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Ich muss meinen Urin über 24 Stunden sammeln und diesen dann auf Vanillinmandelsäure untersuchen lassen. Sind allfällige Spuren von Dulcolax nachweisbar oder nur auf spezielles Verlangen hin?
Hi,
wenn ich mich nicht irre, ist der Wirkstoff Deines Dulcolax Bisacodyl. Gehört in die Gruppe der hydragogen Laxantien. Hat einen ziemlich komplizierten Wirkmechanismus (falls er Dich interessiert, schreib nochmal zurück).
Zu Deiner Frage: Spuren sind im Urin nicht nachweisbar, weil Bisacodyl bzw. seine wirksamen Stoffwechselprodukte über den Darm ausgeschieden werden.
Ein paar Anmerkungen allerdings noch:
Solltest Du das Zeug ohne medizinische Indikation, also Verstopfung oder so, verwenden, kann ich Dir nur empfehlen die Finger davon zu lassen, da bei längerer regelmäßiger Anwendung, ernsthafte gesundheitliche Schäden nicht auszuschließen sind.
Diese Substanzen stören den Transport lebenswichtiger Stoffe wie z.B. Kalium, so dass Du zu viel davon ausscheidest. Die Folge kann eine Hypokaliämie sein, die dann wiederum zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen können.
Vor unsachgemäßer Verwendung sei also nochmal eindringlichst gewarnt.
Dann noch ne Frage aus medizinischem Interesse:
Warum musst Du Deinen Urin auf Vanillinmandelsäure untersuchen lassen? Soweit ich weiß, ist das das Abbauprodukt von Adrenalin und Noradrenalin.
Gruß Austin
Ich hab sehr viel Kopfweh. Jetzt bin ich momentan bei einem gründlichen ärztlichen Check. Das Blut wurde bereits getestet. Auch hab ich momentan ein etwas erhöhrter Blutdruck. Der Arzt mein, das Hormon Vanillinmandelsäure könne bei mir diese Kopfschmerzen verursachen. Jetzt werd ich halt diese Urinsammlung noch durchführen und dann bin ich gespannt auf das Ergebnis.
Es wurde übrigens ein leiter Kaliummangel festgestellt, obwohl ich sehr viele Früchte und Gemüse esse. Dulcolax nehm ich nur einmal pro Woche. Ich denke nicht, dass das dann so schädlich ist.
hallo Wally,
wie Austin schon sagt, ist es ein Abbauprodukt von Adrenalin. Man sucht bei dir also nach einem erhöhtem Adrenalinspiegel, der beim (seltenen) Nebennierenmarktumor (Phäochromocytom) vorkommt.
Zu deine Angaben (niedriges K) passt aber besser der viel häufigere (gutartige) Nebennierenrindentumor, der Aldosteron produziert, das macht auch erhöhten Blutdruck, Kopfschmerzen und eher niedriges Kalium.
Diese (kleinen) Tumoren kann man heute rel. oft in einer guten Röntgen-CT-Aufnahme sehen oder mit einer Kernspintomographie (ohne Bestrahlung) nachweisen.
Gruß
Paul
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 24.07.03 10:28 | Wally | |
| 24.07.03 20:36 | Austin | |
| 25.07.03 14:09 | Wally | |
| 25.07.03 18:18 | w_paul |
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