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Forum: Kinderentwicklung & Elternsorgen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (4909 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo!


Meine Tochter (knapp 3 1/2) kommt abends immer wieder aus ihrem Zimmer gerannt und will einfach nicht schlafen.
Es ist so, das ich sie 19.30 Uhr bettfertig mache und wir dann noch etwas lesen oder puzzeln, so das sie 20.00 Uhr im Bett liegt. Wir gehen vorher nochmal pullern und sie bekommt noch einen Schluck zu Trinken. Trotzdem kommt sie immer wieder mit irgend etwas. Mal ist das Kuscheltier hinters Bett gefallen, dann hat sie noch Durst, dann kommt sie einfach nochmal und sagt, sie will nicht schlafen. Und das 5x hintereinander. Die ersten 2 mal sind wir noch ruhig, aber dann werden wir lauter. Wenn wir dann richtig ärgerlich sind und schon schreien, fäng sie an zu weinen und steigert sich richtig rein. Das geht soweit, das sie oft erbricht.
Es ist nicht so, das wir sie schlagen und wenn wir merken, das sie durchdreht reden wir beruhigend auf sie ein. Doch sie scheint dann aus Trotz sich reinzusteigern. Wir finden einfach kein Mittelmaß. Sind wir zu ruhig, nimmt sie uns nicht ernst. Werden wir lauter, erbricht sie. Und das trotz ruhigem Abendritual.
Wer kann uns vielleicht noch Tipps geben. Vor 21.00 Uhr zieht keine Ruhe ein und mein Mann muß 21.30 Uhr schon wieder zur Nachtschicht.


LG Heike

Antworten zu diesem Thema:

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  • (2295 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hey Heike!!!
Das kommt mir so bekannt vor. Unser Großer (wird diesen Monat 3 Jahre alt) macht schon terror, wenn es uns abendliche Duschen/Waschen, Zähneputzen und umziehen geht. Er will einfach nicht. Wir lassen ihn dann z.B. alleine im Bad und irgendwann ruft er nach mir. Er schreit dann auch richtig, ein paar Mal hat er sich auch erbrochen, weil er sich so darein gesteigert hat. Ich bin dann die "Gute", die ihn tröstet, mein Mann "der Böse", der dann schimpft und konsequent ist. Oft ziehen wir ihn dann unter großen Geschrei um und auch Zähneputzen.
Im Bett ist es dann so, dass er noch ein Buch anschaut, und das auch nicht hergeben will.


Wir fragen ihn dann, was er will, oft will er dass das Buch bei ihm im Bett schläft, oder wir bei ihm bleiben, bis er eingeschlaften ist, oder er will irgendein anderes Spielzeug mit im Bett behalten oder etwas von uns (Wolldecke, Pulli).


Ich habe das Gefühl, dass er irgendwie Verlusstängst hat, nicht alleine sein will, oder einfach Zeit mit uns alleine verbringen will (ohne seinen kleinen Bruder). Vielleicht geht es deiner Tochter ähnlich, dass sie Kontakt zu euch alleine will.
Frag sie doch, ob du dich mal etwas zu ihr kuscheln sollst oder was sie möchte.
Ich denke, sie wird dir etwas sagen.



Liebe Grüße Jenny

  • (1533 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Jenny!


Bei uns ist es umgedreht. Mein Mann läßt sich einwickeln und ich versuche konsequent zu sein.


Abends ist es so, das ich die Kleine zwischen 18.30 und 19.00 Uhr ins Bett bringe. Sie schläft auch sehr schnell ein. Jessica geht dann zwischen 19.30 und 20.00 ins Bett. Von daher verbringt sie abends immer noch Zeit mit mir und manchmal auch mit meinem Mann. Wir spielen dann Memory oder ich lese ihr was vor. Sie darf dann auch im Bett noch etwas mit den Kuscheltieren spielen.


Nachmittags hole ich sie 14.00 Uhr aus dem Kindergarten. Wir trinken dann schnell Kaffee und gehen bis ca. 18.00 Uhr auf den Spielplatz. Viel mehr Zeit kann ich doch gar nicht mit ihr verbringen.


Gestern kam sie wieder 21.15 Uhr das letzte Mal ins Wohnzimmer. Wenn es nicht so spät wäre, wäre das alles ja nicht so schlimm. Aber irgendwann möchte man ja abends auch mal zur Ruhe kommen. Zumal wenn man nachts aufstehen muß und früh wieder zeitig raus.


LG Heike

  • (1461 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hey Heike!!!


Ich kenne das, dass man mal seine Ruhe haben will. Ich muss nachts auch noch ein paar Mal hoch, weil der Kleine so schlecht schläft und man möchte dann den Abend für sich haben.


Ich weiß nicht, wir haben Dustin (unserem Großen) beigebracht, dass er nicht alleine aufstehen darf. Er liegt dann auch noch oft im Bett und ruft nach uns. Wir rufen dann zurück, so merkt er, dass wir da sind und oft schläft er dann auch ein.
Wäre das nicht ein Versuch wert? Einfach ihr sagen, dass sie gerne noch rufen kann aber nicht alleine aufstehen soll???


Es kann natürlich auch sein - was ich auch bei Dustin mitlerweile glaube - dass er einfach nicht möchte, dass der schöne Tag zu ende geht.


Wie du schon gesagt hast: Durchhalten!! :-)


Alles Liebe Jenny

  • (1192 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Rufen tut sie extra noch. Sie schreit dann so laut, das ich Angst habe, sie könnte die Kleine wecken. Wenn ich ihr dann sage, das ich jetzt nicht noch einmal komme, kommt sie eben von selbst.
Echt nervtötend.

  • (1602 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hallo Ihr Beiden,
Ich kann gut verstehen, was ihr meint. Aber das Problem hat mal wieder mehrere Seiten. Ihr sagt beide, dass jeweils eines der Elternteile konsequent ist (versucht zu sein) während der andere Elternteil ganz gerne mal nachgibt. Kinder lernen ganz schnell, bei wem sie etwas durchsetzen können. Wenn ihr als Eltern dann vielleicht noch vor dem Kind diskutiert, ob man sich jetzt besser durchsetzt oder nicht, dann weiß das Kind, dass seine Chancen recht zu bekommen eigentlich gar nicht so schlecht stehen. Ihr müsst versuchen Euch durch zu setzen bei den Kindern und die Problematik mit Eurem Partner alleine besprechen.


Zum anderen haben die Kinder natürlich Angst, etwas zu verpassen. Da sitzen Mama und Papa und sie werden "ausgegrenzt". Oder am Tag war etwas ganz tolles und sie wollen nicht wahrhaben, dass der Tag rum ist. Was Jenny da sagt ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Man sollte versuchen dem Kind klar zu machen, dass der nächste Tag wieder ein schöner Tag wird.


In dem Zusammenhang erinnere mich an den dritten Geburtstag meines Sohnes. Heute ist er 14. Er hatte einen wirklich tollen Tag, hatte sich wochenlang auf diesen Tag gefreut. Abends gab keine Chance ihn im Bett zu halten. Das kannten wir eigentlich nicht. Also wurde diskutiert und diskutiert, dass er jetzt einfach schlafen müsste. Zwei Stunden nach der normalen Bettgehzeit rückte er dann mit dem Problem raus. Mit Tränen in den Augen fragte er mich: Mama, wenn ich jetzt ins Bett gehe, bin ich dann morgen früh immer noch drei? Wir konnten ihm das dann glaubhaft versichern, er ging ins Bett und es war Ruhe. Er ist unmittelbar eingeschlafen. (Es ist interessant, was für Episoden einem hier so wieder einfallen, an die man schon länger nicht mehr gedacht hat)


Vielleicht haben Eure Kinder ja auch nur das Problem, dass sie denken, irgendetwas ist unwiederbringlich vorbei, wenn sie jetzt schlafen gehen. Redet doch mal darüber.


Liebe Grüße
Beate

  • (1031 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hallo Beate!!


Ich frage meinen Sohn oft, was er denn hat und was er möchte. Gestern abend wäre er fast auf dem Sofa an Papa eingekuschelt eingeschlafen, wollte aber nicht ins Bett. Ich frage, warum denn nicht. Ich will bei Pap bleiben.
Naja, dann ist Papa halt kurz mit zu ihm ins Bett.
Wir tauschen auch oft die Rollen, dass mal mein Mann konsequent ist und mal ich.
Einen Guten und einen Bösen gibt es bei uns nicht.


Liebe Grüße Jenny

  • (998 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

aber er weiß, dass einer inkonsequent ist ... habt ihr euch nicht schon mal überlegt, beide konsequent zusein? Wichtig ist ihr müsst euch einig sein, sonst spielt das Kind mit euch.

  • (938 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Du hast schon recht. Es ist immer unterschiedlich. Wenn mein Mann z.B. schimpft mit ihm, kann ich ihn trösten und zur Ruhe bringen.
Oft sind wir beide Konsequent, manchmal braucht er aber auch die Kuschelphase mit Papa.


Mir ist abends die Ruhe wichtig, weil auch der Kleine schon vor dem Großen im Bett liegt.


Im Entefeckt haben mein Mann und ich ja die gleiche Meinung (der Große soll ins Bett).


Jeden Abend ist es anders. Mal sehen was es heute abend gibt.

  • (1045 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo!


Bei mir ist es so, das ich ihr sage, was wir am nächsten Tag machen, z.B. zur Oma fahren. Sie freut sich tierisch. Ich sage ihr auch, wenn sie jetzt schläft, das der nächste Tag dann viel schneller da ist. Aber es hilft trotzdem nicht.
Das Zubettgehen übernehme meistens ich, weil sie meinen Mann viel leichter um den Finger wickeln kann. Auch wenn wir beide schimpfen, nützt es wenig.


LG Heike

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