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Hallo,
frrüher musste ich wegen der Schilddrüse Jod nehmen, was ich nicht mehr muss. Seitens der Ärzte habe ich widersprüchliche Empfehlungen bzgl. jodiertem Speisesalz gehört. Momentan nutze ich wieder welches. Ausserdem esse ich sehr viel Sushi. Gehe ich ein Risiko ein?
Ich frage, weil ich im Hinterkopf habe,dass mich in diesem Zusammenhang etwas verunsichert hat und aktuell verunsichert,ich es nur nicht mehr genau einordnen kann,was.
Danke
Aus welchem Grund haben Sie denn früher Jodtabletten eingenommen? Welche Erkrankung lag vor?

Hallo,
ich bin neu hier und habe gerade dieses Thema gefunden und bin nun auch verunsichert, da bei mir auch eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde und ich sogar täglich Tabletten zur Regelung der Funktion einnehmen muss.
Kann sich denn die Ernährung auf die Schilddrüsenfunktion auswirken bzw. wie kann sich das zeigen? Geht man mit falscher Ernährung wirklich ein Risiko ein?
Schonmal vielen Dank!
Gruß,
Mad
Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Ist nicht genügend Jod für die Bildung der Schilddrüsenhormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyreonin) vorhanden, dann nimmt ihre Synthese ab und damit auch ihre Konzentration im Blut. Werte unterhalb des Normbereiches sind Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).
Wenn die Unterfunktion durch einen Jodmangel bedingt ist, macht die Einnahme von Schilddrüsenhormonen Sinn, um den Mangel zu kompensieren. Liegt eine andere Ursache für die Unterfunktion vor, kann die Einnahme von Jodtabletten evtl sinnlos und im Falle der Hashimoto-Thyreoditis sogar bedenklich sein. Wichtig ist also, die Ursache für die Unterfunktion zu kennen.
Bei einer Unterfunktion werden meistens Schilddrüsenhormone verschrieben, um den Mangel an Schilddrüsenhormonen zu auszugleichen und – im Falle eines schweren Jodmangels - ein Vergrößerung der Schilddrüse zu verhindern.
Wenn sich der Schilddrüsenhormonspiegel normalisiert, ist die Einnahme von Jodtabletten nicht mehr zwingend notwendig, denn Jod wird auch über Nahrungsmittel aufgenommen. Allerdings erreichen viele Menschen in Deutschland nicht die empfohlene Jodzufuhr von 200 µg pro Tag (Referenzwert für Erwachsene < 65 J.) , denn Jod kommt nur in wenigen Nahrungsmitteln in nennenswerten Mengen vor. Seefisch, der natürlicherweise reich an Jod ist, wird zu selten (d.h. weniger als 1-2 x pro Woche) verzehrt. Daher sollte man zur Prävention eines Jodmangels jodiertes Speisesalz verwenden. Seit Kraftfutter jodiert wird, sind auch Milch, Milchprodukte und Käse (sofern es sich nicht um Biomilch handelt) eine wichtige Jodquelle. Algen reichern Jod an. Besonders hohe Jodgehalte findet man v. a. in getrockneten Algenpräparaten, vor denen das Bundesamt für Risikobewertung gewarnt, da eine Dosis von mehr als 500 µg Jod/Tag potentiell gefährlich sein kann. Bei einem einzigen Algenblättchen, das die Sushi umgibt, hätte ich wegen des Jod keine Bedenken.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 09.10.11 20:23 | giraffe83 | |
| 09.10.11 23:17 | Dr. Sabine Ellinger | |
| 11.10.11 17:18 | giraffe83 | |
| 13.10.11 00:14 | Dr. Sabine Ellinger | |
| 12.10.11 11:03 | mad123 |
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