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Forum: Krebserkrankungen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Claudia61
(562 mal gelesen)
Status:

Hallo, seit Januar wissen wir, dass mein 73-jähriger Vater Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lungen- und Lebermetastasen hat. Bisher ging es ihm relativ gut, jedoch seit 2 Wochen geht es rapide bergab. Er isst fast nichts mehr, schläft über 23 Stunden täglich und wird schwächer und schwächer. Wie lange kann man mit so wenig Nahrung überleben? Müßte er nicht künstlich ernährt werden oder macht man das bei totkranken Menschen nicht mehr? Der Hausarzt meint, wir sollen ihn lassen, wenn er nicht essen kann. Was wird passieren, wenn er weiterhin so wenig isst (z. B. 3 Löffel Suppe, halbe Scheibe Brot). Bin für jede Antwort dankbar.
Viele Grüße
Claudia

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
romafl
(310 mal gelesen)
Status:

Hallo Claudia
Meine Mama ist vor ziemlich genau einem Jahr an eben diesem Karzinom verstorben. Ich rate dir sehr, deinen Vater in Ruhe zu lassen und nicht zum Essen usw. zu zwingen. Ich denke, er merkt genau, was er noch erträgt. Das -Wichtigste scheint mir, dass die Lebensqualität so gut wie halt möglich erhalten bleiben kann.


Meine Mama konnte zum Schluss gar keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Sie wusste genau, dass sie sterben wird und hat sich in vollem Bewusstsein gegen eine künstliche Ernährung und somit gegen ein paar Tage mehr Leiden entschieden. Sie war sehr froh, dass wir (die ganze Familie und auch die Aerzte) diesen Entscheid akzeptieren konnten.


Es war sehr schwer, ihr Leiden mitanzusehen, doch durfte sie ruhig und würdevoll sterben und das tröstet uns heute noch.


Ich wünsche dir viel Kraft.

Prof. Wust
(344 mal gelesen)
Status: Experte

Beim Pankreaskarzinom endet das oft so. Wenn ein Mensch nicht mehr von selbst genug ißt bei einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung, dann stirbt er relativ bald. Obwohl man das durch künstliche Ernährung (parenteral) aufhalten kann, würde man dadurch hauptsächlich den Leidensprozeß verlängern. Daher sollte man das lassen. Nur genügend Flüssigkeit sollte man anbieten und auch dafür sorgen, dass Ihr Vater genug trinkt (1,5 l pro Tag). Wenn das auch nicht mehr geht, muß man überlegen, ob man Flüssigkeit über die Vene gibt. Dafür müßte Ihr Vater ins Krankenhaus (aber auch das verlängert letztlich nur den Leidensprozeß). Man kann aber Patienten mit einem solchen Tumorleiden ohne weiteres zu Hause sterben lassen. Es gibt Pflegedienste, die die Kasse bezahlt, die die notwendige Versorgung zu Hause vornehmen, inkl. Schmerzmittelgabe.

musehold
(234 mal gelesen)
Status:

Bei meiner mutter hat man im april diese schwere krankheit festgestellt. eine operation hat sie abgelehnt und bekommt seitdem die chemotherapie.
( mittlerweile die8.) Haufig klagt sie nach der chemo über rückenschmerzen und extreme bauchschmerzen. hängen diese schmerzen mit der chemo zusammen oder ist das schon der krebs bzw. wann kann man sagen ob der krebs zurückgegangen ist oder nicht und wie verläuft die krankheit bei meiner mutter weiter damit man sich darauf einstellen kann?

musehold
(193 mal gelesen)
Status:



musehold schrieb:



Bei meiner mutter hat man im april diese schwere krankheit festgestellt. eine operation hat sie abgelehnt und bekommt seitdem die chemotherapie.
( mittlerweile die8.) Haufig klagt sie nach der chemo über rückenschmerzen und extreme bauchschmerzen. hängen diese schmerzen mit der chemo zusammen oder ist das schon der krebs bzw. wann kann man sagen ob der krebs zurückgegangen ist oder nicht und wie verläuft die krankheit bei meiner mutter weiter damit man sich darauf einstellen kann?

Datum/Zeit von Autor Thema
07.09.02 15:06 Claudia61 Bauchspeicheldrüsenkrebs
07.09.02 17:16 romafl RE: Bauchspeicheldrüsenkrebs
09.09.02 20:54 Prof. Wust RE: Bauchspeicheldrüsenkrebs
10.09.02 19:09 musehold RE: Bauchspeicheldrüsenkrebs
19.09.02 17:50 musehold RE: Bauchspeicheldrüsenkrebs
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