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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (181 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hallo!
Es geht um meinen Sohn! Er ist 5 1/2 Jahre alt, ca. 123 cm groß und wiegt etwa 27 kg.
Er ist bei der letzten Vorsorgeuntersuchung schon aus der Gewichtskurve rausgerutscht.
Wir haben jetzt schon sehr die Süßigkeiten reduziert (max 2x am Tag), ich koche recht fettarm, er ist viel Obst und Gemüse (Äpfel, Möhren, Kohlrabi), aber irgendwie habe ich das Gefühl, sein Gewicht wird nicht weniger.
Er ist viel draußen (klar, im Winter nicht ganz so viel wie im Sommer), er geht zum Kinderturnen, fährt viel Fahrrad und geht zum Schwimmkurs. Er ist auch immer in Aktion.
Er hat allerdings großen Appetit.... d.h. er hatte zweitweise Portionen, die größer waren als meine. Ich habe es jetzt schon reduziert, er bekommt eine kleine Portion und darf sich dann ggf. noch einmal nachnehmen. Er sagt selber, er isst so viel, weil es soooo gut schmeckt.
Ich weiß nicht mehr, wie ich ihm noch helfen kann.



Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll.


Das Problem ist, sein Bruder ist das krasse Gegenteil, der hat gar nichts auf den Rippen und ich bin froh,wenn er mal isst. Er "dürfte" auch Süsskram oder so, aber das finde ich dann sehr unfair dem Großen gegenüber.


Ich möchte auch nicht, dass er immer nur verzichten muss, daher habe ich eingeführt, dass er 1x am Tag was Süsses darf.


Wie kann ich nochmehr auf seine Ernährung achten`?????


LG Jenny

Antworten zu diesem Thema:

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  • (72 mal gelesen)
  • Status: Experte

Der BMI Ihres Sohnes liegt mit 17,8 kg/m2 knapp unter der 90. Perzentile, d.h. Ihr Sohn ist noch nicht als übergewichtig einzustufen. Dennoch ist es richtig, dass Sie sich darüber Gedanken machen, wie man Ihn vor Übergewicht schützen kann.


Dass er sich in seiner Freizeit viel und gerne bewegt, ist prima, denn Bewegung steigert den Kalorienverbrauch. Auch ein reichlicher Obst – und Gemüsekonsum sowie eine fettarme Mahlzeitenzubereitung sind in Hinblick auf die Prävention von Übergewicht sinnvoll. Die Strategie, den Süßwarenkonsum zu reduzieren, ist auch ok – mit Verboten erreicht man erfahrungsgemäß wenig.


Was können Sie noch tun?
Achten Sie darauf, dass er möglichst nur kalorienfreie Getränke konsumiert wie z.B. Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee. Gezuckerte Getränke liefern ebenso wie Fruchtsäfte viel Energie. Fruchtsäfte sollten daher nur gelegentlich und wenn dann nur mit Wasser verdünnt als Saftschorle verzehrt werden.
Vollkornprodukte sättigen länger als entsprechende Weißmehlprodukte und sollten daher den Weißmehlprodukten vorgezogen werden.
Die Magendehnung löst ein Sättigungssignal aus. Daher ist es wichtig, langsam zu essen, damit das Sättigungssignal über die Dehnungsrezeptoren rechzeitig dem Gehirn gemeldet und die weitere Nahrungsaufnahme eingestellt wird.


Vielleicht finden Sie noch weitere Anregungen bei der BZGA unter
[www.bzga-kinderuebergewicht.de]

  • (49 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Vielen Dank für die Antwort!


Mein Sohn trinkt zum Glück gerne Wasser, aber halt auch mal gerne Saft. Ich verdünne ihn oft zur Schorle, er wünscht sich allerdings auch manchmal Saft pur. Das gewähre ich ihm dann auch. Limo ist im Alltag gestrichen, zu besondere Anlässen gibt es dann mal was! Ich denke einfach, ich kann ihm doch nicht jetzt schon alles verbieten.


Er isst gerne Vollkornbrot oder Brötchen, aber halt auch gerne Weißmehl.....


Langsam isst er auch... von daher mache ich mir keine Sorgen!


Ich werde mir auf jeden Fall die von Ihnen vorgeschlagene Seite anschauen! Vielen Dank!


Bei einem BMI-Rechner wurde ausgerechnet, dass der Wert allerdings doch schon Übergewicht zeigt....
Welche Wert / welche Berechnung ist denn nun richtig????


Viele Grüße Jenny

  • (68 mal gelesen)
  • Status: Experte

Derzeit werden die Perzentilen von Kromeyer-Hausschild et al. * zur Bewertung des Gewichts von Kindern und Jugendlichen herangezogen. Sie finden diese Perzentilen unter [www.adipositas-saarland.de]


Vermutlich verwendet der BMI-Rechner der BZGA diese Kurven. Wenn Sie dort 27 kg, 123 cm und bei Alter 5 Jahre eingeben, lautet in der Tat die Einschätzung „Übergewicht“ (= BMI zwischen der 90. und 97. Perzentile). Wenn Sie 5,5 Jahre eingeben, rundet der Rechner auf 6 Jahre auf und der BMI von 17,8 kg/m2 läge zwischen der 75. und 90. Perzentile, also im oberen Normbereich. Wenn Sie die Perzentile Ihres Sohnes an der Perzentile von Kromeyer-Hausschild et al. selbst ablesen (Alter: 5,5 J. 27 kg, 123 cm), dann liegt der BMI knapp unterhalb bzw. möglicherweise tatsächlich auf der 90. Perzentile (je nachdem, wie stark man die Perzentile zoomt...)


*Kromeyer-Hauschild et al.: Perzentile für den Body-mass-Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschr Kinderheilkd 8 (2001) 807–818

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Oh Gott, ist das kompliziert :D


Naja, aber einig sind wir uns, dass er sehr scharf an der Grenze zum Übergewicht liegt und auf jeden Fall etwas passieren sollte.


Ich werde jetzt langfristig die Ernährungsumstellung weiter machen und hoffen, dass es sich irgendwann "normalisiert"...


Vielen Dank

Datum/Zeit von Autor Thema
28.02.10 14:26 Jenny82Kinder und Abnehmen
28.02.10 20:21 Dr. Sabine EllingerRe: Kinder und Abnehmen
28.02.10 20:49 Jenny82Re: Kinder und Abnehmen
02.03.10 00:11 Dr. Sabine EllingerRe: Übergewicht bei Kindern/Perzentile
02.03.10 08:08 Jenny82Re: Übergewicht bei Kindern/Perzentile
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