Startseite > Foren > Forum Hämorrhoiden > nach Longo-OP Hiobsbotschaft des Proktologen
hallo gemeinde
ich hatte mitte september staplerhämorrhoidopexie nach longo.
heute war ich wieder zum nachschauen in der klinik und ein protologe teilte mir mit das wohl bei meiner op mitte september komplikationen aufgetreten seien.
anscheinend wurde zuviel haut abgetragen und die obere haut zu weit runter gezogen, so dass ich nun schon seit 7 wochen höllische schmerzen habe...die nahtstelle ist immer noch ödematös und gerötet zusätzlich habe ich immer noch ein hämatom bei 3:00 bis 6:00 ssl.
eine rektoskopie war überhaupt nicht möglich da innen alles so sehr geschwollen ist das da nicht mal mehr der durchmesser des kleinen fingers da ist.
Der proktologe fragte mich ob ich denn nicht vom operatör aufgeklärt worden sei....ich antwortete ihm dass ich den operatör weder vor der op noch danach zu gesicht bekommen habe....es wäre die pflicht des behandelnden arztes gewesen mir nach der operation die komplikationen zu erörtern.
dadurch dass bei mir zuviel haut weggenommen wurde und zuviel haut von oben herunter gezogen wurde ist nun die haut die anscheinend viele nervenvverzweigungen hat an die stelle gekommen wo eigentlich nichts sein dürfte...durch diese komplikation habe ich nun schmerzen wie ein gaul, kann nicht mehr richtig aufs klo, blute ständig und alle mittelchen die man mir bis jetzt geboten hat helfen nicht im geringsten...der proktologe gab mir zu verstehen dass wohl an diesem zustand sich nichts mehr großartiges verändern wird....ich werde wohl den rest meines lebens mehr oder weniger diese verdammten schmerzen haben.....ich finde die art und weise die sich dieser operatör hier rausgenommen hat das allerletzte......ES WÄRE SEINE PFLICHT GEWESEN MICH NACH DIESER MISSGLÜCKTEN OP AUFZUKLÄREN NICHTMAL AM ENTLASSUGNSTAG 3 TAGE SPÄTER HAT SICH EIN ARZT UM MICH GEKÜMMERT
den einzigen arzt den ich gesprochen habe war der stationsarzt als er mir diese longo methode erklärte und als ich meine papiere zur entlassung bekam ein auf wiedersehen.
ich bin nun so verzweifelt und will dies eigentlich nicht wahr haben dass es dass schon gewesen sein soll....hat jemand vielleicht schon das gleiche durchgemacht und kann mir helfen......ich wäre sehr dankbar
gruß hansi
Hallo hansi,
bin 4.2006 operiert worden. Hatte auch sehr lange Schmerzen, seitdem und heute eine Stressinkontinez. Irreparabel geschädigt.
Bin anwaltlich vertreten und die Schlichtungsstelle war keine gute Erfahrung.
Durch zu tiefes legen der Klammernaht und zusätzliches Verrutschen des Gerätes wird sensible Analhaut erfasst.
Das Verrutschen stellt eine Komplikation dar und der Operateur haftet nicht.
Zu tiefes legen der Klammernaht ist nicht"lege artis" und der Oparateur haftet, wenn der Oparateur es gemäß der Bedienungsanleitung durchgefüht hat und die diese tiefe Naht so beschreibt haftet er nicht. Vielleicht der Hersteller?
Diese OP ist nur etwas für Profis, aber jeder fängt ja irgendwann klein an. Leider ist meine bisherige Erfahrung, dass keiner hilft: eine weitere OP bringt nichts, das Krankenhaus macht daraus eine Komplikation, für das Integrationsamt ist das nichts besonderes, die DRV kann damit nichts anfangen, das Arbeitsamt auch nicht. Ich wünsche dir gute Genesung und viel Glück.
Hallo alle,
das sind ja furchtbare Hiobsbotschaften! Ich hatte vor 9 Wochen diese OP bei einem niedergelassenen Proktologen und gestern in einem Darmzentrum erfahren, dass auch bei mir die Naht zu weit unten sitzt, zwar noch über dem Bereich, wo sie nicht sein soll, aber nahe dran und meine teils höllischen Schmerzen beim Laufen könnten daher kommen. Allerdings habe ich durch die OP irgendwie eine Fissur bekommen u. es könnte auch von der kommen. Also erst die Fissur sanieren, wenn nötig, operativ und wenn danach u. nach einem halben Jahr nach der Longo-OP keine Besserung, dann die Klammernaht per OP entfernen lassen. Ist ein großer Eingriff, aber anders kriegt man die Klammern nicht raus.
Sie fallen nicht von alleine raus, wie in einer Broschüre des Chirurgenverbandes bei der Darstellung der, ach so leichten, Longo-OP beschrieben. Es ist schrecklich, was da mit ahnungslosen, gutgläubigen Patienten getrieben wird!
hallo genmeinde
ja diese Erfahrungen dass niemand, aber auch gar niemand einem zur seite steht hab ich nun mittlerweile auch bitterböse erfahren müssen.
war natürlich wieder bei 2 anderen proktologen und die sehen zwar was dort schief gelaufen ist aber keiner dieser götter in weiß ist imstande mir das zu attestieren.
fakt ist nun bei mir:
... die klammernaht sitzt eindeutig zu tief und das hab ich zum glück schriftlich attestiert
... das riesen-hämatom was ich seit meiner op habe und nun aber nach einem halben jahr so langsam zurück geht rührt von einer verletzung bei der op her, was auch kurz im op bericht mit nachblutender wunde die danach noch zusätzlich vernäht werden musste, beschrieben wurde. nun hat sich herausgestellt dass genau auf diesem hämatom noch zusätzlich eine fissur liegt.
... Nun ist auch noch eine Analkanal- und Rektumstenose dazu gekommen die nur in den seltensten fällen auftritt und diese diagnose habe ich auch von einem proktologen attestiert
... bei meiner letzten untersuchung mit dem proktoskop und mit einer kamera wurden von der klinik die mir diese ganze schei.. eingebrockt hat auch fotos gemacht auf denen eindeutig 5 klammern zu erkennen sind die direkt in den kanal schauen und mir auch noch zusätzlich diese höllischen schmerzen bereiten.
die klinik weist natürlich jede schuld von sich und alles ist im optimalen rahmen verlaufenund ich als vorschlag meinten sie nur ich solle doch weiterhin mit dolo posterine salbe behandeln was ich ja nun auch schon seit september 09 mache und mir keinerlei linderung verschafft. auf alles andere sind sie überhaupt nicht eingegangen. der professor ergriff, nachdem ich wieder ansprechbar war und er mir aber zuvor versichert hatte dass wir uns danach unterhalten, sofort die flucht....was aber für mich nichts neues war weil ich dieses verhalten ja schon von den besuchen vorher kannte.
ich weiß nicht ob ich schon geschrieben habe dass ich nun auch noch gegen die schmerzen fentanyl pflaster nehmen muss und ich in den nächsten wochen höchstwahrscheinlich schon auf die nächst stärkere dosierung dieser pflaster angewiesen bin. das heißt wenn es mir jemals wieder besser gehen sollte muss ich erstmal nen entzug wegen diesen pflastern machen, nebenbei bemerkt darf ich nun nichtmal mehr auto fahren weil diese pflaster unter das btmg fallen.
ich hoffe nun erstmal auf den medizinischen dienst, dass mir dewenigstens recht geben das da was schief gelaufen ist.
das ist im moment mein letzter grashalm an den ich mich klammere. mein anwalt hat schon gesagt dass wenn nun dieser dienst sagt dass alles gut gewesen ist dann haben wir sehr schlechte karten.
ich finde es als den größten ober-knaller....man geht ins krankenhaus mit, im vergleich zu diesen jetzigen schmerzen, fast schmerzlos in die op und kommt als kranker mensch wieder raus.
und keiner hilft und niemand will was damit zu tun haben.
mittlerweile bin ich meinen job los.
ich könnte auch gar nicht mehr. habe vorher in der produktion gearbeitet und war ständig in gebückter haltung aus der ich schwere teile heben musste. das kann ich gar nicht mehr machen. ich könnte schon die decke hoch gehen nachdem ich ne halbe stunde die wohnung sauber gemacht habe.
ich frage mich langsam wo wir leben ???????
ich berichte weiter bis dahin
Hallo Hansi und alle Leidensgenossen!
Ich verfolge Deine Beiträge mit großem Interesse, da ich in derselben Situation bin u. auch schon in diesem Forum dazu geschrieben habe.
Bei mir liegt die OP ja "erst" zwei Monate zurück und seither habe ich diese schrecklichen Schmerzen besonders beim Gehen. Ich nahm den weiten Weg auf mich und habe mich in München im Klinikum rechts der Isar in der Proktologiesprechstunde untersuchen lassen, wie ich am 5.5. bereits beschrieb.
Nun habe ich heute schon den Arztbrief des Oberarztes Dr. W. Kauer mit klarer Diagnose: Akute Analfissur, evtl. etwas tiefsitzende Klammernahtreihe nach Longo.
Dazu seine Empfehlung: Zunächst Ausheilung der Analfissur, ggfs. Fissurektomie. Sollten die Beschwerden danach persistieren, ist nach einem Zeitraum von wenigstens 6 MOnaten postoperativ dann eine operative Entfernung bzw. Resektion der Klammernahtreihe zu denken.
Ich habe von diesem Arzt also sofort eine klare Aussage schriftlich bekommen. Bin sicher, dass mein Chirurg/Proktologe genau weiß, dass die Klammernaht zu tief sitzt, es mir aber nicht sagen will. Genau wie in seiner Aufklärungsbroschüre stand, dass die Klammern nach einigen Wochen von allein herausfallen. Nun habe ich von seiten des Arztes mit Verwunderung zu hören bekommen, dass es doch gar nicht geplant ist, dass diese Titan-Klammern jemals wieder herauskommen. Die hat man sein Leben lang meinte er. Auch meine Hausärztin war verwundert darüber, dass diese Klammern von alleine herausfallen sollen, sie konnte das nicht glauben. (aber auf diese Information hin habe ich der OP zugestimmt, hätte ich gewußt, dass ich mein Leben lang Titanklammern im Po tragen soll, hätte ich mir das bestimmt reiflich überlegt!)
Was mich auch wundert, dass anscheinend keiner Deiner Proktologen jemals daran gedacht hat, Dir zu empfehlen, diese Klammerreihe operativ entfernen zu lassen, wie es bereits dieser Münchener Oberarzt sofort nach der Untersuchung erwähnte. Er konnte deutlich die Klammern sehen u. auch dass sie sehr nache an der Linie sind, die sozusagen die Grenze bildet, wo es sehr schmerzempfindlich wird.
Ich weiß von ihm, dass diese OPs mit Entfernen der Klammernaht im Klinikum rechts der Isar, MÜnchen; im Städt. Klinikum München-Neuperlach bei Dr. Ruppert (Proktologie) und im Enddarmzentrum Mannheim gemacht werden. Gewiss gibt es noch andere Krankenhäuser in Deutschland, die diese OPs machen können. Er war sehr offen und direkt mit klaren Aussagen, dass dies keine kleine OP ist, es ist eine große OP mit allen Risiken, dessen muß man sich bewußt sein. Aber sein Leben lang mit diesen Schmerzen herumlaufen....
Ich werde mich genau nach seiner Empfehlung richten und erst die Analfissur sanieren bzw. operieren lassen u. wenn die Schmerzen dann immer noch da sind, die Klammerreihe ca. im Herbst entfernen lassen.
Ich habe ein prima Hausärztin und die hat mir nun LYRICA 50 mg (Pregabalin) verschrieben zum Testen verschrieben. Früh und mittags eine. Wirkt hervorragend!! Dieses Mittel wirkt bei neuropathischen Schmerzen z.B. Gürtelrose, und auch bei generalisierten Angststörungen. Sie sagte, wenn dieses Mittel Erleichterung bringt, wissen wir genau, dass die Schmerzen von der zu tief sitzenden Naht kommen, denn es wirkt auf die Nervenenden. Seit gestern nehme ich diese Tabletten nun u. ich bin so gut wie beschwerdefrei!!!! Ich kann die Schmerzmittel wie Novalgin u. Ibuprofen weglassen. Ich bin noch nächste Woche krank geschrieben u. wir hoffen, dass bis dahin die Müdigkeit durch die Tabletten weg ist u. der Körper sich daran gewöhnt hat, damit ich in die Arbeit fahren kann. Wenn die Tabletten wirken, soll ich sie nehmen, um die Zeit bis zur Entscheidung zu überbrücken, damit ich ein relativ normales Leben führen kann.
Es ist sehr wichtig, die richtigen Ärzte zu finden und vor allen Dingen das richtige Krankenhaus mit viel ERfahrung auf diesem Gebiet. Ich werde nun das erste Mal wieder meine Runde durch den Wald machen, ca. 4-5 km, mal sehen, wie es geht oder ob ich abbrechen muß. Werde Euch wissen lassen, wie gut Lyrica 50 wirkt. Ich nehme sonst nichts, kein Dolo Posterine oder ähnliches. Ich hatte das Gefühl, das brennt nur noch mehr. Ich verwende lediglich am After eine Salbentinktur gegen die Fissur, welche sich direkt innen am Afterausgang befindet. Ich soll außen die Tinktur anbringen, sie ist dünn u. der Proktologe meinte, sie kommt von selbst dahin, wo sie sein soll.
Bis auf Weiteres.
Hallo nochmal an alle die von höllischen Schmerzen nach der Longo-OP geplagt werden:!
Ich will Euch nur das Ergebnis meiner heutigen Wanderung von 4 km wissen lassen. Bin BESCHWERDEFREI!! die 4 km gelaufen! Das Mittel Lyrica 50 mg wirkt wie ein Wunder! Ich habe heute morgen und früh am nachmittag jeweils eine genommen und den ganzen Tag keinerlei Schmerzen gehabt! Sonst hatte ich bei jedem Schritt einen Stich wie eine Nadel in der Blasengegend, und Schmerzen in den Rücken und Bauchraum ausstrahlend, so schlimm, dass ich nur noch zusammengekrümmt auf dem Sofa in meiner Ecke saß u. zu nichts mehr taugte.
Ich kann es nicht fassen, dass ich sofort nach Einnahme von Lyrica 50 praktisch beschwerdefrei war!! Meine Hausärztin bekommt nächste Woche einen Riesenblumenstrauß von mir! Es scheint, sie ist die einzige, die überhaupt auf die Idee kam, es mit diesem Mittel zu probieren. Ich denke immer noch, ich träume!. Ich hatte nun 2 Monate lang so gut wie ständig Schmerzen, sobald ich mich bewegte. Es ist weg, wie weggeblasen, unglaublich!!
Alles Gute Euch allen und hoffe Ihr könnt das Mittel bekommen und probieren.
Bis demnächst
Liegt eine Stressinkontinenz vor?
hallo bluedolfijn
bisher hatt mir noch niemand die diagnose gestellt dass eine stressinkontinenz vorliegt
meines erachtens denke ich auch nicht das dies bei mir in betracht kommt
natürlich hat mir schon ein proktologe den vorschlag gemacht das ganze missgeschick das damals bei mir gelaufen ist soweit wie möglich zu revidieren, wass aber wieder um nur ein minimum von 6 monaten schmerz bedeutet und dann aber auch noch nicht vorauszuschauen ist ob adann das ganze erledigt ist.
ich würde mich lieber gestern als heute operieren lassen aber bei mir geht es auch darum das ich ein gutachten in den händen habe, das besagt dass bei meiner longo-op einiges schief gelaufen ist.
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