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hallo!
ob man abnimmt oder zunimmt ist ja theoretisch von der energiebilanz abhängig. soweit finde ich das auch ganz logisch: wer mehr zu sich nimmt als er verbraucht nimmt zu. angenommen ich verbrauche 2000 kalorien täglich und esse seit jahren jeden tag 3000... würde ich dann nicht abnehmen, wenn ich jetzt anfange zB 2200 zu essen? oder mache ich gerade einen denkfehler?
danke für ihre antwort




Ja die Energiebilanz beeinflusst das Zu- oder Abnehmen. Man kann dies oft beobachten in Reha-Kliniken woam Tisch oft so Kärtchen stehen mit z.B. 1600 oder so. Hier stehen also die Kalorien gleich drauf, damit die Bedienung weiss welches Essen sie bringen muss. Jedoch muss man aber auch beachten welchen Metabolismus der Einzelne hat. Denn es gibt die guten Essensverwerter und die schlechten. Von daher gibt es Menschen die können essen und nehmen nicht so schnell zu wie andere. Und zum Schluss gibt es auch noch die Beeinflussung von Rezeptoren im Körper durch Arzneimittel. Das kann man gut beobachten bei Mirtazapin(Remergil). Wenn ich mich nicht irre liegt es hier an der Hemmung der Histamin-Rezeptoren H1. Und da kann man nur das Medikament absetzen wenn es zur Gewichtszunahme kommt. Auch wenn die Pharmavertreter dies nicht wahr haben wollen und mit Ernährungsumstellung versuchen zu kontern.
Also es ist nicht so einfach wie man vermuten könnte.
LG
LaSa
hallo lasa!
vielen dank dass du geantwortet hast :)
meine frage war aber eher der untere teil, also das beispiel
"angenommen ich verbrauche 2000 kalorien täglich und esse seit jahren jeden tag 3000... würde ich dann nicht abnehmen, wenn ich jetzt anfange zB 2200 zu essen?" weil dieser theorie nach würde ich ja in dem fall selbst wenn ich meine kalorienzufuhr so reduziere, noch über meinem täglichen verbrauch liegen und könnte dann nicht abnehmen. das ist mir eben nicht ganz klar. kann aber auch sein dass ich deine antwort missverstanden habe...
liebe grüße


Hast du denn bei den 3.000 kcal in der Zeit massiv zugenommen? Wenn ja, wie viel in welchem Zeitraum.
Woher kommt die Annahme eines Verbrauches von 2.000 kcal?
das war kein beispiel das mich oder irgendjemanden den ich kenne betrifft, sondern sollte einfach nur verdeutlichen, was genau meine frage ist bzw was genau ich an der energiebilanz nicht verstehe. ich fand das irgendwie schon immer unlogisch und es wäre toll wenn mir das jemand erklären kann :)


Ich würde das so sehen:
Person, Gesamtumsatz (gemessen) 2.000 kcal, Gewicht: 60 kg - kein Sport
Aufnahme: 3.000 kcal
Dauer: 12 Monate
Er nimmt pro Woche 7.000 kcal mehr auf als er braucht - nimmt damit ca. 1 kg pro Woche zu.
Nach 52 Wochen (12 Monaten) also ca. 50 kg
Ergebnis: 110 kg nach 1 Jahr
Wenn er jetzt nur 2.200 kcal tgl. isst, nimmt er logischerweise ab. Allerdings sollte man vorher den Grund- und Gesamtumsatz erneut bestimmen, da der sich deutlich nach oben verändert haben kann. Um also berechnen zu können, wie viel in welchem Zeitraum abgenommen werden kann (unter optimalen Bedingungen) ist das wichtig.
Rein theortisch ist die Energiebilanz schon entscheidend. Das Problem liegt darin, dass der Energieverbrauch in der Regel nicht gemessen, sondern nur anhand von Formeln geschätzt wird. Daher kann es schon sein, dass die Schätzung für einzelne Menschen schlecht ist, weil sie vielleicht einen überdurchschnittlich hohen oder niedrigen Grundumsatz haben. Auch ist es schwierig, den Energiebedarf für körperliche Aktivität exakt einzuschätzen, so dass der geschätzte Energieverbrauch von dem tatsächlichen Energieverbrauch in Einzelfällen stark abweichen kann.
Auch die Energiezufuhr, die als zweite Variable in die Energiebilanz einfließt, wird in den meisten Fällen nur geschätzt. Nur selten werden Wiegeprotokolle durchgeführt, die allerdings relativ exakte Daten zur Energiezufuhr liefern.
Bei einer tatsächlichen Energiezufuhr von 3000 kcal und einem tatsächlichen Energieverbrauch von 2000 kcal wäre bei einem gesunden Menschen eine Gewichtszunahme zu erwarten. Falls beide Größen nur aufgrund von Formeln und Schätzprotokollen beruhen, ist das Ergebnis evtl. nur sehr ungenau. Das könnte erklären, warum das Gewicht trotz Unterschieden bzgl. Energiezufuhr und -verbrauch konstant bleibt.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 23.11.11 13:03 | isanaaa | |
| 24.11.11 13:40 | Labersack | |
| 25.11.11 10:00 | isanaaa | |
| 26.11.11 20:53 | supermom | |
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| 28.11.11 19:52 | Dr. Sabine Ellinger |
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