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Bei meinem Vater (75) ist vor knapp 6 Monaten ein Pankreaskarzinom diagnostiziert worden (inoperabel; Infiltration des Zwölffingerdarms, Lebermetastasen). Er hat sich ca. 5x einer Chemotherapie unterzogen (leider weiß ich das Mittel nicht) und sich aufgrund des nachfolgenden Fiebers (ca. 2-4 Tage) dagegen entschieden. Bis jetzt lebt er diesbezüglich schmerzfrei.
Frage: Wäre es sinnvoll, eine Chemotherapie mit einem anderen Wirkstoff zu probieren?
Kürzlich hat er schwere Ischiasschmerzen bekommen (hatte er früher auch schon öfter) und ist dementsprechen medikamentiert worden, was zu einer Vergiftung geführt hat.
Frage: Ist es abwegig, an dieser Stelle abzuklären, ob es sich tatsächlich um Ischias und nicht um Metastasen handelt? Wenn Ischias, wäre bei so einem Krankheitsbild an dieser Stelle nicht eine alternative Heilmethode (Akupunktur o.ä.) anzuraten um den Körper nicht weiter mit Medikamente zu belasten.
Vielen Dank im voraus für Ihre Beiträge und Antworten.
Vermutlich wurde Gemcitabine eingesetzt. Es gibt andere Medikamente (z.B. 5-FU oder Xeloda), die als Zweitlinientherapie eingesetzt werden können. Sie sind nicht unbedingt besser wirksam und verträglicher. Daher ist Abwarten auch möglich. Was besser ist, kann man aus der Ferne kaum eindeutig sagen.
Natürlich muss man bei LWS-Beschwerden auch an eine Ursache vom Tumor denken (z.B. Knochenmetastasen oder Lymphknotenmetastasen). Das kann man am besten mit einer MRT oder CT prüfen (ev. in Verbindung mit einer Knochenszintigraphie). Die Ursache für diese Beschwerden sollte zunächst abgeklärt werden.
Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Prof. Wust.
Hier eine nächste Frage:
Zwischenzeitlich ist es so, daß es mein Vater zwar Nahrung (aber ohne Appetit und Geschmack) zu sich nahm, diese jedoch jedesmal erbrechen mußte und von einem Verschluß bzw. Verengung zum Dickdarm ausgegangen wird (Untersuchungen stehen noch an).
Welche Maßnahmen können in dem Fall ergriffen werden, um die Passage der Nahrung möglich zu machen?
Muß bereits an Ernährung über Infusion, Sonde o.ä. gedacht werden und sollten diesbezüglich jetzt schon Vorkehrungen getroffen werden?
Vielen Dank für die Rückmeldungen.
Bei einem Ileus (Darmverschluss) ist in der Regel eine operative Intervention erforderlich. Wenn der Tumor zu einer Stenose (Verengung) geführt hat, muss eine eine (palliative) Umgehungsoperation durchgeführt werden. Eine konservative Behandlung (parenterale Ernährung) ist eine Weile möglich. Wenn es aber wirklich zu einem Verschluss gekommen ist (muss geprüft werden), wird man an einer Operation nicht vorbei kommen.
Inzwischen ist die Verengung durch einen Stent behoben worden und der Patient wird nachts über einen Port künstlich ernährt und ansonsten kann er weiche und pürierte Nahrung zu sich nehmen. Das Problem liegt weiterhin bei massiven Rückenschmerzen durch verschieden Verschleiß- und Wirbelprobleme. Welchen Einfluß der Tumor dabei hat, konnte bisher nicht mit Sicherheit gesagt werden. Dazu meine Frage: Er ist zunächst schmerzfrei aus dem Krankenhaus entlassen worden. Verordnet wurde neben den herkömmlichen Schmerzmitteln Palladon 4mg (2x täglich), was aber überhaupt nicht gewirkt hat bzw. erst nachmittags. Dann wurde auf 4x 8mg gegangen, was nach 2 Tagen ebenfalls nicht mehr die erwünschte Wirkung hatte (morgens so starke Schmerzen, daß keine Bewegung möglich ist).Die Einstellung soll jetzt im Krankenhaus erfolgen. Ist eine richtige Einstellung auf Morphine wirklich so schwierig? Bedeutet eine Höherdosierung zwangsläufig, daß die Müdigkeit zunimmt? Wären Pflaster hier besser???
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 14.01.10 10:55 | 6425butterfly | |
| 17.01.10 22:59 | Prof. Wust | |
| 28.01.10 09:03 | 6425butterfly | |
| 03.02.10 20:54 | Prof. Wust | |
| 19.02.10 10:17 | 6425butterfly |
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