Startseite > Foren > Forum Ernährung & Diäten > Ich schaff das einfach nicht!
Da ich nicht weiss,was ich sonst tun soll schreib ich hier einfach mal...
Bin gerade echt verzweifelt, ist ein Leben denn lebenswert, wenn es nur ein einziger Kampf ist?
Ein Kampf der mir irgendwie so aussichtslos scheint?
Langsam verliere ich einfach die Hoffnung zu einem normalem Essverhalten, zu einem normalem Leben zurückzufinden.
Entweder da esse ich mal und erbreche dafür,weil ich die Schuldgefühle nicht ertragen kann oder ich will essen, wie heute, ich versuche krampfhaft auf wenigstens 1000 Kalorien zu kommen, aber ich schaff es nicht, ich bring dann einfach nichts runter.
Ich war früher so glücklich, jetzt, ich kämpfe nur noch, gegen das Essen, gegen jedes Gramm, das ich einerseits zunehmen, andererseits abnehmen will. Es ist ein Kampf gegen mich selbst, es zerreisst mich innerlich.
Wahrscheinlich denken jetzt die meisten ich spinne, vielleicht ist es ja auch so. Die eine Hälfte von mir will nur abnehmen, die Kontrolle haben, die andere will wieder Energie haben, sogar etwas zunehmen, sagt mir so oft ich solle essen, aber, gleichzeitig kommt die innere Stimme ich dürfe nicht essen. Könnt ihr euch vorstellen wie es ist gegen sich selber zu kämpfen, das kann doch nicht funktionieren.
Hab einfach die Hoffnung verloren, ich hab so genug!
Ich weiss, ihr könnt mir nicht helfen, ich kann mir nur selber helfen. Ich versuche es jeden Tag erneut aber es nützt rein gar nichts. Ihr werdet mir sagen, ich solle zur Therapie gehen, sollte ich wahrscheinlich auch, aber dann müsste ich vollends akzeptieren,dass ich krank bin, ich müsste es meiner Mum erzählen, sie würden mir das Turnen verbieten, denn dort hat das Ganze den Ursprung. Aber ohne mein Turnen kann ich nicht leben, so auch nicht, also komme ich nur wieder zum Schluss; was hat das Leben überhaupt für einen Sinn? Irgendwie hab ich das Gefühl, sowieso zu verlieren, egal wie's weitergeht, ausser ich finde einen Weg raus, ohne Therapie, irgendwie...
Sonja
hi soraja, ich gehe auch seit einem jahr zur therapie und es ist nicht schlimm ,sich einzugestehen, dass man esssgestört ist.
ich kenn deine situation, wenn man nichts isst, wird man von der inneren stimme gelobt und wenn man was gegessen hat wird man innerlich beschimpft (so ist es zumindest bei mir).
Liebe Soraya!
Leider stecken Sie so tief drin, dass Sie umbedingt eine Therapie benötigen. Denken Sie doch mal drüber nach, wie Sie mit Ihrer Mutter darüber reden könnten. Erzählen Sie Ihr von den "beiden Stimmen" und betonen Sie, dass Sie zur Zeit nur das Turnen glücklich stimmt. Sie wird Ihnen sicherlich helfen ohne Ihnen das Turnen zu verbieten. Manchmal scheint der "Berg" den man überwinden muss riesig, aber beginnen Sie einfach mal "bergan zu laufen". Der Aufstieg wird z.T. hart sein, aber irgendwann werden Sie ankommen!
Sie wollen doch etwas ändern. Erst Massnahme: Weg mit Ihrer Waage, Gespräch mit Ihrer Mutter und gemeinsame Suche nach einer Therapiemöglichkeit.
Sie müssen die Ursachen für Ihre Krankheit herausfinden, dies wird Ihnen die Kraft geben sie auch zu bewältigen.
Viele Grüße
G. Walter-Friedrich (m-ww.de)
Hallo Soraya...
Ich kann Dich bestens verstehen und bin total froh, jemanden mit annähernd den selben Gewohnheiten gefunden zu haben!!!
Da ist eine innere Blockade gegen das Essen im Allgemeinen und das grausige Gefühle "satt" zu sein, weil man den Körper dann zufrieden gestellt hat und man sich eigentlich wohlfühlen sollte. Heißhungerattaken habe ich auch, aber ich unterdrücke diese und muss mich deshalb auch nicht übergeben. Ich esse einfach nicht. Tomatensaft am Abend tut es auch...Das macht satt, ist kalorienarm und hinterlässt ein gutes Gefühl.
Ich (21J./173cm/54KG) habe eine Nahrungsaufnahme von unter 500 Kalorien am Tag.
Es gibt es nur Kaffe, Wasser, Tomatensaft, Honigmelone, Orangen, Jogurt und ab und zu mal Reis mit Soße(-pulver) oder Kartoffelbrei (-pulver).
Ich habe im Büro -sitzend- nicht gerade eine körperlich anstrengende Arbeit. Müdigkeit, ständiges frieren und Konzentrationsschwäche sind mir bekannt, das sind alles Symptome, die ich kenne. Aber was tue ich meinem Körper damit genau an?
Ich weiß es nicht, aber ich fühle mich super gut dabei!!
Vor Müdigkeit und Erschöpfung oder "schwindligsein" abends ins Bett zu fallen ist für mich ein total super feeling. Eine Belohnung, ein Erfolg für mein "durchstehen" der wenigen Kalorien jeden Tag auf´s neue!!
Ich kann Dich verstehen und weiß wie es in Dir aussieht. Aber eine richtige Begründung für mein Verhalten habe ich selbst noch nicht gefunden!
Ganz liebe Grüsse aus Frankfurt.
annexia
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 18.09.02 22:27 | Soraya | |
| 19.09.02 07:16 | Celine | |
| 19.09.02 14:20 | G.Walter-Fri (m-ww.de) | |
| 26.09.02 12:00 | annexia |
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