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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Andras
  • (642 mal gelesen)
  • Status:

Tja, hat mich erwischt, mit einer sehr heftigen Reaktion, vermutlich Lactose-Intoleranz. Magen-Darm-Krämpfe ohne Limit (?) trotz Novalgin, Valium und Tramal i.v.
Ich bin gerade aus der Klinik entlassen worden und möchte gerne wissen, wer Erfahrung damit hat (mit der Lactosegeschichte, nicht mit Kliniken) und warum die sonst so starken Mittel da nicht mehr wirkten?

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Lili
  • (201 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Andras,
ach du liebes bißchen, daß dir das nun auch noch passieren muß.
Helfen kann ich dir nur mit ein paar links. Warum jedoch die Mittel nicht helfen...??? Wußte gar nicht, daß es da Medikamente gibt. Aber bestimmt können dir hier viele andere Áuskunft geben.


Nun ja, dann mal gute Besserung:


[www.laktonova.de]
[milchzuckerfrei.de]


es gibt auch die Fructose Intoleranz:
[www.lebensmittelunvertraeglichkeiten.de]


Grüsse Lili

Fructi
  • (152 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Andras!
Tut mir leid, dass Du jetzt auch zu unsereins gehörst. Warum die Mittelchen nicht helfen ist mir ein Rätsel. Hast Du sie gespritzt bekommen oder in Tablettenform? Hast du im Spital einen Test gemacht? Ich habe zum Beispiel beim Laktosetest nicht reagiert, kann allerdings im normalen Leben keine Medikamente mit Laktose nehmen (zumindest nur mit geringem Anteil...Pille geht gerade noch). Du solltest also Medis nur in "Reinform" nehmen. Lakstosefrei leben ist eigentlich nicht so schwierig (ich weiß das, ich darf abgesehen von Laktose auch keine Fructose mehr zu mir nehmen und das ist wirklich hart...kein Obst, kaum Gemüse und kein Zucker).
Es gibt eine interessante Homepage im Netz, auf der Du einige Listen zum Thema Lactose und l-freie produkte findest: www.libase.de.
Die ist wirklich gut und im angeschlossenen Forum kann man sich ganz gute Tipps holen. Für mich war das anfangs halt ganz wichtig.
Wenn ich Dir irgendwie weiterhelfen kann, melde Dich!


Lg und alles Gute
Eva


G.Walter-Friedrich
  • (175 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Andras!
Sicher hat Sie diese Diagnose erstmal hart getroffen. Sie haben jedoch viele "Leidensgenosen" und deshalb gibt es schon viele Nahrungsmittelhersteller, die auf Ihre Unverträglichkeit Rücksicht nehmen. Dies erfordert für Sie jetzt ertmal eine Orientierung auf dem Lebensmittelmarkt. Schauen Sie also erstmal in die genannten Links von Lili. Eventuell auch www.laktonova.de.
In der akuten Phase muss sich Ihre Darmschleimhaut, die sicherlich entzündet ist erstmal beruhigen, und Sie sollten erstmal ganz auf Milch und Milchprodukte verzichten. später können Sie mit kleinen Mengen der Milchprodukte, die nur geringe Mengen Laktose enthalten probieren.
Ein Laktasemangel entwickelt sich - auch wenn die Veranlagung dazu erblich ist- , in den meisten Fällen erst im Erwchsenenalter. Außerdem tritt die Laktoseintoleranz häufig auch als Begleiterscheinung von akuten und chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes auf. Ist die Darmschleimhaut aufgrund einer Erkrankung gereizt oder entzündet, kann nicht mehr genügend Laktase gebildet werden. Die Laktose (Milchzucker) gelangt nahezu unverändert in den Dickdarm un wird von der Darmflora vergoren. Leitsymptom: Blähungen, kramfartige Bauchschmerzen und Durchfälle. Das haben Sie leidvoll erfahren.
Die Laktoseunverträglichkeit als Begleiterkrankung gibt sich häufig wieder, sobald die Grunderkrankung efolgreich behandelt wurde.
Beim angeborenen Laktasemangel hingegen muss der Betroffene dauerhaft eine milchzuckerfreie Diät einhalten.
Laktase-Enzymtropfen oder Tabletten können die Beschwerden lindern helfen, wenn man sie vor dem Verzehr einer milchhaltigen Mahlzeit einnimmt. Bei völlig fehlender Laktoseaktivität muss die Ernährung praktisch völlig laktosefrei sein, d.h. kleiner als 1 g Laktose/Tag.
Außer Hartkäse, Schnittkäse Sauermilchkäse, Weichkäse dürfen dann keinerlei Milchprodukte gegessen werden.
Oft ist jedoch nur eine laktosearme Diät eforderlich mit max. 10g Laktose/Tag. Sauermilcherzeugnisse, Joghurt, Kefir und Quark sind in eingeschränkten mengen oft unproblematisch, wenn sie Milchsäurebakterien enthalten, die das Enzym Laktase herstellen und die in den Milchprodukten enthaltene Laktose in Milchsäure umwandeln.
Butter wird meist ohne Probleme vertragen.
Milch, Milchmischgetränke und Sahne haben einen relativ hohen Laktosegehalt und sind ohne Einnahme von Laktase-Enzympräparaten nicht gut verträglich.
Laktose kommt aber auch in einigen Wurstsorten, Süßstofftableten, zahlreichen Medikamenten und Schokolade vor, deshalb immer die Zutatenliste beim Einkauf studieren. Für die tägliche Praxis hat sich die Verwendung von Sojamilch und Sojaprodukte (Puddings und Joghurt) oder Laktosefreier Milch (auch in Supermärkten teilsweise im Angebot) bewährt.
Um ausreichende Mengen Kalzium und Eiweiß zuzuführen sollten Sie genügend Fleisch, Fisch, Eier, Sojaprodukteund Hülsenfrüchte in Ihrem Speisenplan berücksichtigen.
Buchtipps: "Milchallergie und Laktoseintoleranz" von Nora Kirchner Wiesbaden (Oesch) 2000.
Und viele Bücher mehr, Sie werden da viel Hilfe finden.
Ich hoffe, daß ich Ihren Schock etwas mildern konnte.
Informieren Sie sich erstmal ein bißchen über einige Links etc. Falls Sie Fragen haben melden Sie sich wieder, wir sind auch interessiert an Ihre weiteren Erfahrungen. Sie können Betroffenen sicherlich bad auch gute Tipps geben.
Übrigens sind die von Ihnen genannten Medikamente keine ausgesprochenen Krampflöser sondern Schmerzmittel und somit nicht umbedingt eine sinnvolle Therapie. Halten Sie sich für den Hausgebrauch ein paar MCP-Tropfen bereit.
Also erstmal gute Besserung
Viele Grüße
Fr. Walter-Friedrich (Forumsbetreuung)

Andras
  • (139 mal gelesen)
  • Status:

Ach, die Medikamente waren ja gegen den Notfall, die Verkrampfung. Wer Novalgin, Valium und Tramal kennt, weiss dass dieses Zeug eigentlich recht gut wirken sollte, half aber mir erstmal nicht mehr. Also was tun beim nächstenmal? Kortison? Adrenalin? Was hilft bei allergisch verursachtem Krampfzustand? oder doppelte Dosis?
Und sag niemand dass die Ärzte schon wüssten was zu tun wäre, sonst würde ich hier nicht fragen.


Ausserdem ging es ja bisher gut, mal Krämpfe, mal Blähungen, mal nichts. Und bischen Milchzucker konnte ich immer vertragen, mal mehr mal weniger, aber nie kam es zu so einem verheerenden Zustand. Jetzt weiss ich nicht mehr genau was ich essen kann (nein, Ernährungsberatung gabs noch keine).

Andras
  • (97 mal gelesen)
  • Status:

Hallo, danke erstmal für die Antwort!


" Sicher hat Sie diese Diagnose erstmal hart getroffen. "


Nein, das weiss ich aus Selbstdiagnose seit gut 20 Jahren. Dass es die Lactose sein musste erkannte ich damals an den Aufbauprodukten für Bodybuilder. Lactosearme vertrug ich, Lactosereiche waren sehr übel. Das hat sich die letzten zwanzig Jahre immer wieder bestätigt.


Was mich hart getroffen hat, war die aussergewöhnlich harte und schnelle Reaktion auf einen Becher Sahnejoghurt mit Kaffee zum Frühstück. Bisher vertrug ich das immer.
Der Joghurt kam erst gar nicht in den Dickdarm, die Reaktion war gleich Völlegefühl und dann schnell ansteigender krampfartiger Schmerz im Magen, später im Darmbereich und dem typischen Hyperventilieren wenn's arg wehtut und das Zwerchfell krampft. Und dann hilft nichtmal mehr Novalgin, Tramal, und Valium i.v. ? Erst 'nachdem' ich (wegen der Schmerzen wohl) in der Notaufnahme ohnmächtig wurde halfen diese Mittel, warum nicht vorher? Ich wäre auch aus dem 10. Stock gesprungen, hätten sie mich lassen...
Ich will gerne wissen, was sie mir spritzen müssen, sollte sowas nochmal passieren?

Andras
  • (106 mal gelesen)
  • Status:

So wie ich es verstanden habe, habe ich also eine angeborene Lactose-Intoleranz, also Sahne und andere Milchprodukte waren durchaus verzehrbar, mehr oder weniger gut verträglich. Nur zuviel durfte es nicht sein, sonst kam es zu den von ihnen beschriebenen Symptomen.
Diese heftigste Reaktion jetzt lässt mich eher an eine Allergie denken. Wir, die Ärtzte und ich, sind uns selbst noch etwas ratlos wie es zu so einer heftigen Reaktion kommen konnte.


Dies Schmerzmittel waren nötig weil ich äusserst starke Schmerzen hatte und hyperventilierte, natürlich bekam ich auch Krampflöser. Und traurig aber wahr, die Schmerzen liessen erst nach, nachdem ich von diesen ohnmächtig wurde. Als ich irgendwann wieder aufwachte waren die Schmerzen weg. Darum auch meine Frage, was kann man tun bevor man wegen Schmerzen ohnmächtig werden muss? ...sooo lustig war das für mich in dem Moment nicht.

pippi langstrumpf
  • (93 mal gelesen)
  • Status:

Hi Andras,


halte dich fest! Diese alle Foren und auch das Forum hier können "ansteckend" sein, und dies aus der Ferne :-). Ob du dir nicht nur den Magen verdorben hast? Wurde denn eine Laktoseintoleranz eindeutig bewiesen? Wie wurde sie denn genau festgestellt? Ob dir nicht etwas anders fehlt??? bin nachdenklich


Liebe Grüße
von pippi,
die mit dir mitfühlt und außerdem Tag und Nacht Milch trinken kann

Andras
  • (103 mal gelesen)
  • Status:

Diese Lactose Unverträglichkeit habe ich schon lange, aber bisher ging es soweit, dass ich den meisten heiklen Dingen (z.B.Milch, Sahne) ausgewichen bin. Ansonsten waren die Reaktionen wie üblich, aber niemals so extrem und hart wie diesmal.


Ich habe keinerlei Medikamente mehr oral zu mir nehmen können, alles wurde intra-venös gespritzt oder getropft (die haben mir einige Löcher gemacht). Und wenn du schon mal jemanden im extrem schmerzhaften Krampfzustand gesehen hast, dann weiss du warum der nichts mehr oral zu sich nimmt...


Und dass manche Medikamente mit Lactose Beimischungen "magenfreundlicher" gemacht werden, habe ich auch bemerkt. Einen Laktosetest in der Klinik habe ich nicht gemacht, da reichen mir mehr als 20 Jahre Erfahrung.
Aber vielleicht hat die Geschichte noch Läuse, nicht nur Flöhe. Jedenfalls habe ich die Tage voher immer etwas mit Lactose gegessen, und vielleicht so die Reizschwelle für eine Überreaktion heruntergesetzt.


Ernährungsberatung bekam ich keine, bis jetzt. Aber irgendwie muss ich auch die Zeit bis zum nächsten Arztbesuch überstehen ohne gleich wieder in der Notaufnahme zu landen. Es zieht immer noch im Bauch, und hätte ich mich nicht etwas "bessergeschwindelt", wäre ich wohl noch in der Klinik. Aber ich muss die nächsten Tage überstehen ohne das es wieder eskaliert. Vor allem versteckte Lactose macht mir Sorgen, so wie in Wurst und anderem.

Andras
  • (91 mal gelesen)
  • Status:

Eigentlich weiss ich schon seit ich teenager bin, dass ich Milch nicht vertrage. Dass es Lactose ist schon gut 20 Jahren. Damals gab es Milch mit Eiweisscontentrat, und ausdrücklich reich an Lactose. Seitdem achtete ich darauf, wovon ich Beschwerden bekam, auch von Medikamenten mit Lactose. Also liegt es nicht nur an Milch. Ich habe das viele Jahre lang beobachtet.
Und ich lag ja auf der internistischen Station, die wissen sicher einen verdorbene Magen von sowas zu unterscheiden. Der Magen ist auch nicht betroffen, der Darm ist es, das wurde auch festgestellt.


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