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Ich habe ein Problem was mich schon seit länger Zeit beschäftigt.
Ich habe schon immer große Probleme damit meine Verdauung "in Gang zu halten" und habe meistens sehr harten Stuhlgang.
Vor circa 1.5 Jahren hatte ich ab und zu hell rotes Blut am Toilettenpapier, nach dem Stuhlgang. Ein wenig später habe ich mal nach starkem Durchfall einen kleinen Knubbel (wie eine Ersbe) bemerkt, der sich allerdings nach kurzer Zeit wieder von selbst zurück zog und auch nicht schmerzte. Ich war von damals an bis jetzt bereits drei Mal beim Arzt und wurde dort ausführlich abgestastet, da ich vermutete, dass es Hämorhoiden sein könnten. Alle drei Male wurde mir versichert das nichts zu fühlen oder zu sehen sei worüber ich mir Gedanken machen müsste. Es wurde ebenfalls ein Test gemacht, ob sich Blut in meinem Stuhl befindet, der negativ war. Inzwischen habe ich meine Ernährung umgestellt und nur noch sehr sehr selten ein kurzes Ziehen beim Stuhlgang.
Trotzdem habe ich immer noch irgendwie Angst,dass es Hämorhoiden sein könnten. Soll ich mich auf das Urteil des Artzes verlassen oder was soll ich nun tun?
Vielen Dank für eine Antwort


Hallo, Natercia,
Sie waren mehrmals wegen Verdachts auf Hämorrhoiden beim Arzt und wurden, wie Sie schreiben, angeschaut und abgetastet. Das reicht aber nicht aus. Zur Diagnose von Hämorrhoiden muss der Mastdarm gespiegelt (proktoskopiert) werden, denn Hämorrhoiden ersten Grades sind weder außerhalb zu sehen, noch sicher zu tasten.
Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, einen Proktologen aufzusuchen?
Viele Grüße
Mörlinger




Nur weil manchmal die Begriffe angeschaut und untersucht nicht einheitlich verwendet werden:
Tasten kann man Knoten, Vorwölbungen und andere Dinge, die sich "in den Weg stellen".
Nicht tasten kann man Dinge, die sich "platt machen" sobald der Finger kommt. Genau das tun Hämorrhoiden im Anfangsstadium. Man muss sie sich wie kleine Schwämme vorstellen, die nicht tastbar sind, weil sie durch den Finger platt gemacht werden und sich dann genau so anfühlen wie die Umgebung.
Sehen kann man sie schon, deswegen ist anschauen das Richtige, aber eben anschauen mit dem kleinen Sichtrohr, das den Namen Proktoskop trägt und die Untersuchung heißt Proktoskopie. Manche Hausärzte machen das, weil es auch zur Männervorsorge gehört. Sie sind dann durchaus auch geübt in der Beurteilung. Wenn also ein Anschauen mit Rohr erfolgt ist und man davon ausgeht, dass Ihr Hausarzt das öfters macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hämorhoiden bestehen, relativ gering. Wenn noch nie mit Rohr geschaut wurde, dann gehört das gelegentlich gemacht, wie "Mörlinger" schon sehr richtig gesagt hat.
Bei Ihrer Geschichte fällt ja Problem harter Stuhlgang auf. Harter Stuhlgang kann zu Hämorrhoiden führen, wenn man davon ausgeht, dass wiederholtes Pressen die Entstehung von Hämos begünstigt. Aber auch andere Folgen des harten Stuhlganges sind denkbar. Es kann mal ein kleiner Schleimhautriss auftreten, z.B.
Beides, sowohl die Hämos als auch der Schlemhautriss können wieder weg gehen, insbesondere, wenn man den Stuhlgang dauerhaft ohne Pressen hinbekommt. Das könnte der Grund dafür sein, warum Sie momentan keine Beschwerden haben.
Fazit der vielen Worte: Wenn anschauen, dann mit Rohr. Hat Zeit, sollte aber irgendwann gemacht werden.
Dr. Schaaf
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 19.03.09 23:01 | Natercia | |
| 20.03.09 08:59 | Mörlinger | |
| 21.03.09 11:44 | Dr. Schaaf |
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