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Forum: Kinderkrankheiten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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silkespre
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lieber prof. dr. wahn,ich möchte gerne wissen,ob infektionen wie toxoplasmose,listeriose u. zytomegalie für ein neugeborenes noch in gleichem maße gefährlich sind wie für das ungeborene.(zu welchen erkrankungen/dauerschäden kann es kommen) od. kann behandelt werden?
noch eine frage,wenn möglich:mein mann soll in den ersten lebenstagen unseres sohnes zu einer nuklearmed. untersuchung (MAG 3?)der nieren.stellt die von ihm abgegebene strahlung nach der untersuchung eine gefahr da?sollte er sich evtl. 24 std. von dem neugeborenen fernhalten?vielen dank schon für ihre bemühungen.

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
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Grüber/Wahn
  • (169 mal gelesen)
  • Status:

Liebe Anfragerin,


- Toxoplasmose: Ist das Kind bei Geburt bereits infiziert aber noch nicht klinisch erkrankt, wird eine Behandlung empfohlen. Nach der Geburt führt die Infektion bei immunkompetenten Patienten in <10% zu Beschwerden (v.a. Lymphknotenschwellung). Da die Infektion im Allgemeinen wenige Beschwerden verursacht, ist eine Therapie in diesen Fällen meist nicht erforderlich.


- Listeriose: Neugeborene können schwer an Listeriose erkranken, mögliche Beschwerden schließen Hautausschalg, Atemnot und Hirnentzündung ein, Todesfälle sind möglich, v.a. bei Infektion in den ersten Lebenstagen oder bei Abwehrschwäche. Eine antibiotische Therapie ist erforderlich.
- Zytomegalie: Bei vor der Geburt infizierten Säuglingen kommt es in 5-10% zu schweren Beschwerden (u.a. Hautblutungen, Sehstörungen, Untergewicht, Gelbsucht). Eine antivirale Therapie ist erforderlich. Im Kindes- oder Säuglingsalter verläuft die Infektion immunkompetenter Kinder meist ohne erkennbare Krankheitszeichen. Abwehrgeschwächte sind besonders gefährdet.


Ihr Grüber / Prof. Wahn
für ein neugeborenes noch in gleichem maße gefährlich sind wie für das ungeborene.(zu welchen erkrankungen/dauerschäden kann es kommen) od. kann behandelt werden?


- Da die Nieren MAG3 schnell aus dem Blut aufnehmen und in den Harn ausscheiden, verbleibt nach der Untersuchung fast keine Radioaktivität mehr im Patienten. Bitte halten Sie Rücksprache mit dem untersuchenden Arzt.


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