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meine frau 32 j hatte am 31.12.01 kontakt mit einem erkrankten kind. da sie ihres wissens noch keine windpocken hatte, und bei erwachsenen der krankheitsverlauf sehr schlimm verlaufen kann würde mich interessieren ob es bereits vor ausbruch der krankheit möglichkeiten der behandlung gibt bzw. eine früherkennung ob eine infizierung vorliegt möglich ist. vielen dank schon mal für infos. stefan
Lieber Stefan,
in der Tat verlaufen Windpocken bei Erwachsenen oft schwerer als bei Kindern, deshalb ist Ihre Frage durchaus berechtigt. Allerdings können Windpocken durchaus auch mal sehr mild/untypisch verlaufen und Ihre Frau kann deshalb durchaus immun sein, ohne es zu wissen. Unabhängig von dieser Frage gibt es prinzipiell gibt es zwei Formen des Vorgehens bei Windpockenexposition bei "gefährdeten Personen".
1. die passive Gabe von Windpocken-Antikörpern in den ersten 4 Tagen nach Windpocken-Kontakt (für diese Therapie ist es erstens zu spät und zweitens zählt Ihre Frau für diese Therapie nicht zu den gefährdeten Personen. (Es sei denn, sie ist schwanger, dann sieht die ganze Frage anders aus; also aufpassen in den nächsten Wochen !)
2. die Gabe von Anti-Virenmitteln bei Auftritt der ersten Symptome (Beginn binnen der ersten 48-72h). Für diese Therapie kommen aufgrund des oft schwereren Verlaufes prinzipiell alle sonst gesunden Erwachsenen (ab 16 Jahren) in Frage, es ist aber von vornherein keine absolute Notwendigkeit zur Behandlung gegeben.
Zsammenfassend empfehlen wir Ihner Frau also, zunächst abzuwarten und bei Auftreten von Hautveränderungen sich unverzüglich Ihrem Hausarzt vorzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kötz / Prof. Wahn
ich bin 27 und seit drei tagen von den windpocken heimgesucht. wie hoch ist das risiko, daß es komplikationen gibt, stichwort hirnhautentzündung?
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 05.01.02 16:40 | stefan | |
| 08.01.02 11:00 | Kötz / Wahn | |
| 08.01.02 22:23 | ConnyS |
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