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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Janni
  • (363 mal gelesen)
  • Status:

Hallo,


vielleicht kennen mich ja noch ein paar von Euch, hab schon länger keinen Beitrag mehr ins Forum gestellt. Zur Zeit gehts mir so beschissen - weil ich wieder so viel zugenommen habe!. Ich wiege 63 Kilo bei 167 cm, das ist ein BMI von über 22! Wie kann ich am besten, ohne mich zu übergeben oder zu hungern 8 Kilos abnehmen? Wer hat Tips? (Ich muss aufpassen das ich nicht wieder in die Bulimie zurückfalle, das hab ich ca. 2 Jahre gehabt, aber seit Anfang 2003 hat sich alles geändert - auch mein Gewicht! Bitte helft mir, ich weiß nicht mehr weiter....Janni

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
dhd
  • (131 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Janni,
ich habe fast die gleiche Größe und Du hast fast mein Wunschgewicht!
Das hilft Dir natürlich nicht besonders, da du anders fühlst und denkst.
Ich habe vor kurzem (ca. 4 Wochen) mit der Gewichtsreduzierung angefangen, gestartet mit einem Heilfasten (Saftfasten), um schnell einen Erfolg zu sehen. Danach bin ich langsam auf ca 1750 kcal gegangen und esse ziemlich eiweißreich, das hilft gut gegen das Hungergefühl. Und am Ende des Sommers habe ich hoffentlich mein Wunschgewicht (also ich gehe es sehr langsam an, das ist aber auch gesünder!). Das geht offensichtlich leider nicht ohne Rückschläge (neulich wog ich unerklärlicherweise wieder 1 1/2 kg mehr) aber bisher habe ich es durchgehalten.
Ich drücke dir den Daumen, das du einen weg für Dich findest.
Gruß dhd

Ursa
  • (135 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Janni,
erstmal hast Du mit einem BMI von 22 Normalgewicht. Wenn Du 8 Kilo abnimmst, hast Du Untergewicht. Das solltest Du Dir erst einmal vor Augen halten. Ich nehme an, Dein Unwohlsein hat andere Ursachen. Denen solltest Du mal auf den Grund gehen.
Sag mir, wie bist Du aus der Bulimie herausgekommen, hast Du das allein geschafft oder warst Du in einer Selbsthilfegruppe oder in psychologischer Behandlung?
Liebe Janni, Deine Gedanken, dass Du abnehmen willst, gehen in die falsche Richtung.
Wenn Du vorher durch Deine Krankheit untergewichtig warst, kann es sein, dass sich Dein Körper jetzt auf sein normales Gewicht wieder einpendeln muss. Vorausgesetzt Du ernährst Dich gesund. Dazu gehören regelmäßige Mahlzeiten mit
vollwertigen Nahrungsmitteln. Viel Gemüse, Obst, Vollkornbrot, Fisch, Fleisch, Milch, Joghurt, Quark. Du solltest fettarme Sachen bevorzugen. Wenig Kartoffeln und Weißmehlerzeugnisse und auch mit dem Zucker sparsam sein. Das soll nicht heißen, dass Du gar nichts Süßes essen darfst, aber in Maßen. (Magerquark mit Obst, notfalls einem Teelöffel Konfitüre angerührt, evtl. einige Spritzer Süßstoff sind auch ne herrliche Schleckerei, es müssen keine Schokoriegel sein) Ich nehme an, dass Du in Deinen akuten Bulimiezeiten Dir jede Menge Süßes hineingestopft hast, um es dann wieder auszuspucken?.
In diesen Teufelskreis darfst Du Dich auf keinen Fall wieder begeben.
Hast Du wieder einen Blick dafür, wie groß eine normale Portion ist?
Wenn nicht, dann lass Dir das von jemandem zeigen.
Du mußt auf jeden Fall drei Mahlzeiten täglich zu Dir nehmen.
Such Dir interessante Hobbies, wenigstens eins. Damit Du auf andere Gedanken kommst und nicht immer nur an Essen und Gewicht denkst.
Und falls Du doch wieder mal bisschen mehr in Dich reinstopfst, dann lass es drin.
Versteck Deine Waage und konzentrier Dich auf andere Sachen, die Deine Gedanken fesseln können.....ach, ich wiederhole mich schon g.
Alles Gute und kämpf weiter, aber nicht zum Abnehmen, sondern um Deine Gesundheit.
Ursula



Janni
  • (110 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Ursula!


Dank Dir für Deine schnelle Antwort! Also, diese Bulimie_phasen hab ich meistens dann, wenn ich allein bin - wenn mein Freund bei mir ist, übergebe ich mich nicht, weil ich nicht will/wollte das er es merkt. In der letzten Zeit ist es wirklich sehr sehr selten geworden, das ich mich übergeben habe. Ich weiß schon wie groß eine normale Portion ist, aber ich kann mich dann manchmal einfach nicht mehr beherrschen und esse einfach alles, was mir in die Finger kommt. Eine Therapie habe ich noch nie gemacht, das muss ich auch nicht - weil ich denke, das ich mich selbst schon noch gut unter Kontrolle habe. Ich war noch nie untergewichtig - mein niedrigstes Gewicht im letzten Jahr waren 57 Kilo. Aber als mein Freund dann nach einem längeren Urlaub wieder zurückkam, ging mein Gewicht wieder nach oben, ohne das ich etwas dagegen tun konnte. Nur nichts essen hätte geholfen, aber das ist ja auch keine Lösung. Jedenfalls wäre ich mit 55 Kilo doch nicht Untergewichtig! Mit einem BMI von 19 wäre ich absolut zufrieden. Viele Grüße Janni

Gutemine
  • (96 mal gelesen)
  • Status:

Liebe Janni,
ich kann mich Ursula nur anschließen.
Ich denke auch, daß Dein Gewicht so, wie es ist, völlig okay ist - auch wenn Du Dich zur Zeit noch damit unwohl fühlst - laß es doch einfach mal eine Weile so, wie es ist.
Wenn Du nun anfängst, wieder etwas verändern zu wollen, wird Dich das Essen weiterhin dominieren!


Wenn Du es eine Weile läßt, wie es ist fällt Dir vielleicht auf, daß Du gar kein anderes Thema mehr hast, daß es Dir deshalb so schwer fällt, nicht ans essen zu denken, weil es in den letzten Jahren Dein Hauptthema war.
Es ist Dir zur Gewohnheit geworden, Dich damit zu beschäftigen und deshalb ist es so schwer, damit aufzuhören.
Versuche, das schlechte Gefühl auszuhalten!
Dann wird es bald weniger.


Denn - Du Weiß es ja selber - niemand wird wegen ein paar Kilos mehr oder weniger ein besserer Mensch...


Was machst Du denn, wenn Du nicht ans essen denkst?


Gruß,
Sabine

Ursa
  • (91 mal gelesen)
  • Status:

Liebe Janni,
das unkontrollierte Essen ist eine Ersatzbefriedigung. Irgendetwas fehlt Dir, der Sache solltest Du auf den Grund gehen. Es ist keine Schande, einen Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen, wird auch von der Kasse bei Eßstörungen bezahlt.
Auch Langeweile kann ein Grund mit sein. Ich habe mal den Spruch gehört "eine Sucht entsteht, wenn man etwas sucht" Da ist was Wahres dran.
Was ist es, Janni, was Du suchst, was Dir fehlt?


Mit 55 Kilos wärst Du gerademal an der unteren Grenze zum Untergewicht.

Ist es das wirklich wert, Dich jetzt nur auf Dein Gewicht zu reduzieren (obwohl das derzeitige total in Ordnung ist)
Ich weiss, dass der Gedanke für Dich schlimm sein muss, jetzt gehts immer weiter mit dem Zunehmen. Aber dem wird nicht so sein, wenn Du Dich, wie Gutemine schon sagte, nicht von Essen und Gewicht dominieren läßt.
Ich halt Dir die Daumen!
Ursula


sumsum
  • (81 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Janni,


hey, ich hab immer ein Gewicht von 55 kg bei einer Größe von1,67m gehabt und ich hab mich sauwohl gefühlt. Unter Untergewicht verstehe ich was anderes. Jeder soll soll doch mit seinem Gewicht zufrieden sein und sich nicht nach irgendwelchen BMI-Maßen richten.


Durch Medikamenteneinnahme hab ich innerhalb neun Monate bis auf 69 Kilo zugenommen. Bäh, was fand ich es eklig so fett zu sein. Weil so was kannte ich nicht von mir, hab immer auf Ernährung geachtet und so.
Jetzt bin ich wieder dabei meine überschüssigen Kilos loszuwerden. Es geht auch langsam voran. Werde wohl auch noch lange dafür brauchen, denn 14 Kilo verschwinden nicht von heute auf morgen.


Das komische ist, ich bereue die Zeit des Zunehmens gar nicht so doll. Hab immer gedacht alle Leute gucken mich an und denken "boah, ist die dick" und keiner würde mich mehr mögen.
Aber all dies ist Quatsch. Alle mögen mich, wie auch vorher. Das ist ein schönes Erlebnis.
Ich hab noch gar nicht viel abgenommen, wieviel weiß ich gar nicht genau, vielleicht 2-3 Kilo. Aber ich fühle mich so wunderbar, obwohl ich noch lange nicht mein Wunschgewicht habe. Ich bin mir auch nicht so sicher ob es wieder bei 55 KIlo landen wird.


Also, wenn Du abnehmen willst, nimm auf jeden Fall ganz langsam ab. Das frustriert wenigstens nicht, weil man sich von vornherein nicht so unter Druck setzt.


Viel Erfolg!

Viviane
  • (72 mal gelesen)
  • Status:

Hi du!
Ich denke auch, dass 55kg noch o.k. sind. Laut BMI isses zwar untergewicht, aber da is ja ein BMI von 23 auch noch normalgewichtig und wenn ich nen BMI von 23 hätt dann wär ich viel zu dick. Weniger als 55kg solltest du aber vielleicht a net wiegen, weil dann schaut ma widda so knochig und dürr aus wo überall die Knochen rausguggen und so. Ne Freundin von mir is auch so groß und wiegr 55 und ich finde die schaut net untergewichtig aus. Genau richtig.
Du musst halt versuchen, diese Fressphasen zu vermeiden. ich kenn des. Ich hab etz auch wieder weng zugenommen (zum Glück nur 4,5 kg) und ich will jetzt auch wieder abnehmen. hab jetzt schon 1kg wieder weg. Ich hab etz erstmal 3 Wochen lang hausptsächlich Obst und gemüse und fettarmen Joghurt gegessen. Da geht des ziemlich schnell, weil da ja so gut wie kein Fett drin is und man viel Eiweiß zu sich nimmt. Am Wochenende hab ich halt am Samstag schon mal ne Semmel oder so gegessen und Sonntags hab ich mir dann ein gscheites Mittagessen gegönnt.
Aber du musst da glaub ich selbst rausfinden, wie du deine Diät machen willst. Lass dir am Besten viel Zeit, damit des alles net zu schnell geht.
Wie alt bist du eigentlich?
Gruß

w_paul
  • (82 mal gelesen)
  • Status:

hallo liebe Janni,
das ist doch eigentlich das Hauptthema hier im Forum. Ich denke doch es gibt für jeden einen "vernünftigen" Weg. Du solltest dein negatives Körpergefühle umwandeln in ein positives Gesundheitsstreben, also keine Gewaltmaßnahmen mit sehr niedrigen Kalorien.
Fettmenge runter und schlechte Kohlenhydrate ebenfalls, dafür ohne Hemmungen den Eiweissanteil drastisch raufsetzen, dazu noch etwas Bewegung, dann klappts auch bei dir.
Gruß
Paul

T***
  • (87 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Janni!


Ich möchte mich den Anderen anschließen: laß dein Körpergefühl nicht von irgendwelchen Zahlen (BMI, kg...) beeinflussen! Das Gesamtbild ist entscheidend! Es gibt ein tolles Sprichwort dazu: "Eine dürre Kuh ist noch lange keine Gazelle". Das Idealgewicht garantiert uns also nicht automatisch eine bessere Figur.
Ich z. B. habe ein BMI von 20, bin mit meinem Gewich total zufrieden, und fühle mich wohl. Meine Umgebung findet mich aber so bereits zu dünn. Mein Mann meckert, daß von meiner Weiblichkeit nicht mehr viel da ist, meine Mutter hofft, daß ich 3-4 Kilo zunehme, sogar mein jüngerer Bruder meint, daß ich als Frau und Mutter sowieso etwas rundlicher sein sollte. Und er soll´s ja wissen, mit seinen 20 Lenzen :-)!
Wie reagiert den dein Freund auf deine Gewichtsschwankungen? Sagt er etwas dazu? Wie findet er dich schöner? Vielleicht orientierst du dich zu sehr daran?


Zur Ernährung: Wenn du diszipliniert genug bist, wäre es am besten dich an einen bestimmten Plan zu halten. So mache ich das jedenfalls. Ich versuche mein Gewicht zu halten in dem ich nicht mehr als ca. 1700 Kkal täglich esse. Mein Grundumsatz ist bei 52 kg nicht besonders hoch und ich treibe z. Zt. nur selten Sport. Deshalb passe ich besonders gut auf, daß ich nicht zu viel esse. Außer am Wochenende, da wird´s nach Lust und Laune geschlemmt :-) Sonst "fahre" ich nach meinem Plan, achte auf genügend Eiweiß, esse kein Weißbrot, keine Nudeln, so gut wie keine Kartoffeln. Man muß sich schon ordentlich einschränken, auf viele Lieblingsspeisen verzichten usw. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Mache bloß nicht den Fehler und fange nicht an zu hungern! Du kannst deinem Wunschgewicht durchaus auf gesunde Weise näher rücken. Iss bloß nicht weniger, als es für deinen Grundumsatz notwendig ist!


Alles Gute T***

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