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Forum: Haarausfall

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1033 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ich habe jetzt seit fast 3 Monaten sehr starken Haarausfall, meine Haare haben sich auf etwa 1/4 ihrer ursprünglichen Menge reduziert, ich war bei 4 verschiedenen Hautärzten, die zuerst androgenetisch bedingten Haarausfall vermuteten (dazu passt aber weder Menge noch Areal: gesamter Kopfbereich), deshalb bekam ich Regaine. Zusätzlich leide ich unter starkem Juckreiz und schmerzender Kopfhaut. Das wird allerdings von jedem Arzt ignoriert. Die Kopfhaut wird meist einmal kurz angeschaut, das war's dann. Die Hauptantwort ist: bei Haarausfall kann man nix machen. Und vor einem Monat wurde bei mir ein sehr niedriger Ferritinwert festgestellt (8), dennoch hat sich keiner bemüßigt gefühlt, mir ein Eisenpräparat wenigstens zu empfehlen. Deshalb - nach langer Rede- meine Frage: hat jemand Erfahrung, ob der Haarausfall tatsächlich durch den Eisenwert bedingt ist? Und weiß jemand, wie lange es etwa dauert, bis sich in so einem Fall der Haarausfall normalisiert?

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
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  • (424 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Oh ja unbedingt! 8 ist sehr niedrig! Der sollte über 50 sein! Bei mir lag es damals auch am Ferritinwert. Meine HA meinte, dass es kein Wunder wäre, dass mir die Haare ausfallen bei dem Wert. Ich kann gar nicht verstehen, dass dir keine Eisenpräparat verschrieben wird. Geh zu einem anderen Arzt und lass es dir verschreiben. Ich hatte damals Ferrogamma, das gibts auch ohne Rezept, aber die Werte sollten natürlich immer vom Arzt üperprüft werden, weil es ja sehr hoch dosiert ist. Hatte nach der Einnahme auch immer starke Bauchschmerzen, aber das war nicht weiter schlimm.

  • (355 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Achso, und wie lange das dauert. Naja ein paar Monate schon, wie bei allem. Der Eisenspeicher muss sich ja erstmal wieder füllen und die Haare wachsen. Aber bei mir sind die Haare dann irgendwann alle wieder gewachsen. Und kaum noch ausgefallen. Das war toll.

  • (418 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo, so viele Fragen, die ich versuchen will zu beantworten, okay?


sassablu schrieb:



> Ich habe jetzt seit fast 3 Monaten sehr starken
> Haarausfall, meine Haare haben sich auf etwa 1/4
> ihrer ursprünglichen Menge reduziert,


woher wissen Sie das? Wurde das durch ein Trichoscan festgestellt? Oder ist das Ihr Eindruck?


ich war bei
> 4 verschiedenen Hautärzten, die zuerst
> androgenetisch bedingten Haarausfall vermuteten
> (dazu passt aber weder Menge noch Areal: gesamter
> Kopfbereich),


Es gibt auch jede Menge Mischformen. Die sind sehr schwer zu diagnostizieren und zu behandeln, wenn mehrere Ursachen zugrunde liegen. Das muss man akzeptieren.


deshalb bekam ich Regaine.
> Zusätzlich leide ich unter starkem Juckreiz und
> schmerzender Kopfhaut.


Seit wann? Schon vor oder erst nach der Behandlung mit Regaine?


Das wird allerdings von
> jedem Arzt ignoriert. Die Kopfhaut wird meist
> einmal kurz angeschaut, das war's dann. Die
> Hauptantwort ist: bei Haarausfall kann man nix
> machen.


Das stimmt so nicht.


Und vor einem Monat wurde bei mir ein sehr
> niedriger Ferritinwert festgestellt (8), dennoch
> hat sich keiner bemüßigt gefühlt, mir ein
> Eisenpräparat wenigstens zu empfehlen.


Waren die Hautärzte denn auf HA spezialisiert?


Deshalb -
> nach langer Rede- meine Frage: hat jemand
> Erfahrung, ob der Haarausfall tatsächlich durch
> den Eisenwert bedingt ist?


Ja, das ist gut möglich.


Und weiß jemand, wie
> lange es etwa dauert, bis sich in so einem Fall
> der Haarausfall normalisiert?


In der Regel mehrere Monate nach Normalisierung und Auffüllen der Eisenspeicher.


HG
Jenny Latz

  • (339 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo, vielen Dank schon mal für die Antworten, hier noch nähere Erläuterungen zu meinen Angaben


>> Ich habe jetzt seit fast 3 Monaten sehr starken
> >Haarausfall, meine Haare haben sich auf etwa 1/4
>> ihrer ursprünglichen Menge reduziert,



>woher wissen Sie das? Wurde das durch ein Trichoscan festgestellt? Oder ist >das Ihr Eindruck?


Nein, ein Trichoscan wurde nie gemacht, aber das sieht man. Außerdem habe ich die letzten Wochen die ausgefallenen Haare gesammelt und auch damit kann man das feststellen.


>>deshalb bekam ich Regaine.
>> Zusätzlich leide ich unter starkem Juckreiz und
>> schmerzender Kopfhaut.


> Seit wann? Schon vor oder erst nach der Behandlung mit Regaine?


Der Juckreiz besteht bereits seit mehreren Monaten, schon lange vor der Behandlung mit Regaine. Die schmerzende Kopfhaut kam ungefähr gleichzeitig mit dem Haarausfall und wurde durch die Behandlung weiter verstärkt.


Zu Ihrer Frage, ob die Hautärzte auf Haarausfall spezialisiert waren: die ersten beiden, "normal" niedergelassenen Ärzte nicht, darauf ging ich in die Haarsprechstunden in München, zuerst in die der LMU, dann in die der TU. Bei ersterer sagte mir der Arzt, dass er androgenetisch bedingten HA vermuten würde, aufgrund des Trichogramms, aber nichts sicheres sagen könnte, seiner Meinung nach könne es sich auch um eine Art "Mauser" handeln. Zusätzlich hat er mir auch gesagt, dass die Diagnose ja egal ist, weil es sich bei meinem Problem ja nur um ein kosmetisches handeln würde und nicht um ein medizinisches und es Schlimmere Dinge im Leben gäbe. Nicht, dass mir das nicht auch bewusst ist, aber ich hätte eben schon gern gewusst, ob ich nicht doch was dagegen tun könnte! Zusätzlich wurde ich dort schwer angemault, unter anderem wurde mir nach nachfragen, das nicht sehr erwünscht war, gesagt, dass ich mich ja nur anschauen müsste, man würde ja schon an meiner Oberweite sehen, dass es androgenetisch bedingt sein müsse.


In der anderen Haarsprechstunde kam nur der Kommentar, dass man gegen Haarausfall eben nichts machen könne. Und die Kopfhaut wurde gar nicht angeschaut, nur gefragt ob ich Schuppen hätte und auf die Bejahung das einfach ignoriert.


Und nochmal zu dem Eisenspeicher: wie schnell füllt sich denn der Eisenspeicher wieder? Im Moment nehme ich Brausetabletten und zusätzlich noch ein Eisenpräparat, ich habe aber auch schon gehört, dass bei einem derart niedrigem Wert eigentlich Infusionen angezeigt wären. Allerdings waren alles Ärzte, einschließlich der auf HA spezialisierten der Meinung, dass der Eisenwert egal wäre und schon wieder von selbst normal würde.


Vielen Dank für Ihre Antworten

  • (284 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ich bin geschockt...Was sind das denn für Ärzte?! Wegen dem Eisen kannst du aber auch zum Hausarzt gehen. Natürlich muss man den auffüllen.

  • (277 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Tja, beim Hausarzt war ich damit auch, der hat den Eisenmangel festgestellt, aber nur gemeint, dass das sicher von ner gynäkologischen Blutung käme und auch nicht darauf reagiert, als ich gesagt habe, dass ich die letzten 3 Monate meine Pille durchgenommen hätte und damit keine gyn. Blutung vorhanden war. Hat nur gemeint ich solle meine Schüssler Salz wieder nehmen, das würde dann schon wieder werden, obwohl ich sogar auch schon nen deutlich reduzierten HB-Wert und ne deutlich reduzierte Ery-Anzahl hatte...

  • (361 mal gelesen)
  • Status: Experte

sassablu schrieb:



>

> Der Juckreiz besteht bereits seit mehreren
> Monaten, schon lange vor der Behandlung mit
> Regaine.


Bei Juckreiz der Kopfhaut besteht der Verdacht, dass evt. eine Erkrankung der Kopfhaut vorliegt, in deren Folge es zu HA kommen kann. Heisst, es müsste die Kopfhaut näher untersucht werden.


Die schmerzende Kopfhaut kam ungefähr
> gleichzeitig mit dem Haarausfall und wurde durch
> die Behandlung weiter verstärkt.


Bei der Anwendung dieses Mittels kommt es z.B. bei Menschen mit sebb. Ekzem zu einer Verstärkung des Juckreizes. Daher meine Frage.


>
> Zusätzlich hat er mir auch gesagt, dass die
> Diagnose ja egal ist, weil es sich bei meinem
> Problem ja nur um ein kosmetisches handeln würde
> und nicht um ein medizinisches und es Schlimmere
> Dinge im Leben gäbe. Nicht, dass mir das nicht
> auch bewusst ist, aber ich hätte eben schon gern
> gewusst, ob ich nicht doch was dagegen tun könnte!
> Zusätzlich wurde ich dort schwer angemault, unter
> anderem wurde mir nach nachfragen, das nicht sehr
> erwünscht war, gesagt, dass ich mich ja nur
> anschauen müsste, man würde ja schon an meiner
> Oberweite sehen, dass es androgenetisch bedingt
> sein müsse.
>
Tja, es ist das alte Problem des Systems. An unseren Kliniken hat man zwar den Vorteil der gesamten Infrastruktur, kann aber - LEIDER - keine sensible Vorgehensweise erwarten. Oft durchlaufen versch. Assistenten die Haarsprechstunde und man hat immer wieder ein neues Gesicht vor sich. Kontinuität ist dann eher in der niedergelassenen Praxis vorhanden.



> Und nochmal zu dem Eisenspeicher: wie schnell
> füllt sich denn der Eisenspeicher wieder?


Das lässt sich pauschal nicht beantworten, weil es von versch. Faktoren abhängt. Dennoch: In der Regel ca. 3 Monate. Danach kann sich der Haarwuchs wieder normalisieren.


Allerdings
> waren alles Ärzte, einschließlich der auf HA
> spezialisierten der Meinung, dass der Eisenwert
> egal wäre und schon wieder von selbst normal
> würde.
>
Auch hier das Problem, dass sich die Dermatologenschaft über die Auswirkungen eines Ferritinmangels streitet. Leider befindet sich bei dem Thema Haarausfall noch zu viel im dunklen Bereich.


HG
Jenny Latz

  • (283 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrt Frau Latz,


nochmals vielen Dank für Ihre Antworten.


Mit der Kopfhaut besteht ja eben das Problem, dass niemand bereit ist, sich diese näher anzusehen, auch nicht auf Bitten/Nachfragen meinerseits. Da heißt es dann nur immer: wenn Sie keine auffälligen Rötungen haben, ist auch nix. Kann den Arzt ja auch nicht zwingen. Meine Befürchtung ist eben, dass die Ursache vielleicht die Kopfhaut ist, bzw. mit dieser zu tun hat, dass ich so aber nicht richtig behandle.
Wissen Sie denn einen niedergelassenen Arzt in München, mit dem andere/ Sie gute Erfahrungen gemacht haben? Auf Ihrer Homepage habe ich bei der Suche nur Herrn Professor Wolff gefunden, der ja als Haarpabst schlechthin gilt, nur leider kommt man an ihn ja gar nicht ran, wenn man nicht gerade privat versichert ist. Oder würden Sie empfehlen, trotz meiner negativen Erfahrung nochmals in die Haarsprechstunde zu gehen?


Mit freundlichen Grüßen


sassablu

  • (241 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Also, das mit der Oberweite.. Das ist ja ein persönlicher Angriff und ein Eintritt in die Intimsphäre. Widerlich. Was sind das nur für Ärzte? War es eine Frau??

Datum/Zeit von Autor Thema
23.08.08 01:09 sassabluEisenmangel
23.08.08 09:16 Coco83Re: Eisenmangel
23.08.08 09:19 Coco83Re: Eisenmangel
25.08.08 12:22 J. LatzRe: Eisenmangel
25.08.08 13:56 sassabluRe: Eisenmangel
25.08.08 15:13 Coco83Re: Eisenmangel
25.08.08 15:29 sassabluRe: Eisenmangel
27.08.08 12:28 J. LatzRe: Eisenmangel
27.08.08 16:02 sassabluRe: Eisenmangel
29.08.08 14:48 J. LatzRe: Eisenmangel
27.08.08 18:02 InsecuritateRe: Eisenmangel
27.08.08 21:36 Anonymer UserRe: Eisenmangel
27.08.08 21:44 sassabluRe: Eisenmangel
27.08.08 22:59 InsecuritateRe: Eisenmangel
29.08.08 09:47 Anonymer UserRe: Eisenmangel
01.09.08 16:42 ZierdeRe: Eisenmangel
02.09.08 12:37 J. LatzRe: Eisenmangel
04.09.08 10:21 sassabluRe: Eisenmangel
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