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Forum: Gynäkologie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Stephanie26
  • (611 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Dr. Glöckner,


ich hätte da mal eine Frage spezielle Schwangerschaft und Rötelimpfung.


Und zwar wurde ich heute (19.04.04) gegen Röteln geimpft, da mein Freund und ich uns ein Kind wünschen. Jetzt hat mir mein Hausarzt gesagt, daß ich damit 6 Monate warten müsste, also das ich die nächsten 6 Monate nicht schwanger werden darf. Ist das richtig, wenn ja, warum?


Danke für Ihre Antwort
Gruss
Stephanie26

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (511 mal gelesen)
  • Status: Experte

Verwendet wird ein Lebendimpfstoff aus abgeschwächten Rötelnviren. Daher ist eine potentielle Gefährdung des Kindes gegeben.
Abgeschwächte Röteln-Viren können in geringen Mengen 7 bis 28 Tage lang im Rachenabstrich von Geimpften nachgewiesen werden. Erkrankungen von ungeschützten
Personen sind jedoch laut Fachinformationen nicht zu befürchten.


Das amerikanische Komitee für Impfempfehlungen hat im Oktober 2001 Daten untersucht, welche zeigen, dass kein Fall des typischen Röteln-Syndroms bei Kindern gefunden wurde, deren Mutter zufällig innerhalb von 3 Monaten vor der Schwangerschaft oder früh in der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden waren.


Die Untersuchungen wurden durchgeführt in den USA (U.S. Rubella Vaccine in Pregnancy Registry), in England (U.K. National Congenital Rubella Surveillance Programme) in Schweden und in Deutschland (G. Enders, M.D., Labor Enders und Partner, und Institut für Virologie, Infektologie und Epidemiologie) anhand von 680 Lebendgeburten, bei denen die Mutter innerhalb von drei Monaten vor Schwangerschaftsbeginn bzw. zu Beginn der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden war. Keines der Kinder hatte das typische Röteln-Syndrom. Nichtsdestotrotz bleibt ein Restrisiko von 0,5%.


Das Risiko bei den 293 Kindern, deren Mütter innerhalb von 1-2 Wochen vor und 4-6 Wochen nach der Befruchtung eine Rötelnimpfung erhielten, wird mit 1,3% angegeben. Es ist also deutlich geringer, als die >20% Risiko, die bekannt sind, wenn die Mutter innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen an Röteln erkrankt.


Aufgrund dieser Untersuchungen ist die Empfehlung für Frauen, nach einer Rötelnimpfung eine Schwangerschaft in den ersten drei Monaten zu vermeiden, angeblich auf 28 Tage reduziert worden. Ich konnte dies allerdings so in den Fachinformationen nicht finden.
Daher würde ich weiterhin d r e i Monate Abstand zur Impfung empfehlen.


Impfung in der Schwangerschaft nicht empfohlen

Die Röteln-Masern-Mumps Impfung wird schwangeren Frauen trotz des relativ geringen Risikos nicht empfohlen.

Hopi
  • (211 mal gelesen)
  • Status:

Hallo!


Dazu habe ich auch eine Frage! Ich wurde mit 14 gegen Röteln geimpft.
Vor einigen Jahren wurde mein Röteln-Titer gecheckt (es gab keinen konkreten Anlass) und er war "grenzwertig". Auf dem Befund stand was von "akute Erkrankung kann nicht ausgeschlossen werden". Damals waren Kinder kein Thema. Jetzt schon :-)
Sollte ich den Titer neu bestimmen lassen oder sicherheitshalber neu impfen? Da wir im Sommer "loslegen" wollen, würde es ja Zeit, wenn man zumindest 3 Monate sicherheitshalber warten sollte um auch das letzte Restrisiko auszuschließen.


Danke + Grüße
Hopi

  • (168 mal gelesen)
  • Status: Experte

Sie können den Titer tatsächlich kontrollieren lassen.
Sprechen Sie am besten Ihren FA oder Hausarzt darauf an.

wow
  • (149 mal gelesen)
  • Status:

Ich hätte auch noch eine Frage dazu:


Ab welchem Grenzwert (Titer) im Blut sollte in jedem Fall nachgeimpft werden? Sollte jede, die schwanger werden will den Titer vorher bestimmen lassen?


Schöne Grüße
W

Datum/Zeit von Autor Thema
19.04.04 16:29 Stephanie26Schwangerschaft und Röteln
20.04.04 09:17 D. GlöcknerRE: Schwangerschaft und Röteln
20.04.04 12:05 HopiHab auch eine Frage dazu
21.04.04 08:17 D. GlöcknerRE: Hab auch eine Frage dazu
05.12.04 21:10 wowRE: Schwangerschaft und Röteln
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