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Hall zusammen,
wir sind am Boden zerstört, nur noch am weinen, weil unsere 11 Wochen alte Tochter am Wochenende im Krankenhaus war (aufgrund eines Sturzes) und dort durch Zufall herausgefunden wurde, dass sie eine Arachnoidalzyste (Größe 842) in der linken Hirnhälfte hat. Wir haben schreckliche Angst...
Hat jemand Erfahrungen damit?
LG
Hallo,
eine Arachnoidalzyste ist eine gutartige Zyste, die von den weichen Hirnhäuten ausgeht. Nicht selten muss eine derartige Zyste nicht behandelt werden. Da diese Zysten mit der Zeit an Größe zunehmen können sollten Kontrolluntersuchungen erfolgen.
Drückt eine solche Zyste auf das Gehirn und macht Symptome oder führt sie zu einem beschleunigten Kopfwachstum, muss sie operiert werden. Ob dies bei ihren Kind zu befürchten ist, kann ich nicht beurteilen, dass hängt nicht nur von der Größe, sondern auch von der Position ab. Sie sollten ihre Fragen daher dringend nochmals mit ihren behandelnden Arzt besprechen.
Viele Grüße
P. Scheuermann

Wir haben jede Woche eine Kontrolluntersuchung bei unserem Kinderarzt, der die Größenzunahme des Kopfes überwacht. Weiterhin haben wir Anfang März einen Termin zur nächsten MRT, vor der es mir schon richtig grault.
Die Zyste befindet sich in der linken Hirnhälfte. Die Pyramidenbahnen sind beidseitig vorhanden, wenn auch auf der linken etwas zur Seite gedrängt. Der Balke zwischen der rechten und der linken Hirnhälfte ist schlecht zu erkennen, wodurch die Ärzte nicht sagen können, ob er beidseitig vorhanden ist. Unsere Tochter entwickelt sich bis jetzt zeitgerecht und die Motorik ist nicht auffällig. Aber dennoch interpretiert man in jede Bewegung etwas hinein...
Welche Möglichkeiten der operativen Behandlung gäbe es? Shunt und Fensterung oder noch etwas anderes? Ist eine Fensterung immer möglich oder auch individuell zu entscheiden?
Vielen Dank!
Hallo,
Eine Operation ist notwendig wenn die Zyste auf das Gehirn drückt und Symptome verursacht oder auch wenn ein beschleunigtes Kopfwachstum auftritt.
Bei der Operation wird die Zyste normalerweise nicht entfernt, sondern nur drainiert oder an das übrige Hirnwassersystem angeschlossen. Dabei wird eine Fensterung der Zystenwand durchgeführt, die oft endoskopisch erfolgt.
Welche Operationsmethode im Einzelfall die Richtige ist, falls sie notwendig wird, muss der Neurochirurg entscheiden.
Viele Grüße
P. Scheuermann
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 04.12.08 15:07 | Jolun | |
| 08.12.08 11:39 | Paul Scheuermann | |
| 08.12.08 17:12 | Jolun | |
| 10.12.08 08:22 | Paul Scheuermann |
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