Startseite > Foren > Forum Kinderkrankheiten > Keuchhusten trotz Impfung??
Hallo,
meine Grosse Tochter Kim hatte im vergangenen Oktober Husten, sie hatte diesen Husten auch noch sechs Wochen später sie hustete nicht nur, sie würgte dabei und musste sich dann übergeben, wir waren wirklich alle 2-3Tage bei verschiedenen Ärzten zum Abhören, ständig hies es, man hört nichts, die Bronchien sind frei.Sämtlich Hustensäfte, Sprays und Tabletten halfen gleich, nämlich garnicht, es wurde dann nach sechs Wochen aufgrund dauernden Belagern des Kinderarztes mal ein Allergietest gemacht, der aber negativ war, nachdem ich den Arzt weiter bearbeitet hatte wurden wir dann endlich zum Röntgen geschickt mit der Bemerkung " der findet nichts". Er fand doch und zwar eine Lungenentzündung wie der Röntgenarzt sagte, oder eine Peribronchitis, wie der Kinderarzt das Bild interpretierte, auf jeden Fall bekam sie dann Antibiotika und der Husten wurde besser. Nun hustet Sie wieder seit 3 Wochen, Sie bekam wieder Antibiotika und 4 verschiedene Hustensäfte, wieder hört man beim Abhören nichts. Diesmal ging der Husten nach Absetzen des Antibiotika weg aber 2 Tage später bellte Sie schon wieder. Nun ist es aber auch kein "normaler Husten" sonder auch diesmalwie beim letzten Mal würgt Sie bei jedem Anfall und morgens speit Sie mir mit schönster Regelmässigkeit die Küche voll, bei jedem Anfall bekommt Sie rote Augen, Tränen laufen, sie würgt und spuckt, es ist wirklich grausig sich das anzuhören bzw. anzuschauen. Sie hat kein Fieber und ist auch sonst relativ unbelastet, allerdings fühlt sie sich in letzter Zeit ständig etwas schlapp, vorgestern war sie auch mal einen Tag heiser und natürlich läuft die Nase.Meine Frage, ob es möglicherweise doch Keuchhusten sei, wurde sofort zurückgewiesen, schliesslich sei sie ja geimpft.Was kann ich jetzt noch tun, um Ihr zu helfen? Hat jemand Erfahrung mit einer Keuchhustenerkrankung trotz Impfung? Danke
Wurde ein Kind nach den Impfempfehlungen gegen Keuchhusten geimpft und besteht ein voller Impfschutz, dürfte das Kind nicht an Keuchhusten erkranken. Nur wenn kein voller Impfschutz besteht, da die Impfung nicht angeschlagen hat, was z.B. bei Menschen mit einem Immundefekt der Fall sein kann, kann trotz Impfung die Erkrankung auftreten. Durch eine Blutabnahme (Keuchhustenserologie)oder einen tiefen Nasenrachenabstrich läßt sich eine Keuchhustenerkrankung häufig verifizieren.
Meistens sind es jedoch nur aufeinanderfolgende Atemwegsinfekte, die das Bild eines Dauerhustens verursachen. Immer wieder tritt ein neuer Reiz (meistens Infekt) auf ein sehr empfindliches Bronchialsystem. Hierbei empfiehlt sich häufig die kurzfristige Einnahme (z.B. über 4 Wochen) eines Kortisonsprays. Diese Substanz führt zur Abschwellung und , so daß das Bronchialsystem primär nicht mehr überreagiert und sich "erholen "kann.
Um was es sich jedoch genau bei Ihrem Kind handelt ,müßte vor Ort geklärt werden. Häufig gibt es in den Unikliniken z.B. Spezialsprechstunden für Allergien und Atemwegserkrankungen.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. U. Wahn und Dr. K. Rüter
Mein Säugling hat mir 6 Wochen Keuchhusten bekommen. Die Symptome waren ähnlich wie bei Deinem Kind. Ich mußte allerdings ins Krankenhaus mit ihm, dort hat man ihm ein Antibiotikum gegeben und einen Rachenabstrich gemacht. Er hat es bereits 9 Wochen und hustet und erbricht sich immer noch. Nur zur Info: Keuchhusten kann bis zu einem Jahr gehen...die Akutphase liegt bei 6 Wochen!
Viele Grüße
Lia
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 28.02.01 21:58 | Andrea | |
| 06.03.01 13:26 | Prof. Wahn/Rüter | |
| 10.03.01 10:40 | Lia |
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