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Sehr geehrter Herr Prof Wust,
Vielen Dank für ihre Antwort auf meine letzte Nachricht zum Thema Glioblastom.
Ich habe mitlerweile sehr viel über diese Erkrankung gelernt jedoch verstehe ich etwas nicht ganz.
Es ist ab und zu von Patienten die Rede die mit diesem Tumor mehr als 2 Jahre leben!
Bitte korrigieren sie mich aber so weit ich weis sind 12 Monate Lebenserwartung nach der Diagnose schon das absolute Maximum was einem die Ärzte geben.
Wie kann es sein wenn bei jedem Patienten der Tumor
schon nach wenigen Monaten nach der Operation nachwächst das ein paar wenige Betroffene über 2 Jahre und sogar noch mehr! überleben und das meist mit ziemlich guter Lebensqualität?
Warum wächst bei diesen Patienten der Tumor langsamer als bei anderen?
Wodurch unterscheiden sich diese Patienten von den anderen?
Mir ist klar das sie darauf auch keine 100% antwort wissen aber was vermuten sie?
Es sind Fälle dokumentiert bei denen sich die Größe des Tumors über Monate bis zu 1 Jahr! hinweg nicht verändert hat.Diese Patienten haben keine andere Behandlung genossen als andere auch.
Und es handelte sich dabei sehr wohl um ein Glioblastom 4!
Wäre das nicht vielleicht der Punkt wo man ansetzen müßte?
Nemlich zu erforschen warum einige wenige Patienten so gut mit dem Tumor klarkommen.während andere schon nach wenigen monaten daran sterben?
In diesem Zusammenhang hätte ich noch zwie Fragen.
Im Klinikum Groshadern (München) versucht man den Tumor besser sichtbar zu machen und zwar mit Hilfe von Kontrastmitteln.
Man erkennt bei der operation damit genau was gut und was bösartig ist.
Frage 1:
Ist diese Art der Operation wesentlich teurer als die herkömmliche (was kostet sie ungefähr?)und kann jeder Glioblastom Patient so behandelt werden?
Und Frage 2:
Kann man damit wirklich alles entfernen ohne lebenswichtige Bereiche zu zerstören?
Und wie groß ist die Warscheinlichkeit das bei dieser Operationsmethode nichts mehr nachwächst?
Ich gehe dabei jetzt von einem Tumor aus der gut zugänglich ist.
Ich wäre ihnen für eine Antwort sehr dankbar da dies die letzten zwei Fragen sind die mir noch niemand beantowrten konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Braunbär2002.
Die Verfahren der Darstellung von Tumorzellen (mit einem fluoreszierenden Verfahren) ist auch nicht vollkommen neu. Es ändert nichts daran, daß der Tumor in der Nähe von kritischen Strukturen wächst und der Neurochirurg irgendwann mit der Abtragung aufhören muß. Selbst wenn er sich sehr weit vorwagt (und damit natürlich Risiken eingeht), bleiben Tumorzellen übrig. Man kann eben am Hirn nicht so radikal operieren wie z.B. im Bauchraum (sonst müßte man das halbe Hirn entfernen, und das geht eben nicht). Man müßte also ein Verfahren haben, was die verbliebenen Zellen aufspürt und vernichtet (ohne die gesunden Zellen zu sehr zu schädigen). Ein solches Verfahren wurde bisher für das Glioblastom leider nicht gefunden. Ihre Einzelfälle entsprechen der Bandbreite, die man immer in der Medizin hat. Es gibt eben auch Ausreißer im positiven Sinne (also weniger bösartige Tumoren). Das sind oft die sog. anaplastischen Astrozytome, die von den Glioblastomen mitunter nicht so sauber getrennt werden, aber eine bedeutend bessere Prognose haben.
Lebeserwartung:
Ferbuar 93 Diagone Brustkrebs mit Chemo 6 Monate
2 Tumore, Amputation 10 Lümphknoten befallen
Frage wie lange noch ????
evtl Weinachten 93
heute 2002 bin ich immer noch da
es geht mir gut.
näheres E-Mial
also es ist zu schaffen
Hanni
Braunbär2002 schrieb:
Sehr geehrter Herr Prof Wust,
Vielen Dank für ihre Antwort auf meine letzte Nachricht zum Thema Glioblastom.
Ich habe mitlerweile sehr viel über diese Erkrankung gelernt jedoch verstehe ich etwas nicht ganz.
Es ist ab und zu von Patienten die Rede die mit diesem Tumor mehr als 2 Jahre leben!
Bitte korrigieren sie mich aber so weit ich weis sind 12 Monate Lebenserwartung nach der Diagnose schon das absolute Maximum was einem die Ärzte geben.
Wie kann es sein wenn bei jedem Patienten der Tumor
schon nach wenigen Monaten nach der Operation nachwächst das ein paar wenige Betroffene über 2 Jahre und sogar noch mehr! überleben und das meist mit ziemlich guter Lebensqualität?
Warum wächst bei diesen Patienten der Tumor langsamer als bei anderen?
Wodurch unterscheiden sich diese Patienten von den anderen?
Mir ist klar das sie darauf auch keine 100% antwort wissen aber was vermuten sie?
Es sind Fälle dokumentiert bei denen sich die Größe des Tumors über Monate bis zu 1 Jahr!....
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 05.06.02 00:00 | Braunbär2002 | |
| 05.06.02 21:57 | Prof. Wust | |
| 05.06.02 22:56 | hanni |
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