polychemotherapie erklärt und sie auch über die Nebenwirkungen (Alopezie, Hämatotoxizität, Neurotoxizität, Paravasat) aufgeklärt. In der Regel wird die Therapie jedoch unter einer entsprechen­den Begleitmedikation recht gut vertragen.


Nach 2 Therapiezyklen ist zur Überprüfung des Therapieansprechens däs erste Kontroll-CT geplant.
Nach Erreichen einer weitgehenden Remission schließt sich nach dem 4. Therapiezyklus die lokale
Strahlentherapie an.


Nach der Strahlentherapie sind 2 weitere Chemotherapiezyklen vorgesehen.


Nach Erreichen einer komplettten Remission würde sich dann noch die prophylaktische Bestrahlung des Hirnschädels anschließen.


Über den weitern Verlauf werde ich erneut berichten und verbleibe ......


Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung zu der oben aufgeführten Behandlung mitteilen würden.


Außerdem habe ich noch eine weitere Frage: Die Ärztin, bei der meine Mutter in Behandlung ist, hält "ganzheitliche Behandlung = Körper und Seele" für neumodischen Kram. "Bei Ihrer Mutter hilft nur Chemotherapie"
Ich frage mich, ob es nicht doch auch Möglichkeiten gibt, auch den Gesit zu stärken. Die Depressionen zu bekämpfen, die immer wieder auftreten.


Außerem Frage ich mich, ob es nicht gut wäre, das Immunsstem zu stärken und wenn ja, wie?



Vielen Dank im voraus


Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (304 mal gelesen)
  • Status: Experte

Bei Ihrer Mutter wird die Standardtherapie durchgeführt. Das ist das einzig sinnvolle und auch die einzige Chance auf eine langfristige Remission oder Heilung. Alles andere können Sie ja auch machen - aber lassen Sie auf jeden Fall die genannte Therapie durchführen. Bezüglich der psychischen Begleitung können Sie z.B. nachlesen unter
[www.krebsinformation.de]. Oder kaufen Sie sich das Heft "Der Onkologe", Februar 2001 (Band 7, Heft 2) über Psychoonkologie.

Alois
  • (232 mal gelesen)
  • Status:

Bronchialkarzinom


Bei meiner Mutter (57 Jahre) wurde im April 2001 ein Brocnchialkarzinom ohne Metastasen diagnostiziert.
Der Tumor wurde mit Chemo (6 Zyklen) behandelt.
Nach neúesten Untersuchungen (Sept.) wurden keine Metastasen gefunden, der Tumor ist weitgehend zurückgegangen.
Welche alternative Therapiemethoden wären sinnvoll?
Meine Mutter leidet derzeit unter extremer Gewichtszunahme. Ist das normal?

Datum/Zeit von Autor Thema
02.09.01 17:37 Ulrike Kleinkleinzelliges Bronchialkarzinom
02.09.01 19:35 Prof. WustRE: kleinzelliges Bronchialkarzinom
06.10.01 11:29 AloisRE: kleinzelliges Bronchialkarzinom
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