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Forum: Kinderentwicklung & Elternsorgen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Leuchturm
(773 mal gelesen)
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Hallo!


Ich übernehme mehrmals die Woche eine Kinderbetreuung in einer Familie. Die Eltern sind Akademiker. Die Familie ist eine Patchworkfamilie. Sie; geschieden ,hat 2 Mädchen im Alter von 5 und 10 und er, dessen Frau vor ca. vier Jahren an Krebs Stand hat vier Kinder. 2 Jungs im Alter von 6 und 14 und 2 Mädchen im Alter von 10 und 12 Jahren. Gleich nach "Ihrer" Scheidung heiratete sie den Mann mit den vier Kindern. Die Patchwork- Eltern nehmen sich sehr wenig Zeit für die Kinder.
Bis auf einen gemeinsamen Familienurlaub im Jahr, werden die Kinder in den Ferien stets zu einer Tante, bzw. Eines der Mädchen vertraute mir an, dass sie seit dem Tod der Mama nie wieder in den Arm genommen worden wären. Die Stiefmutter "könne" sie einfach nicht umarmen. Ich empfand diese sätze aus dem mund einer 10jährigen heftig und erschütternd. Ich glaube ihr jedoch, da ich die Stiefmutter kenne. Sie ist extrem egoistisch.
Sie teilte mir kürzlich mit, dass sie und ihr Mann die Kinder Taschengeld und Verwöhnmäßig kurzhalten wollen, da die Kinder heutzutage auf eine harte Zukunft vorbereitet werden müssten.
Aber das eine schließt doch das andere nicht aus, oder ?
Mir ist aufgefallen dass alle Kinder von ihm (also die vier) im Vergleich zu den Mitschülern bis max. ca. 20 cm kleiner sind.
Gibt es so etwas wie ein "Schock- Wachsstillstand" nach dem Verlust eines Eternteils?
Auffällig ist auch, dass jedes dieser wirklich liebenswerten Kinder Auffälligkeiten auffweist.
Die 10 Jährige von Ihr (also Scheidungskind): trotz gesundem Selbstbewusstsein und enormer Aufgeschlossenheit, massives Daumenlutschen; auch in der Schule und der Öffentlichkeit, wenn sie nicht gerade spricht oder ihre Finger gebrauchen muss.
Die 5 Jährige: Sollte und ist jetzt schon eingeschult worden. Braucht abends noch die Milchflasche und lag bis drei Monate vor der Enschulung noch im Gitterbett welches sie partout nicht hergeben wollte. Nur mit Androhung der Mutter : "Du kommst nicht in die Schule, wenn Du noch im Babbybett schläfst!" gab die Kleine nach.
"Seine" 10 Jährig macht mir die größten Sorgen: Sie ist extrem Papa- Anhänglich. Sie möchte zwar bei Freundinnen übernachten, aber nicht alleine. Sie erbricht, bekommt "Bauchweh" , "Kopfweh", etc. und ist in körperlichen Symptomen sehr erfinderisch; weiß, dass Papa dann alles für sie tut. Sie schreibt sogar in Bücher wie "Meine besten Schulfreunde" unter den Fragen "Meine Hobbies" oder "Was ich am liebsten mache", Sätze wie: "nur mit meinem Papa ganz allein spielen". Bei "Was magst Du gar nicht" schreibt sie: Auch nur eine Sekunde ohne Papa sein.
Das ist doch nicht normal. Wenn er beruflich weg muss, "führt" sie immer wieder die gleichen Krankheiten auf, um ihn Zuhause zu behalten. Fährt er weg, stellt sie das Essen komplett ein. Sie findet sich auch zu dick.
Im Vergleich zu ihrer 10 Jährigen Halbschwester wirkt sie wie ein Kleinkind ; unreif, ich- bezogen, etc.. Sie hat auch keine eigenen Freundinnen, sondern "nutzt" die ihrer gleichaltrigen Halbschwester. Sie wird jedoch nicht wie ihre Halbschwester auf Geburtstage mit eingeladen. Verbringt sie mit ihren Geschwistern (ich habe immer nur drei max. auf einmal bei mir) mal einen Bastelnachmittag bei mir, Freundinnen oder der Oma, so möchte sie ständig Papa bei der Arbeit (er arbeietet viel von Zuhause aus) anrufen. Erklärt man ihr, das auch er mal eine Auszeit benötigt und sich ggf. auch mal bedrängt fühlen kann; er sie jedoch trotzdem lieb hat, so fängt sie wieder mit "Krankheit" an, setzt sich weiter von uns weg und wartet darauf, das man sie umsorgt.
Und genau darauf gehen wir jetzt nicht mehr ein. Wenn drei Kinder da sind, muss sie mit ihren 10 Jahren einfach verstehen, dass sich nicht alles um sie dreht. Andererseits ist sie auch link. Sie schickt andere vor zu fragen, was sie selber gerne haben möchte. Und dies auf eine sehr hinterlistige Art und Weise. Wenn ich ihren kleinen bruder frage, was er denn für einen Film gucken möchte, so zischt sie ihm zu, was er sagen solle; nämlich ihren eigenen Wunsch! Zudem hat sie die Angewohnheit sich "einzuschleimen".
Der Vater hat die Knder verständlicherweise nach dem Tod der Mutter vor über vier Jahren lange verwöhnt; ihnen fast alles durchgehen lassen.
Er ist jedoch der Ansicht, das seien angehende Pubertätsprobleme und nimmt die kompletten Verhaltensweisen nicht an; sieht diese nicht einmal.
Die 12 Jährige ist extrem unkonzentriert. Wenn sie mir etwas erzählen möchte, dann überschlägt sie sich mit den Sätzen, ist fahrig und hört nicht zu. Da sagt man ihr beim Essen vor dem Tisch abdecken schon, was gleich wohin kommt oder was ggf. besonders beachtet werden sollte und sie hat es innerhalb von 5 Minuten schon wieder vergessen oder sie hat erst gar nicht aufmerksam zugehört. Ich habe ihr auch schon erklärt, dass so etwas auch verletzend wirken kann. Danach ging es ein paar Tage besser. Ich mache mittlerweile extra schon die CD`S oder Casetten aus oder stelle mich direkt vor den fernseher, damit sie mir zuhören.
Alle Kinder wirken, sobald sie TV gucken oder Hörbücher hören, wie in einer anderen Welt.
Der 14 Jährige zieht sich täglich alleine vor seinen PC zurück, hat ebenfalls keine Freunde und sieht mit seinen 14 Jahren Jahren aus wie neun Jahre. Er ist sehr introvertiert.
Zu guter letzt der 6 Jährige: Er lispelt extrem und ist sehr unruhig; kann nicht lange bei einer Sache bleiben (angebl. kein ADHS). Er wird sehr schnell agresssiv.


OBWOHL MIR ALLE KINDER IHRE TIEFSTEN GEHEIMNISSE ANVERTRAUEN:
WER VON IHNEN KANN MIR IM UMGANG MIT DER RASSELBANDE WEITERHELFEN?!


Lieben Dank im Voraus!!!


Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
MMAAMMAA
(225 mal gelesen)
Status:

Hallo


Zuersteinmal finde ich es super dass Du dir solche Gedanken um die Kinder machst die auch mehr als berechtigt sind.
Ich glaube( bin mir sogar sicher) das es da ohne Professionelle Hilfe nicht geht. Die Eltern sind wahrscheinlich schon blind ( verdrängen die Probleme die die Kinder haben) weil sei wahrscheinlich selbst Angst davor haben.
Ich würde den Eltern knallhart die Meinung sagen und Ihnen sagen das Sie unbedingt zu Psychologen müssen. Das hört sich vielleicht schlimm an aber ist es nicht. Es läuft auch überhaupt nicht wie bei Erwachsene ab. da wird alles spielerisch gemacht.


Bitte mach das. Die Kinder und Eltern werden dir sicher Dankbar sein irgendwann zumindest.


Datum/Zeit von Autor Thema
17.09.06 04:59 Leuchturm Anhänglich normal?
02.10.06 19:51 MMAAMMAA RE: Anhänglich normal?
Derzeit online: LissyLou, hjt_Jürgen
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