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Forum: HNO

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(3546 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo!


Da die nach einem Hörsturz verordneten Medikamente (Cortison-Präparate, Pentoxifyllin etc.) bei vielen Patienten Magenbeschwerden verursachen, wird häufig zusätzlich ein Medikament mit dem Inhaltsstoff Omeprazol verschrieben (Markennamen z.B. OMEP, Omeprazol dura, Gastracid). Das war auch bei mir der Fall.


Durch Zufall habe ich jetzt wieder einen Beipackzettel für dieses Medikament in die Finger bekommen und zu meinem Erstaunen dort gelesen, dass bei den Nebenwirkungen auch das gelegentliche Auftreten von Hörstörungen wie z.B. Ohrgeräuschen erwähnt wird.


Bei mir ist der Tinnitus erst kurz nach dem Hörsturz aufgetreten. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon Omeprazol eingenommen. Jetzt frage ich mich, ob der Tinnitus nicht eine unmittelbare Folge des Hörsturzes war, sondern evtl. erst durch das Omeprazol ausgelöst worden sein könnte.


Da Omeprazol scheinbar auch sonst sehr häufig bei Magenbeschwerden verschrieben wird, wäre es mal interessant zu wissen, wie viele dieser Patienten inzwischen an Tinnitus leiden, der auf dieses Medikament zurückzuführen ist…

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
(1330 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Bei diesem Thema möchte ich mich gerne einklinken. AUCH ICH hatte von Anfang an den Verdacht, dass mein Magenmittel "Pantozol" (gleiche Wikrstoffgruppe wie Omeprazol) etwas mit meinem Hörsturz und dem bleibendem Tinnitus zu tun hatte. Anfang des Jahres hatte ich eine chronische Gastritis und bekam Pantozol verschrieben. Nur 2 Wochen nach Beginn der Medikation folgte der Hörsturz. Ich hatte mich hier im Forum per Privatnachricht mit einer Dame ausgetauscht, die ebenfalls seit vielen Jahren Pantozol nimmt und schon mehrere Hörstürze hatte!!!


Gruß Gigi

(990 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo Gigi,
sind denn auf dem Beipackzettel von Pantozol auch irgendwelche Nebenwirkungen für das Gehör aufgeführt? Wenn es zur gleichen Wirkstoffgruppe wie Omeprazol gehört, sollten doch eigentlich auch die Nebenwirkungen ziemlich gleich sein, oder?


Gruß
RaHu

(1067 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo RaHu,


ja, es steht mit drin. Als Nebenwirkung wird Tinnitus aufgeführt. Wenn Tinnitus auf eine Durchblutungsstörung beruht, was durch die Protonenpumpenhemmer verursacht/begünstigt würde - warum soll es dann nicht auch möglich sein, dass man einen Hörsturz erleidet? Ich fände das ziemlich logisch. Ich habe die Pantozol erst kürzlich abgesetzt, aber das ganze halbe Jahr über, die ich sie nun nahm, hatte ich merkwürdige, beängstigende Phänomene in beiden Ohren, die ich vorher so nie hatte. Kurzzeitig anhaltende, schrille Pfeifgeräusche in den Ohren, die nach Minuten wieder nachliessen. Oder so ein nervöses Flattern (Trommelfell?). Manchmal fiel mir ein Ohr für Sekunden zu, so dass ich erschreckt dachte, es käme nun wieder zu einem Hörsturz...uvm. Ich bin mal gespannt, ob es jetzt, nach dem Absetzen der Pantozol wieder besser wird mit diesen merkwürdigen Mißenmpfindungen.


Gruß Gigi

M. Suckfüll
(1141 mal gelesen)
Status: Experte

Ich habe bisher keinen Patienten gesehen dessen Tinnitus sich auf Omeprazol zurückführen lies. Es scheint sich eher um eine sehr seltene Nebenwirkung zu handeln, die der beipackzettel aber natürlich dennoch enthalten muß.

(988 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Auch selten auftretende Nebenwirkungen sind ja letztenendes kein Ausschlusskriterium. Die Frage, die sich mir stellt ist, wodurch dieses Medikament einen Tinnitus auslösen "könnte". Welches wären die möglichen Entstehungswege, welcher Mechanismus käme da eventuell zum Tragen? Wird der Bluttransport durch PPI beeinflusst? Oder ist es die verminderte Aufnahme von z.B. Vitamin B6, B12, welche ja bedeutsam für viele neurologische Abläufe im Körper sind? Werden evtl. spezielle Enzymtätigkeiten gestört? Hat die Verstoffwechselung in der Leber eine mögliche Beteiligung? Wie ist da ihre Einschätzung? Die Erklärungsansätze, weshalb es zu Hörstürzen kommt, sind bis heute ja noch recht Mau. Sollte man da nicht in viele Richtungen denken?


Gruß
Gigi

(960 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Fragen Sie immer ihre Patienten, die mit einem Hörsturz oder Tinnitus zu Ihnen kommen, ob sie Omeprazol einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben? Omeprazol und ähnliche Mittel werden seit einigen Jahren bei Magenproblemen sehr häufig verschrieben. Und seit einigen Jahren steigt ja auch sehr stark die Zahl der Tinnitus-Erkrankten. Auch wenn da vermutlich kein Zusammenhang besteht, wäre es doch interessant zu erfahren, wieviele dieser Patienten mal Omeprazol (oder Pantozol, Ranitidin etc.) eingenommen haben.

(760 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

RaHu65 schrieb:



> Fragen Sie immer ihre Patienten, die mit einem
> Hörsturz oder Tinnitus zu Ihnen kommen, ob sie
> Omeprazol einnehmen oder vor Kurzem eingenommen
> haben?


Mein HNO (Hörsturz und Tinnitus) hat nicht gefragt.
Ich habe ihm dann bei einem der nächsten Besuche gesagt, dass ich Pantozol nehme, was ihn nicht sonderlich interessierte.

(331 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


ich nahm wg. Magenproblemen (Sodbrennen) seit ca 10 Tagen das apothekenpflichtige Omeprazol (20 mg morgens). Die Internistin riet mir, ich solle ruhig 40 mg (2 mal 20mg) nehmen. Nahm also am selben Abend eine zweite Omeprazol-CT 20mg ein. Mir fiel auf, daß sich die 'magensaftresistente Hartkapsel' schon in meinem Mund begann, sich aufzulösen (Kapsel 'fiel zusammen'). Am selben Abend bekam ich starke Kopfschmerzen. 4 Tage später einen beidseitigen Tinnitus, Omeprazol habe ich nicht mehr weiter genommen, jedoch die Charge der Packung notiert und die UAW der Apotheke gemldet. ich werde von der Internistin verlangen, die UAW an das Bfarm zu melden.

(282 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo und frohe Ostern,


ich habe aufgrund eines neu aufgetretenen Reflux Ende 2007 mit Omeprazol, (verschrieben vom Gastrointerelogen), 40 mg morgens und 40mg abends, 2 Monate lang eingenommen. In der zweiten bzw. dritten Wochen nach Einnahmebeginn habe ich neben anderen Nebenwirkungen auch Ohrensausen zuerst auf dem einen Ohr und dann etwas abgeschwächt auch auf dem andren Ohr bekommen. Ich wusste damals nicht, dass es davon kommt. Da ich jetzt aber immer mehr Leute im Internet sehe, denen es ähnlich erging, wollte ich mich auch melden. Ich hatte vorher nie Probleme mit Ohrensausen bzw. Tinnitus gehabt. Die anderen Nebenwirkungen sind nach Absetzen weggegangen. Der Tinnitus ist geblieben.

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