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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1399 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hätte gerne einmal die Meinung eines Experten:
Viele Leute sagen, dass ich zuviel Gemüse und Salate esse. Bin seit langem Vegetarier und mir schmeckt meine Ernährung.
Ich esse pro Tag ca. 1 Pfund rohe Tomaten zum Frühstück und ein bis 2 Karotten oder einen Kohlrabie. Mittags esse ich dann Salate aus rohem Gemüse und Blattsalaten und dazu Vollkornbrot mit Käse oder vegetarischen Aufstrichen.
Abends koche ich dann vegetarisch, oftmals Nudeln, Kartoffeln oder Reis ( meistens Vollkornprodukte) mit verschiedenen Gemüsesorten und vegetarischen Sossen oder Gemüsesuppen usw. Und ich verwende immer hochwertige Pflanzenöle.
Da ich so pro Tag gut und gerne ca 3 Kilo Gemüse esse, sagen viele, dass das zu viel sei, dass es ja kein Wunder sei, dass ich niedrigen Blutdruck habe usw.....die üblichen Sprüche eben, wenn jemand Vegetarier ist.
Meine Frage: kann man wirklich zuviel Gemüse, Salate, Obst essen, so dass es schädlich wirkt ? Fühle mich übrigens pudelwohl bis auf den manchmal niedrigen Blutdruck, den ich immer schon hatte. Laut Ernährungspyramide ernähre ich mich vollkommen gesundheitsfördernd auch, wenn ich keinen Fisch esse.
Diese Kommentare kommen auch immer durchweg von Leuten, die es nicht einmal schaffen, ihre 5-a-day-Ration an Obst und Gemüse - 500g - zu essen, statt dessen aber locker 1 Kilo Fleisch/Wurst usw. und ausserdem noch viele Fastfoodprodukte und Süssigkeiten in sich reinzuschlingen.

Antworten zu diesem Thema:

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  • (691 mal gelesen)
  • Status: Experte

Bzgl. des Obst- und Gemüseverzehrs gibt es keine Obergrenze. Wenn Sie allerdings soviel essen von dieser Produktgruppe verzehren, werden andere Lebensmittel, die aus ernährungsphysiologischer Sicht auch sehr wertvoll sind, aus Ihrem Speiseplan verdrängt. Bei einem halben Kilo Tomaten zum Frühstück und 1-2 Möhren dann bleibt vermutlich nicht mehr viel Platz für Milchprodukte, die als Calciumlieferanten ebenfalls wichtige Nahrungsmittel darstellen. Lebensmittel wie Brot oder Müsli, die im Unterschied aufgrund des Stärkegehalts im Unterschied zu Tomaten mehr Energie liefern (die der Körper auch benötigt), die der Körper ebenso benötigt, werden Sie vermutlich nicht oder nur in geringen Mengen zum Frühstück essen.
Der niedrige Blutdruck hat nichts mit Ihrer Ernährungsweise zu tun, sondern hat andere Ursachen. Niedriger Blutdruck ist bei jungen Frauen häufig zu finden und im Unterschied zu hohem Blutdruck nicht wirklich gefährlich.

  • (468 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Veggi, was ich an Deiner Ernährung auszusetzen habe sind die Getreideprodukte (Vollkorn) den gerade in diesen ist das meiste Eiweiß zu finden. Keine fertig gekaufte Müslis sondern selbst geflocktes Getreide, Milch braucht man nicht für Calcium das hast Du durch Obst Gemüse und Getreide dann zur Genüge. Es gibt genügend über Milch zum lesen die auf die nicht mehr ganz aktuelle Calciumgeschichte informiert. Es ist eine gute Einstellung sich zu informieren für die jeweilige Ernährungsform die man einschlagen will. Es gibt Bücher dazu wenn Du dazu informationen willst dann laß es wissen. Gruß Wasseronkel

  • (338 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Danke für Ihre Stellungnahme.


Was das Frühstück anbelangt, so habe ich noch nie gefrühstückt im traditionellen, deutschen Sinn (über diese Frühstücksgewohnheiten gehen aber ohnehin die Meinungen auseinander). Ich habe es da schon immer wie die Südländer gehalten, nämlich morgens fast gar nichts zu essen; seit ca. 20 Jahren nun esse ich bis mittags nur Rohkost und es bekommt mir gut; nach einem Frühstück mit Müsli, Brot, Käse, etc. wäre ich nicht mehr leistungsfähig, sondern nur noch müde.
Milchprodukte (in vernünftigen Maßen, nicht übertrieben) nehme ich durchaus mittags oder abends zu mir; ebenfalls viele Vollkornprodukte.
Und der allerseits zitierte Eisenmangel bei Vegetariern konnte bei mir bis dato auch noch nie festgestellt werden, nicht einmal in der Schwangerschaft.


Dass der niedrige Blutdruck bei mir primär nichts mit der Ernährung zu tun hat, weiss ich (primär deshalb, weil sekundär sicher meine Ernährung mit dazu beiträgt, dass ich in meinem Alter von über 41 noch keinen erhöhten Blutdruck habe).Dass Hypotonie nicht gefährlich ist -es sei denn, man wird z.B. ohnmächtig, wenn man auf einem Dach steht und dann in die Tiefe stürzt :))) - ist mir ebenfalls bekannt.
Ich habe mich auch daran gewöhnt und mache regelmässig morgens mindestens 20 Minuten Ausdauertraining (am Wochenende natürlich mehr), um den Blutdruck in Schwung zu bringen und das ist sehr wirkungsvoll auf Dauer.

  • (301 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Wasseronkel,


danke für deine Antwort. Sehr lieb dein Angebot.


Aber ich esse doch Vollkornprodukte ! :))) Und dass Milchprodukte nur in geringen Mengen überhaupt empfehlenswert sind, das weiss ich auch (ernähre mich zeitweise immer mal wieder vegan). Und ich kaufe auch ganz bestimmt keine Fertigmüslis, da ich Müsli nicht mag. Aber auch der Frischkornbrei ist nicht mein Ding; habe ich schon vor 20 Jahren ausprobiert. Und informiert habe ich mich auch schon ausgiebig in den letzten gut 30 Jahren, in denen ich schon Vegetarier bin :))))
Mein Bücherregal über Ernährung biegt sich geradezu; von Schnitzer über Bruker, von Pollmer bis zur Rohkosttherapie etc.... es gibt wenig Literatur hierüber, die ich noch nicht gelesen habe.


Trotzdem vielen lieben Dank für dein Angebot und deine Antwort.

  • (311 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo veggi,


ich sehe, dass du schon sehr gut informiert bist und dich anscheinend auch sehr gesund ernährst. Wenn du Bruker kennst weißt du ja welche Ernährungslügen leider immer wieder verbreitet werden!


Von Mythen über Vitaminmangel, Mineralienmangel, Einseitigkeit und sonstigem Unfug bleiben wir Vegetarier wahrscheinich leider nie verschont.


Dabei bietet gerade die Ernährung mit viel frischem Obst, frischem Gemüse und frischem Getreide die größte Vielseitigkeit in der Ernährung und der Vitalstoffversorgeung und sie ist die BESTE Vorsorge zur Verhütung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten, wie z. B. Zucker, Herzinfarkt, Arteriosklerose,...


Bei sogenanntem niedrigen Blutdruck solltest du erst mal schauen, ob es sich überhaupt um ein krankhaftes Symptom handelt oder ob das bei dir normal ist.
Mir wurde jetzt seit 40 Jahren, bin 44, vom Arzt angeblich niedriger Blutdruck "verkauft", ich bin putzmunter, gesund und fühle mich topfit.


Zur Unterstützung meines vegetativen Systems mache ich Kneippanwendungen, Sauna, wandern, Gymnastik, Radfahren...

"verkauft", ich bin putzmunter, gesund und fühle mich topfit.


Zur Unterstützung meines vegetativen Systems mache ich Kneippanwendungen, Sauna, wandern, Gymnastik, Radfahren...


Liebe Grüße, Lucky
Gesundheitsberaterin GGB

  • (277 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ja, da geistern leider immer noch die absurdesten Ernährungslügen ("Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" usw.) und die dollsten Vegetariermythen in den Köpfen herum.
Ich habe meine Entscheidung, die ich vor über 30 Jahren als Kind aus ethischen Gründen traf, noch nie bereut.


Niedrigen Blutdruck hatte ich schon immer; besonders niedrig war er in den Schwangerschaften, da bin ich sogar einmal ohnmächtig geworden. Meine Gynäkologin hat mir damals einfach dann und wann ein Gläschen Schampus verordnet.
Als krankhaftes Symptom hat dies bei mir noch kein Arzt diagnostiziert.
Nun denn, lieber Hypotonie als Hypertonie.


Wo arbeitet denn eine Gesundheitsberaterin, wie du es bist? Arbeitest du z.B. für Krankenkassen oder Fitnessstudios? Würde mich echt mal interessieren.


Einen ganz lieben Gruss

Datum/Zeit von Autor Thema
16.01.09 20:52 veggiZu viel Gemüse ?
18.01.09 13:49 Dr. Sabine EllingerRe: Zu viel Gemüse ?
18.01.09 21:53 WasseronkelRe: Zu viel Gemüse ?
20.01.09 20:10 veggiRe: Zu viel Gemüse ?
20.01.09 19:57 veggiRe: Zu viel Gemüse ?
21.01.09 06:51 LuckyRe: Zu viel Gemüse ?
21.01.09 19:34 veggiRe: Zu viel Gemüse ?
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