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Hallo Forumsteilnehmer
Ich weiss, das Thema wird immer wieder diskutiert und ist auch manchmal etwas Emotionsgeladen. Trotzdem würde ich gerne wissen, ob Fleisch gesund ist und wenn ja, warum oder warum Fleisch schädlich ist und auch da warum. Ich habe éiniges gehört, oder besser gesagt, gelesen, warum Fleisch ungesund ist, anderseits empfehlen ja Organisationen wie die DGE 1-3 Fleisch in der Woche zu essen.
Für eine (konstruktive) Antworten danke ich sehr
Fabienne
Vielleicht antwortet dir keiner, weil niemand erwartet, dass du auch nur das kleinste Argument gelten lässt.
Auch ich möchte dich nicht überzeugen, Fleisch zu essen, wenn du das nicht willst. Auch mir könnte man 1000 Argumente nennen, warum ich die leckeren, gesunden, raffinierten Pflanzenöle an Stelle meiner geliebten Butter essen soll - ich würde es nicht tun, weil ich von ihrer Schädlichkeit zutiefst überzeugt bin.
Argument für oder gegen eine Ernährungsweise finden sich zuhauf im Internet. Hier muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Das habe ich schon lange getan. Ich esse gern Fleisch, es schmeckt mir und ich genieße es. Außerdem ist es in meinen Augen leichter mit Fleisch eine allumfassende Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen in gut bioverfügbarer Form zu erreichen als mit einer fleischlosen Ernährung. Ich behaupte nicht, dass dies unmöglich ist, nur ist es nichts für mich. Ich will dich nicht vom Fleischessen überzeugen, das ist eine ganz und gar private Entscheidung, ich hab dir nur geantwortet, weil du offensichtlich auf vielen Gebieten ein wirklich hohes Wissen besitzt und hier mit allen teilst, ich aber z. B. die Behauptungen "hoher Insulinausstoß durch Fleisch" und "Suchtfaktor von Fleisch" einfach nur abenteuerlich finde und nicht unkommentiert hier stehenlassen will.
hallo Monsti und alle anderen,
Monsti schrieb:
in der Eingangsfrage ging darum, ob der Genuss von Fleisch grundsätzlich ungesund ist. Dein Beitrag bezieht sich aber primär auf tierproteinreiche Ernährung.
Wenn ein Mischköstler 2x in der Woche Fleisch oder Fisch ist, ansonsten viel Brot, frisches Obst und Gemüse, so ist dies kaum als tierproteinreiche Ernährung zu bezeichnen.
ist es nicht so, dass jede Art der Extreme nicht gerade gesundheitsförderlich ist.
Die Menge ( der Schadstoffe) machts.
Für die Befürworter der Rohkost darf ich hier wiederum einen Link anbieten :
[www.nitrat.de]
beste Grüsse
Maren
hallo nochmal,
aus Bild der Wissenschaft 1/2003 habe ich einen Artikel ausgekramt, der wohl für sich spricht:
viel Spass
Maren
Verzagte Vegetarier
Fleischverächter sind zwar gesünder, aber unglücklicher als ihre Zeitgenossen
Lange Vorbei Sind die Zeiten, daman sich durch das Bekenntnis zur fleischlosen Ernährung den Ruf als heilloser Spinner zuzog. Und wenn es noch irgendwo die leise Unterstellung der Verschrobenheit geben sollte, wird sie heute durch das schlechte Gewissen der Fleischesser übertönt.Aber: Auch wenn der Verzicht auf Rindswurst und Schweinefilet gesundheitliche und bioethische Vorzüge haben mag, sieht die psychohygienische Diagnose für die Vegetarier anders aus. Zumindest bei weiblichen Vegetariern geht der Griff zu Rohkost und Tofuburgern mit schlechter Laune und einer negativen Sicht der Welt einher.
Vor 20 Jahren bezeichneten sich nur o,6 Prozent der Deutschen als Vegetarier, heute lehnen nach Schätzung des Vegetarier-Bundes 7 bis 10 Prozent der Bevölkerung die tierische Nahrung ab. Mehrere neue Studien stellen den Fleischverachtern ein vorzügliches Gesundheitszeugnis aus: Im Vergleich zu Otto Normalverbraucher haben sie einen niedrigeren Blutdruck und günstigere Blutfettwerte, und ihre Sterberate an Herzerkrankungen liegt niedriger als bei denen, die Fleisch verzehren.
Dieses beeindruckende Bild wird indes durch ein paar unerquickliche Schönheitsfehler getrübt, gibt die Psychologin Marjaana Lin-deman von der finnischen Universität Helsinki zu Protokoll: So sind vegetarische Frauen zum Beispiel übermäßig auf ihre schlanke Linie fixiert. Mit Essstörungen wie Anorexia nervosa liegen sie deutlich über dem Durchschnittswert.
Bereits Mitte der achtziger Jahre hatte eine amerikanische Studie bei reinen Pflanzenessern eine erhöhte Rate an Depressionen und Angstzustanden aufgespürt. Um die seelische Verfassung der Vegetarier genauer auszuloten, hat die finnische Psychologin nun in zwei Studien über 500 Frauen zwischen 13 und 74 Jahren unter die wissen-
bild der Wissenschaft 1/2003
Völlerei gilt als eine Todsünde,doch eine fleischhaltige Mahlzeit macht nicht nur subjektiv froh
schaftliche Lupe genommen. Die Beschrankung auf das weibliche Geschlecht war nötig, weil zu wenige mannliche Fleischverächter dem Aufruf zum Test gefolgt waren. Kein Wunder, denn die Frauenquote unter den Pflanzenessern beträgt schätzungsweise 90 Prozent.
60 der Befragten waren Vegetarierinnen. 130 wiesen sich durch den Verzicht auf das rote Fleisch von Schwein und Rind als „halbe" Vegetarierinnen aus. Bei ihnen kam lediglich weißes Fleisch von Geflügel und Fisch auf den Teller. Das Ergebnis ist niederdrückend: Die Gemütsverfassung der Fleischverächter und -mit Abstrichen - der Halb-Vegetarier wird häufig durch depressive Anwandlungen getrübt. Die düstere Neigung zeigt sich unter anderem in Gefühlen der Niedergeschlagenheit und Einsamkeit und in schlechtem Schlaf. Auch das Selbstwertgefühl der Asketen ist messbar angeschlagen. Und die bekannte erhöhte Anfälligkeit für Essstörungen weist auch diese Studie nach.
Bei Frauen, die die tierische Kost ablehnen, hat das ganze Weltbild einen Schlag ins Negative: Sie lesen in den Lauf der Dinge insgesamt mehr Übel und Bösartigkeit hinein, sie halten das Schicksal für weniger kontrollierbar, und sie unterstellen der Welt und den Menschen ein höheres Maß an Ungerechtigkeit.
Die finnischen Befunde geben allerdings keinen Aufschluss über die Richtung der Ursache-Wirkungs-Kette, hält Psychologin Lindeman fest: Fühlen sich bedrückte Zeitgenossen zum Vegetarismus hingezogen, oder ist da irgendetwas an der fleischlosen Ernährung, das den Menschen die gute Laune vergällt? Vegetarier verkünden oft, dass sich die Stimmung in dem Augenblick verbessert, in dem man dem animalischen „Fraß" entsagt. Wenn das stimmt, könnte der Vegetarismus für seine Anhänger eine therapeutische Weltanschauung sein, die eine stimmungsaufhellende Funktion hat. Das aber würde bedeuten: Die Vegetarier waren vor dem Fleischverzicht noch depressiver als nach der Läuterung. Psychologen wissen, dass bestimmte Menschen bestimmten Ideologien verfal-len, weil diese einen Schutzwall errich- ten - gegen die Einsicht in die Endlichkeit i und den „Horror" des Lebens. Um das '• Leben nicht als gnadenlosen Moloch zu j erfahren, der alles Wertvolle in den l Dreck zieht, schützen solche Menschen ; ihr Selbstwertgefühl durch die Bindung = an kulturelle Weltanschauungen. Die vermitteln ihnen eine stabile und sinnhafte Konzeption ihres Daseins und stiften Rituale, die im Alltag Rückhalt geben. Nach der einflussreichen „Terror-Management-Theorie", die der Psychologe Tom Pyszczynski von der University of Colorado entwickelt hat, können alle erdenklichen Rituale, Mythen und Religionen diesen Zweck erfüllen.
Ein vegetarisches Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen - aber die Psyche giert offenbar nach mehr als immer nur Mohrrüben
Die Alternative zu dieser Interpretation wäre: Den Pflanzenessern geht irgendein antidepressiver Inhaltsstoff in der tierischen Nahrung durch die Lappen. Ein denkbarer Kandidat dafür ist das Cholesterin, auch wenn es wegen seiner arterienverhärtenden Wirkung einen schlechten Ruf hat.
Andererseits: Nach neueren Untersuchungen, die Prof. Thomas Bronisch und Dr. Jürgen Brunner vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie im Fachblatt „Nervenarzt" zusammenfassen, begünstigt eine Unterversorgung mit dem „bösen" Fettbestandteil impulsives, aggressives und selbstschädigendes Verhalten, das im Suizid enden kann. Das betrifft sowohl Menschen, die von Natur aus eine geringe Konzentration des Fettbestandteils haben, als auch jene, bei denen der Cholesterinspiegel aus therapeutischen Gründen verringert wird. Auch die Gemütskrankheit Depression, die selbstzerstörerische Elemente enthält, tritt bei einem niedrigen Cholesterinspiegel sehr viel häufiger auf. Die Verbindungslinie: Die Cholesterinwerte von Vegetariern liegen um 19 Prozent unter denen nichtvegetarischer Probanden.
Vegetarier haben auch einen verringerten Blutspiegel der hoch ungesättigten Omega-3-Fettsäuren,, die hoch dosiert fast ausschließlich in Fisch vorkommen. Fisch-Öl scheint einen antidepressiven Effekt zu haben: Wer mindestens einmal in der Woche Fisch isst, so zeigt eine Studie der finnischen Universität von Kuo-* pio, hat seltener mit Schwermut zu kämpfen. In kontrollierten Versuchen wurden bestehende Depressionen sogar durch die Gabe von Fischöl-Kap-seln gelindert.
Schließlich kann der Körper nur aus Fleisch und anderen proteinreichen Speisen die Aminosäure Tyrosin gewinnen. Tyrosin dient als Vorstufe für die Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin, die uns konzentriert, wach und vital sein lassen und eine unverzichtbare Rolle für positive Gefühlszustände spielen.
Allen modernen Vorurteilen zum Trotz belegt übrigens keine einzige Studie überzeugend, dass Vegetarier älter werden als Fleischesser. Das Europäische
Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften in Hochheim am Main kam nach der Auswertung von fünf internationalen Studien zu dem ernüchternden Ergebnis: „Vegetarier leben nicht generell länger. Sie sterben höchstens anders." In der deutschen Studie etwa hatten die Vegetarier eine um 55 Prozent niedrigere Herzinfarktrate. Dafür traten bei ihnen um 69 Prozent mehr Schlaganfälle auf. Außerdem starben sie etwa doppelt so oft wie Fleischesser an Magen- und Prostatakrebs. Rolf Degen •
Hihi Marengo,
dann weiß ich ja, warum ich so eine Frohnatur bin :o))).
Grüßle von
Monsti
"wenn du mir also beweisen kannst, dass fleisch gesund ist "
wie schon mal gesagt und von dir nicht kommentiert: die aussage, ein nahrungsmittel wäre per se "gesund", halte ich für unfug
definier doch mal, was du unter "gesund" in diesem sinn verstehst. und sag, was du warum dafür hältst. dann können wir wieder herrlich streiten und in den krümeln suchen
was auch niemand weiterbringt
aber fleisch wegen "spuren von opiaten" als suchterzeugend darzustellen - verzeih bitte, daß ich dir da "wissenschaftlich" nicht folgen kann. auch die sache mit dem insulin wird immer verwirrender: ich dachte ja mal ganz naiv, insulin würde für den kohlehydrat- metabolismus gebraucht. dann lernte ich, daß es die hormonsensitive lipase hemmt. und jetzt wird es auch durch fleisch - also eiweiß - freigesetzt...nimmt ja schier kein ende ;-)
eins wundert mich, ehrlich gesagt, auch noch. deine wisenschaftlichen quellen stehen doch auch allen anderen wissenschaftlern zur verfügung. warum kommen diese zu einer gänzlich anderen bewertung als du? will sagen, warum ist deine ansicht nicht mainstream?
alle nur gekauft?
"Umso mehr Fleisch, oder allgemein ein Nahrungsmittel verarbeitet wird, umso schlechter wird es"
schon wieder eine völlig unsinnige verallgemeinerung
iß doch ruhig deine kartoffeln, bohnenkerne und maniok roh - du wirst schon sehen, was du davon hast
Man versucht es immer wieder den Vegetarismus negativ zu beleuchten.
Dies liegt in der Natur der Dinge, man war sich auch 30 Jahre nicht sicher, ob das
Rauchen nun gesundheitsschädlich ist oder nicht.
Beim Vegetarismus bemängelte man zuerst, dass Vegetarier auf
keine Vitamin B12-Quelle zugreifen können.
Bis sich herausstellte, dass die Vegetarier mehr Vitamin B12-Vorräte
im Körper haben als Nichtvegetarier.
Nun ist es die Aminosäure Tyrosin.
Ich mach mich mal schlau, in welcher Nahrung Tyrosin enthalten ist.
In den Spirulina-Algen ist diese Aminosäure auf jeden Fall
enthalten.
Ich bin sicher, dass Menschen die von Depressionen geplagt sind Mittel und Wege
finden, diese zu mildern sofern sie einen gesunden Menschenverstand
besitzen.
Ein vernünftiger Weg ist sicherlich auf Fleisch zu verzichten.
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