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Forum: Hämorrhoiden

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (198 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Liebe Mitleidenden,


ich lese das Forum und auch andere Foren seit einer langen Zeit, leider oft negatives, was mich sehr beunruhigt hat und meinen Schritt zur Operation unnötig verzögert hat.


Zur Geschichte:


Ich bin männlich, 28 Jahre und habe seit dem ich 16 bin Probleme mit Hämorrhoiden. Sie wurden vor 5 Jahren schon verödet, nach zwei Spritzen war es wie weg, nach der 3. war alles wie vorher, danach traute ich mich nicht mehr, aus Angst vor der OP. Diese Angst schürten negative Erfahrungsberichte im Internet und teilweise übertriebene Erfahrungsberichte von Bekannten und Verwandten.
Der Entschluss kam als mir einer der kleinen Mistdinger bei der Arbeite platzte, nicht weiter tragisch, nur sehr unangenehm, wegen der verbluteten Arbeitskleidung und der Kollegen.


Die OP war am 13.09.2011, Methode: Parks.
Der Chirurg sagte es war falsch so lange zu warten, es waren sehr große Hämorrhoiden und nicht wenig, ebenso ein Analprolaps. Die OP verlief sehr gut, an den Nachmittag nach der Op kann ich mich kaum erinnern, den nächsten Tag hatte ich etwas Schmerzen, aber nicht weiter tragisch, dafür gibt es ja Schmerzmittel. Mir ging es Super, ich war stolz auf mich die Dinger endlich los zu sein. den Tag danach kamen bisschen Blähungen dazu, normal! Den dritten Tag kam schon wie bisschen Stuhl mit, aber auf Toilette kam nur wie Kaffeesatz, kein richtiger Stuhlgang. Den 4. Tag wurde ich entlassen, mir ging es richtig gut. Die Nacht ging es dann Los, 1. Stuhlgang, es kam nur Schafsköttelgroßes Stück, 2h später etwas mehr, das ging den ganzen Tag lang, ca. 14mal immer etwas, nicht wirklich viel, nur so etwas, mit 3cm Durchmesser 8cm lang, Schmerzen waren so wie bei einer vollen Ladunglach. Abends dann die komplette Entleerung, quasi alles auf einmal, ein hoch auf das "Laxoberal". Die Nächsten Tage dann ab und zu bisschen, mal viel, Schmerzen sind normal, aber alles erträglich, hab heute schon runter dosiert und nehme nur noch 3mal Täglich eine halbe Ibu 600.


Was ich nicht erwähnen muss sind die Standartmaßnahmen: Kompressen mit Dexpanthenol, Sitzbäder mit Kamille 2mal Tgl. und nach jedem Stuhlgang und wichtig, so viel Bewegung wie möglich ohne zu schmerzen, gut für die Darmtätigkeit!



Ich bereue es nicht es gemacht zu haben, ich bereue nur das ich so lange gewartet habe, was sind 3 Wochen postoperative "Probleme", wenn man 12 Jahre lang beeinträchtigt war durch die Kleinen, wachsenden Mistdinger...




Lg aus Hessen, Sven

Antworten zu diesem Thema:

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  • (44 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Sven aus Hessen,


es entspricht der menschlichen Natur, das Üble stärker zu bewerten als das Gute; und das schlägt sich selbstverständlich auch in den Foren nieder: Man findet viel häufiger negative Berichte als positive. Ärzte werden mit Vorliebe kritisiert, seltener mal gelobt.
Umso erfreulicher, wieder einmal einen positiven Beitrag zu einer Operationsmethode zu lesen. Auch wenn man persönliche Erlebnisse nie verallgemeinern darf, weder die negativen, noch die positiven.
So sind vorzeitige Operationen, ehe alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, ebenso falsch wie verspätete, die, wie in deinem Fall, zu unnötig langen Leidenszeiten führen.


Gratulation zu dem guten Ergebnis.
Mörlinger

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Dabei sollen diese Submukösen Eingriffe garnicht so einfach sein. Der Operateur muss ein gutes Händchen haben so wenig Schnitte wie möglich zu machen. Und die Nahtführung muss auch stimmen sonst gibts narben.

  • (41 mal gelesen)
  • Status: Experte

Danke für Ihren Erfahrungsbericht ! Die wichtigsten Aussagen: nicht zu lange warten, sondern rechtzeitig ärztlichen Rat einholen. Keine Scham !! Ein verantwrotungsvoller Arzt kann und wird mit solchen Problemen professionell und sachlich umgehen.
Dr. E. S.

  • (41 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

So, wer sich zu früh freut....


Am Sonntag saß ich auf Toilette, auf einmal kam nur noch Blut, ist richtig gelaufen, 112, mit Rettungswagen dann ins Krankenhaus, bis zur OP habe ich ca. 5 große Windeln voll geblutet. Ich wurde unter Vollnarkose dann genäht, es ist bei 7Uhr eine Naht aufgegangen. Den nächsten Tag kam auch noch nur altes Blut, den Tag darauf ebenfalls, also noch mal eine Enddarmspiegelung... nichts gefunden, musste noch mal 2 L Kleanprep trinken, um das alte Blut aus dem Darm zu spülen. Donnerstag durfte ich dann Heim. Hämoglobinwert lag bei 8,0, hab wohl doch ne Menge Blut verloren. Schmerzen sind erträglich. Fühle mich auch total kaputt, ständig müde, aber aufgedreht, innerliche Unruhe, das nervt

  • (33 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo,
das tut mir leid für dich. Solche Komplikation ist zwar selten, aber immer mal kommt es dazu. Versuche dich zu entspannen. Du wirst dich schnell wieder erholen. und dann sollte die Heilung zügig voranschreiten.
Wenn du Zuspruch brauchst, kannst du dich ohne Problem in diesem Forum wieder melden.


Mörlinger

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Experte

Sie Armer, eine seltene , aber doch mögliche Komplikation. Trotzdem wird alles wieder werden, der Rückschlag wirft Sie natürlich zurück und die Abgeschlagenheit ist mit der Blutarmut erklärt.
Nehmen Sie Eisentabeltten ein, dann bildet sich das Blut schneller wieder nach.
MfG
Dr. E. S.

  • (35 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ja, nehme Ferro Sanol Duodenal, das Problem ist das es einen festen Stuhl macht, deswegen nehme ich noch Laktulose, drei mal täglich, damit geht es. Schmerzen beim Stuhlgang sind die Hölle, aber hauptsache kein Blut mehr dabei. Was halt nervt, laufen und so geht, aber man ist durch den Blutmangel nach kurzer Zeit kaputt und es wird einem schwindelig, das deprimiert ungemein. Wie lange dauert es denn bis ich wieder normalen Hb-Wert habe?

  • (43 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Wieso hat man das Gefühl das die alten Methoden der Hämorrhoidektomien dem Patienten eigentlich mehr schaden als nutzen?!

  • (41 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Kai,


das Gefühl führt uns leider nicht weiter.
Es mangelt an evidenzbasierten systematischen Übersichten zum Vergleich der Effektivität der alten und neuen Operationsverfahren.


Mörlinger

Datum/Zeit von Autor Thema
20.09.11 18:50 Angsthase1983Parks OP, positiv....
21.09.11 10:26 MörlingerRe: Parks OP, positiv....
21.09.11 20:51 Kai27Re: Parks OP, positiv....
22.09.11 09:52 Dr. SchönenbergRe: Parks OP, positiv....
01.10.11 11:58 Angsthase1983Re: Parks OP, positiv....
01.10.11 17:59 MörlingerRe: Parks OP, positiv....
01.10.11 19:19 Dr. SchönenbergRe: Parks OP, positiv....
02.10.11 12:00 Angsthase1983Re: Parks OP, positiv....
03.10.11 08:48 Kai27Re: Parks OP, positiv....
03.10.11 10:20 MörlingerRe: Parks OP, positiv....
04.10.11 19:46 Dr. SchönenbergRe: Parks OP, positiv....
18.10.11 15:10 Dr. SchönenbergRe: Parks OP, positiv....
04.10.11 21:07 Angsthase1983Re: Parks OP, positiv....
06.10.11 17:45 JeanDowRe: Parks OP, positiv....
06.10.11 18:14 Angsthase1983Re: Parks OP, positiv....
17.10.11 10:37 Angsthase1983Re: Parks OP, positiv....
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