Soder, es liegt zwar etwas Zeit dazwischen aber was solls. Hier der Rest:
Wie ich schon schrieb, fühlte sich das "Ding" nach rund 2 cm Größe an. Der Proktologe hat es behandelt, aber zum ersten Mal wurde es nach einer Behandlung nicht besser. Also lag ich zwei Tage später wieder beim Arzt und 2 Stunden später bei einem anderen Arzt auf der proktologischen Abteilung eines Krankenhauses. Eine OP war nach seiner Aussage notwendig.
Die Alternative dazu wäre abwarten gewesen, bis der Körper die Thrombose (das ist das ja nunmal) selber abbaut. Danach würde aber der Sack bleiben. Das würde dann rund 2 Wochen dauern. Da die Schmerzen in den letzten beiden Tagen davor doch erheblich waren - trotz ständigen cremens - hatte ich mich zu OP entschieden. Blieb noch die Frage: Wann?
Die Antwort: Jetzt.
Also 10min raus zum Durchatmen und Freundin anrufen zum Abholen. Dann wieder rein.
Zum Ablauf:
Zuerst wird der Bereich des Afters mit mehreren Spritzen betäubt. Diese rund 20 Sekunden waren die Hölle! Danach habe ich nichts mehr gemerkt. Zum Test hat der Arzt in das heraushängende Teil mit einer Zange gekniffen - ich habe nichts gemerkt.
Die OP dauerte max. 10 min (ca. 15 Uhr) Der Arzt hat mir dann noch ein paar Iboprofen 600 mitgegeben. An dieser Stelle würde ich heute protestieren.
Gegen 23 Uhr war ich wieder im Krankenhaus (Notaufnahme) da ich die Tagesdosis Iboprofen intus hatte und vor Schmerzen durch die Decke gehen wollte.
Die sehr nette Ärztin hat sich alles noch mal angeschaut und hat mich dann ordentlich ausgestattet.
- Iboprofen 600 kann man auch mal 3 mehr nehmen
- Tramal
- Novalminsulfon
Mit einer weiteren Iboprofen und Tramal habe ich dann die Nacht gut geschlafen :D die nächsten Tage bin ich mit der max. Tagesdosis Ibo +1 oder 2 ausgekommen.
Wenn Euch jemand sagt, Ihr seit 1 oder 2 Tage nach der Op wieder voll einsatzbereit - vergesst es!!
Ich bin 5 Tage danach wieder auf Arbeit gegangen und nach einem halben Arbeitstag wieder nach Hause. Ihr solltet wirklich eine Woche einplanen um wieder fit zu werden.
Was fehlt noch. Der erste, zweit und dritte Stuhlgang.
Leider musste ich schon einen Tag nach der OP auf den Pott.
Trotz dem, das ich unter Drogen stand war der Schwerz mehr als heftig. Zum Trost, der Schmerz ist schnell wieder vorbei und wird von mal zu mal deutlich weniger.
Was kann man dagegen tuen.
Nachdem ich 2 Monate später wieder einen kleinen Gnubbel hatte - der schnell wieder weg war - habe ich das Gespräch mit meinem Hausarzt geführt, so konnte es ja nicht weiter gehen. Schließlich habe ich damals schon fast nur Vollkornprodukte gegessen.
Ich habe jetzt einen guten Weg gefunden um meinen Stuhl weich und im Fluss zu halten.
Zum Frühstück esse ich (bis auf 1-2 Mal pro Woche) 2 Esslöffel Frischkornmüsli aus dem Reformhaus. Dieses wird am Abend vorher mit etwas Wasser angerührt und in den Kühlschrank gestellt. Ich mische das meist mit Joghurt, mal eine Banane oder klein geschnittenes Trockenobst, welches leider bei mir keinen Einfluss auf die Darmtätigkeit hat. Aber es ist gesund und lecker.
Neuerdings schmeiße ich das angesetzte Müsli mit 2 Löffel Joghurt und Orangen, Klementinen, Weintrauben oder Bananen in den Mixer. Das ist dann Trinkbar und echt lecker.
Weiterhin nehme ich, wenn ich länger als 1 Tag nicht auf Toilette war, Macrogol. Das ist ein Pulver welches mit Wasser angerührt wird. Da das geschmacklich nicht so toll ist gebe ich da noch etwas Sirup oder Saft hinzu; oder schmeiß das Pulver mit in den Mixer. Das Pulver nehme ich dann 2 bis 3 mal täglich bis ich auf dem Pot war. Selbst wenn ich dann mal 3 Tage nicht war, ist der Stuhl noch weich und gleitet quasi ohne pressen hinaus.
Allgemein habe ich gelernt etwas besser auf meinen Körper zu hören, wenn er will, dann soll er auch. Und nicht pressen.
Zu meinen Reisebegleitern gehört heute, neben Frischkornmüsli und Macrogol immer noch Jelliproct Salbe und Desinfektionspray für die öffentlichen Toiletten.
Es hat eine Weile gedauert, aber ich habe seit fast 6 Monaten keine Probleme mehr mit den Hämorrhoiden.
Gruß
Karl