daß Finn unter Neurodermitis leidet, wissen wir nun schon gute 3 Wochen. Bestätigt wurde die Diagnose durch eine Oberärztin in einem Hautklinikum bei uns in der Nähe.
Vor 3 Wochen war die Neurodermitis noch recht "harmlos"! Mittlerweile hat sich das Hautbild leider verschlechtert und mir wieder Grund zur Sorge gegeben .
Heute wurde ich von einer Bekannten darauf angesprochen ob ich denn schonmal überlegt habe eine Ernähungsberaterin hinzu zuziehen. Mein Mann sagt, wir sollten vielleicht auch mal einen Heilpraktiker zu Rate ziehen.
Was sind Eure Erfahrungen? Was habt ihr schon alles unternommen? Wie schlimm ist die Neurodermitis bei Euren Kindern und wie geht Ihr im Alltag damit um (Ernähung, Kleidung etc.)?
Gut ein Drittel der Säuglinge mit atopischem Ekzem leiden unter einer Nahrungsmittelallergie – i.d.R. gegen eine, seltener gegen 2 oder mehrere. In den meisten Fällen sind das Hühnerei, Kuhmilch und Weizenprodukte, aber auch (Erd)-Nüsse, Fisch oder die Sojabohne sind als Allergene bekannt. Durch eine Eliminierung einzelner Lebensmittel, die man für 1-2 Wochen weglässt (in Absprache mit dem Arzt!), kann man evt. eine Unverträglichkeit entdecken.
Man spricht von einer gewissen Toleranzentwicklung innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Das gilt auch, wenn keine Nahrungsmittelallergie nachgewiesen kann: In vielen Fällen bildet sich die atopische Dermatitis zurück. Wenn ich richtig gerechnet habe, ist Dein Baby ca. 5 Monate alt. Da würde ich persönlich noch nicht „Himmel und Hölle“ in Bewegung setzen und sämtliche „Tests“ durchführen lassen, sondern erst noch ein wenig abwarten.
Dass die Kleidung „stimmen“ (aufgearbeitete Baumwolle, Naturfasern, nicht schwitzen, Waschmittel, (kein) Weichspüler, Pampers etc.), die Raumluft nicht zu trocken oder gar verraucht, häufiges Baden (vor allem mit Seife) und auch parfümierte oder Konservierungsstoffe enthaltende Pflegeprodukte vermieden werden sollten, ist ja klar.
Als fettende Pflege dient, wenn überhaupt, Linola Fett o.ä. recht gute Dienste. Als ergänzende Maßnahmen haben auch das Abtupfen mit Stiefmütterchentee oder Schachtelhalm (2 TL Kraut/1 l Wasser), Salzwasser (3 TL/1l Wasser) oder einfacher Haushaltsessig gegen Juckreiz (1-2 TL/ ¼ l abgek. Wasser) schon manche Wunder bewirkt.
Eine 2. Meinung aufzusuchen bzw. auch eine(n) erfahrenen Heilpraktiker halte ich ebenfalls für eine gute Alternative.
Viele Grüße Pépé!
Mein Sohn bekam nach der HepatitisB - Impfung auch eine ganz schlimme Haut, Neurodermitis... Ausgelöst durch die Impfung, sprich: das Hühnereiweiß in dem Impfstoff.
Homöopathie hat uns in diesem Fall sehr gut weitergeholfen. Es nutzt ja nichts, wenn man durch cremen usw. die Symptome nur unterdrückt. Das, was im Körper ist, muß ja irgendwo raus, und das geht eben nur über die Haut. Homöopathie fördert die Ausleitung und nach einiger Zeit müsste die Haut wieder heilen.
Alles Gute.
Impfungen machen keine Neurodermitis und wenn ein Kind eine Neurodermitis hat, dann ist es wichtig, die Haut gut zu behandeln und dazu gehoert eine gescheite Basispflege und im Falle eines Schubes auch ein Medikament (in der Regel niedrig dosierte Kortison), ansonsten laesst man das Kind fuer seine verquaste Weltanschauung unnoetig leiden.
Bei 50% aller Babies waechst sich die Neurodermitis VON ALLEINE bis zum Ende des zweiten Lebensjahres aus, ich habe das bei dem Sohn einer Freundin miterlebt (von blutigen Stellen zu zartester Babyhaut in einem halben Jahr und zwar waehrend er noch in der Grundimmunisierung steckte, ohne Kuegelchen oder Ausleitungen oder so was). Bei weiteren 30% gibt sich die Neurodermitis bis zur Pubertaet.
Es ist also vor allem keine Panik angesagt und eben, eine gescheite Basispflege fuer das Kind zu finden. Andere Regeln (kein Weichspueler, auf die Materialien der Babyklamotten achten und so) kennt die Mama noch aus eigener Erfahrung.
Sorry, ich spreche nur aus meiner eigenen Erfahrung.
Und jeder sollte seine Meinung äussern dürfen, oder?
Neurodermitis - so wurde mir gesagt - ist eine Stoffwechselstörung. Und die lässt sich mit Homöopathie behandeln.
Wenn man den Ärzten nicht glauben darf, wem dann?
Mein Sohn bekam nach der HepatitisB - Impfung auch eine ganz schlimme Haut, Neurodermitis... Ausgelöst durch die Impfung, sprich: das Hühnereiweiß in dem Impfstoff.
Homöopathie hat uns in diesem Fall sehr gut weitergeholfen. Es nutzt ja nichts, wenn man durch cremen usw. die Symptome nur unterdrückt. Das, was im Körper ist, muß ja irgendwo raus, und das geht eben nur über die Haut. Homöopathie fördert die Ausleitung und nach einiger Zeit müsste die Haut wieder heilen.
Alles Gute.
neurodermitis - so es eine ist!!!! und bspw. keine allergie - hat seine ursache oft bei in die haut eingewanderten immunzellen, die lokale entzuendungen hervorrufen.
fuer diese gilt es entweder die urachen zu finden (oft derzeit unmoeglich, was raum fuer scharlatane und wunderheiler birgt) oder die lokalen entzuendungen zu bremsen, um externe zusaetzliche entzeundungen (bakteriell verursacht z.b. zu vermeiden.
praeperate der wahl sind corticosteroide oder z.b. Elidel (pimecrolimus). natuerlich geht man damit nicht die ursache an, aber man vermeidet schlimmeres.
z.z. gibt es nach meinem wissen NIEMADEN, der die fachlich fundierten ursachen von neurodermitis kennt.
wenn dein kleiner eine huehnereiweissallergie hatte/hat, hat/hatte er keine neurodermitis und muss dann natuerlich huehnereiweiss meiden. allergische reaktionen lassen sich durch Homöopathie nicht nachgewiesen bessern/beeinflussen/heilen ebenso wie es keine doppelblindstudie fuer homöopathische erfolge bei neurodermitis gibt.
mein tipp waere die haut intensiv und reizarm zu pflegen (z.b. wollwachsalkohol/5% olivenoel) solange die entzuendung nicht zu gross ist. wenn sie stark wird, muss man einschreiten. weiterhin gibt es durch die sehr individuellen verlaeufe kaum bessere aerzte als eltern, wenn es um vermeidung von ausloesender kleidung, kontaktstoffen, essen, stress etc. geht.
fakt ist aber, dass es eben keine allgemeingueltige loesung fuer jeden gibt und man deshalb aber trotzdem auf keinen fall dingen glauben schenken sollte, die sich nicht nachweisen lassen.
Ich möchte für Miras Beitrag doch gerne eine Schneise schlagen, denn a) sind ihre Ausführungen nicht völlig von der Hand zu weisen und b) helfen profane Belächungen anderer „Therapien“ auch nicht – erst recht, wenn man sowieso dagegen eingestellt ist.
Zu Mira: Dass eine Stoffwechselstörung daran beteiligt sein kann, ist nicht absolut falsch. Diese ist Ursache für einige, auch chronische Erkrankungen, die oft einfach nur symptomatisch behandelt werden. Dass der Homöopathie (der ich, wie anderen komplementären Therapien ggüber auch, selbst aufgeschlossen gegenüberstehe) das „Ausleiten garantiert gelingt“, stelle ich auch sehr zweifelnd in Frage. Wir selbst hatten nach 6 monatelanger belastender atopischer D. nach einem homöopathischen Calcium-Präparat innerhalb einer Woche Ruhe! Was nun der eigentliche Faktor der Besserung ausmachte, vermag ich faktisch natürlich nicht nachzuvollziehen. Der Versuch allein hat sich in unseren Augen jedoch gelohnt, ohne das „wie“ genauestens zu hinterfragen.
Zu Catherina: Aus genau denselben Gründen ist nicht anzunehmen, dass es Quatsch sei, eine Impfung für neurodermitische Erscheinungen verantwortlich zu machen. Es gibt sehr wohl zahlreiche Beobachtungen, z.B. bei „Influenza, FSME, Mumps u.a. –(vorzugsweise Kombi-Impfungen“), nach denen sich verschiedene, allergische Hautreaktionen entwickeln können (vielleicht das Hühnereiweiss oder andere Allerge im Impfserum, oder ... oder...) Der Zusammenhang kann bis heute nicht 100%ig nachgewiesen werden. Darüber kann man sich genauso streiten wie über den „Nachweis“ homöopathischer Therapien, denn es ist genau wie „Flar 21“ sagt:
Zu „Flar“: Niemand kennt fachlich fundierte Ursachen! Daher schauen wir nach möglichen nahe liegenden Ursachen, die wir als Eltern selbst bewerkstelligen können und behandeln die Haut lt. Flars Pflegevorschlägen.
Mit der pauschalen Erklärung „von in die Haut eingewanderten Immunzellen, die lokale Entzündungen hervorrufen“, kann ich in diesem Moment recht wenig anfangen und erscheint mir wenig hilfreich! Auch bei symptomatischen kortikoiden Maßnahmen bin ich stets vorsichtig.
" ohne das „wie“ genauestens zu hinterfragen."
---> wer bereit ist, sich darauf geistig, medizinisch und finanziell einzulassen, der sollte eben alles ausprobieren, was dem patienten gut tun koennte. Neurodermitis - je nach schwere - ist ein fall, wo man dabei meist keine lebensbedrohlichen fehler machen kann. nach meiner meinung gehoert dies in die haende eines gut ausgebildeten hautarztes, der am besten auch beide eltern kennt.
---> bei ND - SO ES EINE IST! - leidet die medizin derzeit noch daran, dass die krankheit nicht abschliessend erklaert ist (wie bei einigen krebsarten auch) und nicht absehbar ist, wann das sein wird. und solange tummelt sich das ganze spektrum vom scharlatan/spinner und cleveren abzocker bis gutem hautarzt auf dem spielfeld der ratgebenden fuer die hilfesuchenden. deshalb ist eben IMMER ANZURATEN, ZU HINTERFRAGEN, was wie und warum funktioniert und was nicht.
"genauso streiten wie über den „Nachweis“ homöopathischer Therapien,"
---> darueber kann man sich nicht streiten, DA ES EBEN KEINEN NACHWEIS GIBT.
"Mit der pauschalen Erklärung „von in die Haut eingewanderten Immunzellen, die lokale Entzündungen hervorrufen“, kann ich in diesem Moment recht wenig anfangen und erscheint mir wenig hilfreich!"
---> nun, wenn es dir nicht hilft und du damit nichts anfangen kannst, heisst das nicht, dass andere es nicht besser verstehen und nutzen koennen, denn dies ist nachweisslich bei jeder ND der fall. ein fachbuch koennte vertiefend weiterhelfen. die erklaerung ist keineswegs pauschal sondern einer der derzeit kleinsten gemeinsamen nenner.
" Auch bei symptomatischen kortikoiden Maßnahmen bin ich stets vorsichtig."
---> was konkret heisst? abraten - wenn ja warum? zuraten - wenn ja warum? meist hilft auch Pimecrolimus schon.
Unser Baby Lowis ist 5,1 Monate und hat starke Nerodermitis.
Ich habe schon verschiedene Produkte ausprobiert, wobei ich erwähnen muss das "nur" homeophatische Mittelchen kaum ausreichen, es ist sicher eine begleitende Anwendung hilfreich aber meiner Meinung nach sollte man immer zu einem Kinderarzt gehen!
Wenn es ganz schlimm war (vom Onkel Doktor):
Betamethason 0,01 (Kortikoid)
ad 100,00
- nur im Notfall, so selten es geht!!!
gegen das Jucken:
Polidocanol 8,0
Aqua dest. 16,0
Ungt. cordes ad 100,0g
-gegen Juckreiz, 1-2x täglich dünn
(wird beides in der Apotheke zusammen gemischt.)
wenn die Haut sich erholt hat nehme ich Physiogel (sehr gut)
Linolafett, im Gesicht (Winter) und auf sehr trockenen Hautstellen.
Fingernägel alle 3Tage schneiden
Plüschtiere regelmäßig waschen
Kinder + Elternbett, Polstergarnitur milbenfrei mit Mibol
Bettdecken+ Kissen regelmäßig waschen
(hypoallergenes Waschmittel) gibts schon für 3euro bei Schlecker
Noch ein Tipp:
Wenn sich das Baby stark verkrampft, bzw. Kratzt hilft sanfte Babymassage mit Melkfett oder Olivenöl.
So kommt unser Lowis oft fröhlich durch den Tag ohne sich zu quälen.