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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (376 mal gelesen)
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Hallo,


wie kann man einen Magnesiummangel eindeutig feststellen? Ich habe gelesen, dass das Ergebnis bei einer Blutuntersuchung nicht ausschlaggebend bzw. eindeutig sein muss.
Ich leide unter Händezittern und bin total überrerregt. Ich bin aggressiv und unruhig. So kenne ich mich gar nicht. Kann das ein Magnesiummangel sein? Manchmal habe ich auch ein Muskelzucken im Fuß oder sonst wo.



MfG

Antworten zu diesem Thema:

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  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo exotique,


eine Feststellung ist scheinbar nur anhand der Symptome möglich. Dr. William Davis schreibt in seinem Heart Scan Blog [heartscanblog.blogspot.com] dazu:

Zitat:
Nur 1% des Mg befindet sich im Blut, die restlichen 99% sind in verschiedenen Körperzellen, insbesondere in Knochen und Muskeln gespeichert. Wenn das Blut-Mg niedrig ist, dann ist der Mg-Spiegel in den Zellen wirklich nierig - sehr niedrig.
Bei normalem Blut-Mg-Spiegel kann das Mg in den Zellen und im Gewebe trotzdem niedrig sein. Unglücklicherweise lässt sich das Zell-Mg bei lebenden Menschen nicht so einfach bestimmen. Praktisch bedeutet das, dass ein Blut-Mg-Test nur hilft wenn er niedrig ausfällt, weil normale Spiegel nichts aussagen und falsche Sicherheit vorspiegeln.


Bevor du jetzt schwere Gechütze auffährst, könntest du doch erst einmal versuchen mit den Lebensmitteln so viel wie möglich Magnesium zu dir zu nehmen. Eine Liste der Mg-haltigen Lebensmittel findest du z.B. hier [http://www.onmeda.de/lexika/naehrstoffe/mineralstoffe/magnesium-magnesiumhaltige-lebensmittel-2290-4.html]. Vielleicht bessern sich damit schon deine Beschwerden. Wenn nicht, dann musst du eben weiter nach den Ursachen suchen. Aber immerhin besteht die Chance einer Besserung und das mit einem sehr geringen Aufwand.


Alles Gute, Rainer

  • (146 mal gelesen)
  • Status: Experte

Der Anteil des Magnesiums (Mg) im Blutplasma am Gesamtkörperbestand ist mit weniger als 1% relativ gering. Die Mg-Konzentration im Blutplasma wird homöostatisch reguliert, d.h. durch Anpassung von Resorption, Ausscheidung über die Nieren und aus Austausch aus Speichern in einem engen Bereich konstant gehalten. Daher sind anhand des Mg-Spiegels im Blutplasma nur eingeschränkt Aussagen über den Mg-Status möglich. Ein Verdacht für einen Mg-Mangel besteht bei gesteigerter neuromuskulärer Erregbarkeit (Tremor, Muskelzucken, schwere Krämpfe), Durchfall/Erbrechen, sowie Herzrhythmusstörungen. Auch nervöse Störungen wie Unruhe, Reizbarkeit, Schwindel können bei einem Mg-Mangel auftreten.


Aufgrund Ihrer Beschwerden könnte durchaus ein Mg-Mangel vorliegen. Er tritt auf infolge verminderter Resorption (z.B. bei langanhaltendem Durchfall, Missbrauch von Abführmitteln), erhöhten Verlusten über den Schweiß (Leistungssportler) oder über die Nieren (z.B. bei akutem Nierenversagen). Auch eine nicht bedarfsgerechte Zufuhr kann zu einem Mangel führen, obwohl es im Prinzip nicht schwierig ist, den Bedarf zu decken, da Mg in vielen Grundnahrungsmitteln enthalten ist wie Fleisch, Milch, Kartoffeln Gemüse und Obst (Beitrag dieser Lebensmittel zur Gesamtaufnahme jeweils 10%). Einen besonders hohen Beitrag zur Mg-Versorgung liefern Brot (28%) und magnesiumreiche Mineralwässer (17%).


Einige Symptome könnten natürlich auch andere Ursachen haben, z.B. Stress oder Schilddrüsenüberfunktion.
Achten Sie gezielt auf eine hohe Magnesiumzufuhr (Empfehlung für Erwachsene: 300-400 mg/d), evtl. supplementieren). Falls Stress vorliegt, Maßnahmen zur Stressbewältigung treffen. Wenn die Symptome trotz dieser Maßnahmen nicht verschwinden, wäre evtl. eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion ratsam.

Datum/Zeit von Autor Thema
27.02.10 15:08 exotiqueMagnesiummangel
28.02.10 12:11 Rainer.Re: Magnesiummangel
01.03.10 22:37 Dr. Sabine EllingerRe: Magnesiummangel
Derzeit online: Diddi1310
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