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Forum: Haarausfall

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(775 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


ich habe 2 Probleme und bekomme sie beide nicht in den Griff.
Als erstes sei gesagt das ich 29 bin männlich und habe seid cirka 3,5 - 4 Jahren Haarausfall. Erste Diagnose is natürlich sofort, das ist normal bei Männern, erblich bedingt. Ich behandel den Ausfall mit Propecia und das wirkt nicht. Nehme es seid bestimmt 2 Jahren schon. Trotzdem überall ausgefallene Haare, lassen sich auch ganz leicht ausziehen und das nicht nur am Hinterkopf sondern auch an den Schläfen und oberhalb der Ohren. Des weiteren tut mir auch oft (4 -5 Tage) die Woche die Kopfhaut weh und das ohne das sie entzündet ist oder rot. Es tut weh als wenn ich mir den Kopf gestoßen habe und das eigentlich fast jeden Tag.
Ich war schon bei vielen Ärzten aber ich muss sagen das ich irgendwie das Vertrauen verloren habe.
Leider ist mein zweites Problem eine nunmehr schon 10 Jahre lange Essstörung. Ich bin nicht Magersüchtig aber ich übergebe mich sehr oft weil ich mich voll fühle und esse danach wieder etwas.
Davon weiß mein Arzt, Hautarzt natürlich nichts. Meine Blutwerte sind relativ in Ordnung, also keine Mangelerscheinungen bei den getesteten Werten.
Kann es trotzdem sein, das aufgrund der Essstörung trotzdem dieser Haarausfall begünstigt wird oder is das nen absurder Gedanke.

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
(215 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Nö, so absurd ist der Gedanke nicht. Kommt halt drauf an, welche Blutwerte bei dir so getestet worden sind. Wenn das dein Hausarzt macht, nimmt er im Zweifelsfall nur einige wenige Standardwerte (kleines Blutbild).. Ob du aber vielleicht aufgrund der Essstörung einen zu niedrigen Calcium-Spiegel hast, kommt dabei wahrscheinlich nicht raus. Und Calcium ist wichtig für die Haare.


Also wäre mein Tipp: Großes Blutbild machen lassen, bei einem Endokrinologen (dein Hausarzt muss ich dorthin überweisen). Dem schilderst du deinen Haarausfall am besten etwas übertrieben g .. also sowas wie zur Zeit 400 Haare am Tag ... und am besten auch von der Kotzerei, dann müsste der eigentlich die entsprechenden, relevanten Werte veranlassen. Inklusive Schilddrüse! Die macht, wenn sie nicht rund läuft, auch gern und häufig massiven Haarausfall.

J. Latz
(179 mal gelesen)
Status: Experte

na ja, den Vorschlag mit der "übertriebenen" Schilderung beim Arzt finde ich eher kontraproduktiv. Wichtig ist, dass Sie sich bei einem Hautarzt vorstellen, der auf Haare spezialisiert ist. Adressen hierzu finden Sie u.a. auf meiner Homepage.


Es ist natürlich wichtig, dass Sie den Arzt auch auf das Erbrechen hinweisen. Haben Sie das aus Scham verschwiegen? Oder hatte das andere Gründe?


HG
Jenny Latz

(156 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Danke für die schnelle Antwort,


ich hab das eigentlich nie im Zusammenhang gesehen also hab ich es dem Arzt auch nicht geschildert, sicherlich ist auch ein wenig Scham dabei.Ich meine, ich bin ein Mann und da is Erbrechen ja nicht so das Thema, als Krankheit meine ich. Ist irgendwie zum Alltag geworden und ich bin ja nicht untergewichtig oder so. Als ich das erste Mal wegen Haarausfall beim Hausarzt war wurde ein Blutbild gemacht und dann wurde ich einfach weiter an einen Hautarzt überwiesen.


In eine Universitätsklinik, also schon einem Spezialisten!
Dort wurden dann halt mehrmals Haare entnommen und bei der ersten Diagnose wurde anlagebedingt ausgeschlossen!! Man ging erst davon aus das ich sie mir selbst ausreiße. Ich weiß nicht mehr genau den Wortlaut für diese Diagnose.
Als der Ausfall nicht aufhörte hab ich darauf bestanden eine weitere Probe zu machen und da sagten Sie dann:,,läuft wohl doch auf anlagebedingt hinaus". Hab ich nie verstanden und dann hab ich schon ein wenig das Vertrauen verloren. Noch dazu das mir die Kopfhaut ja öfters richtig weh tut, das wurd ne Zeit lang mit Kortison behandelt. Aber die Schmerzen blieben. Wurde von den Ärzten dann mehr oder weniger als Einbildung abgetan.

(126 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Zitat:
Rostock
In eine Universitätsklinik, also schon einem Spezialisten!
Dort wurden dann halt mehrmals Haare entnommen und bei der ersten Diagnose wurde anlagebedingt ausgeschlossen!! Man ging erst davon aus das ich sie mir selbst ausreiße. Ich weiß nicht mehr genau den Wortlaut für diese Diagnose.
Als der Ausfall nicht aufhörte hab ich darauf bestanden eine weitere Probe zu machen und da sagten Sie dann:,,läuft wohl doch auf anlagebedingt hinaus". Hab ich nie verstanden und dann hab ich schon ein wenig das Vertrauen verloren. Noch dazu das mir die Kopfhaut ja öfters richtig weh tut, das wurd ne Zeit lang mit Kortison behandelt. Aber die Schmerzen blieben. Wurde von den Ärzten dann mehr oder weniger als Einbildung abgetan.


Ich kenne das mit dem verlorenen Vertrauen leider auch sehr gut. Haarausfall ist nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln ... nicht genügend erforscht, es gibt zig mögliche Ursachen und sehr individuelle Verläufe, einzelne Menschen sprechen höchst unterschiedlich auf Behandlungsmethoden an ... dazu kommt, dass Haare im Schnitt um die 3 Monate brauchen, um auf etwas zu reagieren. Da sind Zusammenhänge oft nicht mehr gut herzustellen.


Schwieriges Gebiet! Aber wünschenswert wäre eben, dass Ärzte das auch ZUGEBEN ... anstatt vorschnell Zuflucht zum anlagebedingten Haarausfall zu nehmen!


Frau Latz, sicher ist es nicht gerade guter Stil, beim Arzt zu übertreiben. Leider hab ich die Erfahrung gemacht, dass auch erfahrene Endokrinologen nur eine Standard-Zahl von Blutwerten nehmen - da fehlt oft das Ferritin, fast immer das Biotin und die B-Vitamine, ganz zu schweigen von Calcium, Vitamin D und Schilddrüsen-Antikörpern. Alles relevante Werte für Haarausfall! Man wollte mir sogar ausreden, diese Werte auf eigene Kosten messen zu lassen! Das funktionierte erst mit der Übertreibung. Und siehe da: Ferritin war im Keller, Folsäure fast bei 0.

J. Latz
(113 mal gelesen)
Status: Experte

Dennoch ... es gibt auch noch andere Methoden. Auch ich bin Patientin bei Ärzten. Und sicher ziemlich nervig. Aber ich wende keine Tricks an, sondern fordere ein, was ich für notwendig halte. Eben als mündige Patientin. Zugegeben gehört dazu eine gute Portion Selbstbewusstsein und die meisten meiner Ärzte wissen in meinem Fall "mit wem sie es zu tun haben".
Schönes Wochenende
Jenny Latz

J. Latz
(92 mal gelesen)
Status: Experte

[quote Rostock]Danke für die schnelle Antwort,


ich hab das eigentlich nie im Zusammenhang gesehen also hab ich es dem Arzt auch nicht geschildert, sicherlich ist auch ein wenig Scham dabei.Ich meine, ich bin ein Mann und da is Erbrechen ja nicht so das Thema, als Krankheit meine ich.


Deswegen habe ich es angesprochen. Leider ist zu wenig bekannt, dass sehr viele Männer und Essstörungen leiden. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie dazu gehören, kann ich Ihnen gerne über eine nicht-öffentliche Nachricht weitere Ansprechpartner nennen.


Ist irgendwie zum Alltag geworden


Das ist genau das Problem. Dass es Alltag wird. Und dabei geht Ihnen jeden Tag so viel Lebensqualität verloren.


In eine Universitätsklinik, also schon einem Spezialisten!
Dort wurden dann halt mehrmals Haare entnommen und bei der ersten Diagnose wurde anlagebedingt ausgeschlossen!! Man ging erst davon aus das ich sie mir selbst ausreiße. Ich weiß nicht mehr genau den Wortlaut für diese Diagnose.


Trichotillomanie! Und tun Sie das? Gerne können Sie mir auch privat antworten, wenn Ihnen das hier unangenehm ist.


Als der Ausfall nicht aufhörte hab ich darauf bestanden eine weitere Probe zu machen und da sagten Sie dann:,,läuft wohl doch auf anlagebedingt hinaus".


Kann auch eine "Notdiagnose" gewesen sein, weil man Ihnen einen Gefallen tun wollte. Immerhin haben Sie darauf bestanden und leider sind auch Ärzte Menschen.


Was machen wir jetzt? Am besten könnte ich Ihnen natürlich über ein persönliches Gespräch helfen. Wir können es aber auch gerne weiter hier im Forum versuchen. Wichtig ist, dass wir die Dinge eingrenzen, damit Sie an die richtigen Adressen kommen.


HG
Jenny Latz

(71 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Danke für Ihre schnelle Antwort!



Kann auch eine "Notdiagnose" gewesen sein, weil man Ihnen einen Gefallen tun wollte. Immerhin haben Sie darauf bestanden und leider sind auch Ärzte Menschen.


Was meinen Sie mit Notdiagnose. Die ersten Untersuchungen oder jene wo man dann meinte es sei doch anlagebedingt!? Ich wollte durch die zweite Diagnose doch nur eine Bestätigung der ersten und keinen Gefallen.


Trichotillomanie! Und tun Sie das? Gerne können Sie mir auch privat antworten, wenn Ihnen das hier unangenehm ist.


Ich würde sagen nein. Sicher, ich fasse mir oft ins Haar und ziehe leicht aber nie so doll das man es als rausreißen bezeichnen könnte. Die Untersuchungen die zu dieser Diagnose führten liefen aber irgendwie darauf hinaus das die Haarwurzeln in Mitleidenschaft gezogen sein und keine anlagebedingten Schäden aufweisen.


Ich hätte gerne Adressen oder
Emailadressen um mich einem Ansprechpartner in Sachen Essstörungen anzuvertrauen weil mich die Sache mit der Lebensqualität schon nachdenklich gemacht hat. Es ist ja so das es auf der einen Seite der Haarausfall ist aber auch so das ich mich nach dem Erbrechen meist ausgedürrt (durstig) fühle irgendwie leer!!

(55 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Zitat:
J. Latz
Zitat:
Rostock
Kann auch eine "Notdiagnose" gewesen sein, weil man Ihnen einen Gefallen tun wollte. Immerhin haben Sie darauf bestanden und leider sind auch Ärzte Menschen.


Sorry. Für mich ist eine Notdiagnose (wenn es denn eine war) unprofessionell und unseriös, zumal von einem sogenannten Spezialisten. Ich soll akzeptieren, dass ein Arzt mir Blödsinn erzählt, weil er ja auch nur ein Mensch ist - und darf aber umgekehrt nicht mal bei meiner Symptombeschreibung übertreiben, damit ich wenigstens ne anständige Untersuchung bekomme? Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich werd hier nix mehr schreiben.


Sorry Rostock, fürs Missbrauchen deines Threads! Ich drück dir fest die Daumen, dass du mit deinen beiden Problemen weiterkommst! Liebe Grüße, Coraaa

J. Latz
(77 mal gelesen)
Status: Experte

[quote Coraaa][quote J. Latz][quote Rostock]


Sorry. Für mich ist eine Notdiagnose (wenn es denn eine war) unprofessionell und unseriös, zumal von einem sogenannten Spezialisten. Ich soll akzeptieren, dass ein Arzt mir Blödsinn erzählt, weil er ja auch nur ein Mensch ist -


Das war kein Rat, sondern lediglich ein Feststellen von Tatsachen, wie sie leider unser Gesundheitssystem immer wieder produziert. Auch habe ich nicht geäußert, dass ich ein solches Arztverhalten billige. Da haben Sie mich wohl missverstanden.

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