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Forum: Ernährung & Diäten

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Fabienne P.
  • (1040 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Forumsteilnehmer


Ich weiss, das Thema wird immer wieder diskutiert und ist auch manchmal etwas Emotionsgeladen. Trotzdem würde ich gerne wissen, ob Fleisch gesund ist und wenn ja, warum oder warum Fleisch schädlich ist und auch da warum. Ich habe éiniges gehört, oder besser gesagt, gelesen, warum Fleisch ungesund ist, anderseits empfehlen ja Organisationen wie die DGE 1-3 Fleisch in der Woche zu essen.


Für eine (konstruktive) Antworten danke ich sehr


Fabienne

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
HSusi
  • (278 mal gelesen)
  • Status:

Vielleicht antwortet dir keiner, weil niemand erwartet, dass du auch nur das kleinste Argument gelten lässt.


Auch ich möchte dich nicht überzeugen, Fleisch zu essen, wenn du das nicht willst. Auch mir könnte man 1000 Argumente nennen, warum ich die leckeren, gesunden, raffinierten Pflanzenöle an Stelle meiner geliebten Butter essen soll - ich würde es nicht tun, weil ich von ihrer Schädlichkeit zutiefst überzeugt bin.


Argument für oder gegen eine Ernährungsweise finden sich zuhauf im Internet. Hier muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Das habe ich schon lange getan. Ich esse gern Fleisch, es schmeckt mir und ich genieße es. Außerdem ist es in meinen Augen leichter mit Fleisch eine allumfassende Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen in gut bioverfügbarer Form zu erreichen als mit einer fleischlosen Ernährung. Ich behaupte nicht, dass dies unmöglich ist, nur ist es nichts für mich. Ich will dich nicht vom Fleischessen überzeugen, das ist eine ganz und gar private Entscheidung, ich hab dir nur geantwortet, weil du offensichtlich auf vielen Gebieten ein wirklich hohes Wissen besitzt und hier mit allen teilst, ich aber z. B. die Behauptungen "hoher Insulinausstoß durch Fleisch" und "Suchtfaktor von Fleisch" einfach nur abenteuerlich finde und nicht unkommentiert hier stehenlassen will.

Marengo
  • (246 mal gelesen)
  • Status:


hallo Monsti und alle anderen,


Monsti schrieb:




in der Eingangsfrage ging darum, ob der Genuss von Fleisch grundsätzlich ungesund ist. Dein Beitrag bezieht sich aber primär auf tierproteinreiche Ernährung.


Wenn ein Mischköstler 2x in der Woche Fleisch oder Fisch ist, ansonsten viel Brot, frisches Obst und Gemüse, so ist dies kaum als tierproteinreiche Ernährung zu bezeichnen.





ist es nicht so, dass jede Art der Extreme nicht gerade gesundheitsförderlich ist.
Die Menge ( der Schadstoffe) machts.
Für die Befürworter der Rohkost darf ich hier wiederum einen Link anbieten :
[www.nitrat.de]



beste Grüsse


Maren

Marengo
  • (306 mal gelesen)
  • Status:

hallo nochmal,


aus Bild der Wissenschaft 1/2003 habe ich einen Artikel ausgekramt, der wohl für sich spricht:



viel Spass
Maren



Verzagte Vegetarier


Fleischverächter sind zwar gesünder, aber unglücklicher als ihre Zeitgenossen


Lange Vorbei Sind die Zeiten, daman sich durch das Bekenntnis zur fleischlo­sen Ernährung den Ruf als heilloser Spin­ner zuzog. Und wenn es noch irgendwo die leise Unterstellung der Verschroben­heit geben sollte, wird sie heute durch das schlechte Gewissen der Fleischesser übertönt.Aber: Auch wenn der Verzicht auf Rindswurst und Schweinefilet gesund­heitliche und bioethische Vorzüge haben mag, sieht die psychohygienische Dia­gnose für die Vegetarier anders aus. Zu­mindest bei weiblichen Vegetariern geht der Griff zu Rohkost und Tofuburgern mit schlechter Laune und einer negativen Sicht der Welt einher.


Vor 20 Jahren bezeichneten sich nur o,6 Prozent der Deutschen als Vegetarier, heute lehnen nach Schätzung des Vegeta­rier-Bundes 7 bis 10 Prozent der Bevölke­rung die tierische Nahrung ab. Mehrere neue Studien stellen den Fleischverach­tern ein vorzügliches Gesundheitszeug­nis aus: Im Vergleich zu Otto Normalver­braucher haben sie einen niedrigeren Blutdruck und günstigere Blutfett­werte, und ihre Sterberate an Herz­erkrankungen liegt niedriger als bei de­nen, die Fleisch verzehren.


Dieses beeindruckende Bild wird in­des durch ein paar unerquickliche Schönheitsfehler getrübt, gibt die Psychologin Marjaana Lin-deman von der finnischen Uni­versität Helsinki zu Protokoll: So sind vegetarische Frauen zum Beispiel übermäßig auf ihre schlanke Linie fixiert. Mit Ess­störungen wie Anorexia nervosa liegen sie deutlich über dem Durchschnittswert.


Bereits Mitte der achtziger Jahre hatte eine amerikanische Studie bei reinen Pflanzenessern eine erhöh­te Rate an Depressionen und Angst­zustanden aufgespürt. Um die seelische Verfassung der Vegetarier genauer aus­zuloten, hat die finnische Psychologin nun in zwei Studien über 500 Frauen zwi­schen 13 und 74 Jahren unter die wissen-






bild der Wissenschaft 1/2003




Völlerei gilt als eine Todsünde,doch eine fleischhaltige Mahlzeit macht nicht nur subjektiv froh




schaftliche Lupe genommen. Die Be­schrankung auf das weibliche Geschlecht war nötig, weil zu wenige mannliche Fleischverächter dem Aufruf zum Test gefolgt waren. Kein Wunder, denn die Frauenquote unter den Pflanzenessern beträgt schätzungsweise 90 Prozent.


60 der Befragten waren Vegetarierin­nen. 130 wiesen sich durch den Verzicht auf das rote Fleisch von Schwein und Rind als „halbe" Vegetarierinnen aus. Bei ihnen kam lediglich weißes Fleisch von Geflügel und Fisch auf den Teller. Das Er­gebnis ist niederdrückend: Die Gemüts­verfassung der Fleischverächter und -mit Abstrichen - der Halb-Vegetarier wird häufig durch depressive Anwand­lungen getrübt. Die düstere Nei­gung zeigt sich unter ande­rem in Gefühlen der Niedergeschlagenheit und Einsamkeit und in schlechtem Schlaf. Auch das Selbstwertgefühl der Asketen ist messbar angeschlagen. Und die bekannte erhöhte Anfälligkeit für Essstörungen weist auch diese Studie nach.


Bei Frauen, die die tierische Kost ab­lehnen, hat das ganze Weltbild einen Schlag ins Negative: Sie lesen in den Lauf der Dinge insgesamt mehr Übel und Bös­artigkeit hinein, sie halten das Schicksal für weniger kontrollierbar, und sie unter­stellen der Welt und den Menschen ein höheres Maß an Ungerechtigkeit.


Die finnischen Befunde geben aller­dings keinen Aufschluss über die Rich­tung der Ursache-Wirkungs-Kette, hält Psychologin Lindeman fest: Fühlen sich bedrückte Zeitgenossen zum Vegetarismus hingezogen, oder ist da irgendetwas an der fleischlosen Ernäh­rung, das den Menschen die gute Laune vergällt? Vegetarier verkünden oft, dass sich die Stimmung in dem Augenblick verbes­sert, in dem man dem animalischen „Fraß" entsagt. Wenn das stimmt, könnte der Vegetarismus für seine Anhänger eine therapeutische Weltanschauung sein, die eine stimmungsaufhellende Funktion hat. Das aber würde bedeuten: Die Vege­tarier waren vor dem Fleischverzicht noch depressiver als nach der Läuterung. Psychologen wissen, dass bestimmte Menschen bestimmten Ideologien verfal-len, weil diese einen Schutzwall errich- ten - gegen die Einsicht in die Endlichkeit i und den „Horror" des Lebens. Um das '• Leben nicht als gnadenlosen Moloch zu j erfahren, der alles Wertvolle in den l Dreck zieht, schützen solche Menschen ; ihr Selbstwertgefühl durch die Bindung = an kulturelle Weltanschauungen. Die vermitteln ihnen eine stabile und sinn­hafte Konzeption ihres Daseins und stif­ten Rituale, die im Alltag Rückhalt geben. Nach der einflussreichen „Terror-Mana­gement-Theorie", die der Psychologe Tom Pyszczynski von der University of Colo­rado entwickelt hat, können alle erdenk­lichen Rituale, Mythen und Religionen diesen Zweck erfüllen.


Ein vegetarisches Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen - aber die Psyche giert offenbar nach mehr als immer nur Mohrrüben


Die Alternative zu dieser Interpreta­tion wäre: Den Pflanzenessern geht ir­gendein antidepressiver Inhaltsstoff in der tierischen Nahrung durch die Lap­pen. Ein denkbarer Kandidat dafür ist das Cholesterin, auch wenn es wegen seiner arterienverhärtenden Wirkung einen schlechten Ruf hat.


Andererseits: Nach neueren Untersu­chungen, die Prof. Thomas Bronisch und Dr. Jürgen Brunner vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie im Fachblatt „Nervenarzt" zusammenfassen, begüns­tigt eine Unterversorgung mit dem „bösen" Fettbestandteil impulsives, aggressi­ves und selbstschädigendes Verhalten, das im Suizid enden kann. Das betrifft so­wohl Menschen, die von Natur aus eine geringe Konzentration des Fettbestand­teils haben, als auch jene, bei denen der Cholesterinspiegel aus therapeutischen Gründen verringert wird. Auch die Gemütskrankheit Depression, die selbst­zerstörerische Elemente enthält, tritt bei einem niedrigen Cholesterinspiegel sehr viel häufiger auf. Die Verbindungslinie: Die Cholesterinwerte von Vegetariern liegen um 19 Prozent unter denen nicht­vegetarischer Probanden.


Vegetarier haben auch einen ver­ringerten Blutspiegel der hoch unge­sättigten Omega-3-Fettsäuren,, die hoch dosiert fast ausschließlich in Fisch vorkommen. Fisch-Öl scheint einen anti­depressiven Effekt zu ha­ben: Wer mindestens einmal in der Woche Fisch isst, so zeigt eine Studie der finni­schen Universität von Kuo-* pio, hat seltener mit Schwermut zu kämpfen. In kontrollierten Versu­chen wurden bestehende Depressionen sogar durch die Gabe von Fischöl-Kap-seln gelindert.


Schließlich kann der Körper nur aus Fleisch und anderen proteinreichen Spei­sen die Aminosäure Tyrosin gewinnen. Tyrosin dient als Vorstufe für die Boten­stoffe Noradrenalin und Dopamin, die uns konzentriert, wach und vital sein lassen und eine unverzichtbare Rolle für positive Gefühlszustände spielen.


Allen modernen Vorurteilen zum Trotz belegt übrigens keine einzige Stu­die überzeugend, dass Vegetarier älter werden als Fleischesser. Das Europäische
Institut für Lebensmittel- und Ernäh­rungswissenschaften in Hochheim am Main kam nach der Auswertung von fünf internationalen Studien zu dem ernüch­ternden Ergebnis: „Vegetarier leben nicht generell länger. Sie sterben höchstens an­ders." In der deutschen Studie etwa hat­ten die Vegetarier eine um 55 Prozent niedrigere Herzinfarktrate. Dafür traten bei ihnen um 69 Prozent mehr Schlag­anfälle auf. Außerdem starben sie etwa doppelt so oft wie Fleischesser an Magen- und Prostatakrebs. Rolf Degen •



Monsti
  • (264 mal gelesen)
  • Status:

Hihi Marengo,


dann weiß ich ja, warum ich so eine Frohnatur bin :o))).


Grüßle von
Monsti

Petronius
  • (245 mal gelesen)
  • Status:

"wenn du mir also beweisen kannst, dass fleisch gesund ist "


wie schon mal gesagt und von dir nicht kommentiert: die aussage, ein nahrungsmittel wäre per se "gesund", halte ich für unfug


definier doch mal, was du unter "gesund" in diesem sinn verstehst. und sag, was du warum dafür hältst. dann können wir wieder herrlich streiten und in den krümeln suchen


was auch niemand weiterbringt


aber fleisch wegen "spuren von opiaten" als suchterzeugend darzustellen - verzeih bitte, daß ich dir da "wissenschaftlich" nicht folgen kann. auch die sache mit dem insulin wird immer verwirrender: ich dachte ja mal ganz naiv, insulin würde für den kohlehydrat- metabolismus gebraucht. dann lernte ich, daß es die hormonsensitive lipase hemmt. und jetzt wird es auch durch fleisch - also eiweiß - freigesetzt...nimmt ja schier kein ende ;-)


eins wundert mich, ehrlich gesagt, auch noch. deine wisenschaftlichen quellen stehen doch auch allen anderen wissenschaftlern zur verfügung. warum kommen diese zu einer gänzlich anderen bewertung als du? will sagen, warum ist deine ansicht nicht mainstream?


alle nur gekauft?

Petronius
  • (248 mal gelesen)
  • Status:

"Umso mehr Fleisch, oder allgemein ein Nahrungsmittel verarbeitet wird, umso schlechter wird es"


schon wieder eine völlig unsinnige verallgemeinerung


iß doch ruhig deine kartoffeln, bohnenkerne und maniok roh - du wirst schon sehen, was du davon hast

krisil
  • (246 mal gelesen)
  • Status:

Man versucht es immer wieder den Vegetarismus negativ zu beleuchten.
Dies liegt in der Natur der Dinge, man war sich auch 30 Jahre nicht sicher, ob das
Rauchen nun gesundheitsschädlich ist oder nicht.
Beim Vegetarismus bemängelte man zuerst, dass Vegetarier auf
keine Vitamin B12-Quelle zugreifen können.
Bis sich herausstellte, dass die Vegetarier mehr Vitamin B12-Vorräte
im Körper haben als Nichtvegetarier.
Nun ist es die Aminosäure Tyrosin.
Ich mach mich mal schlau, in welcher Nahrung Tyrosin enthalten ist.
In den Spirulina-Algen ist diese Aminosäure auf jeden Fall
enthalten.
Ich bin sicher, dass Menschen die von Depressionen geplagt sind Mittel und Wege
finden, diese zu mildern sofern sie einen gesunden Menschenverstand
besitzen.
Ein vernünftiger Weg ist sicherlich auf Fleisch zu verzichten.

Datum/Zeit von Autor Thema
24.05.04 19:47 Fabienne P.Fleisch
24.05.04 21:52 PetroniusRE: Fleisch
24.05.04 23:07 ManueleFleisch und die DGE
25.05.04 09:39 MarengoRE: Fleisch und die DGE
25.05.04 17:07 G.Walter-FriedrichRE: Buchtipp
25.05.04 18:13 ManueleRE: Buchtipp
25.05.04 19:08 PetroniusRE: Buchtipp
25.05.04 21:40 MonstiRE: Buchtipp
26.05.04 10:49 HSusiRE: Buchtipp
26.05.04 21:20 ManueleRE: Buchtipp
26.05.04 22:05 HSusiRE: Buchtipp
26.05.04 22:22 ManueleRE: Buchtipp
26.05.04 22:34 HSusiRE: Buchtipp
28.05.04 14:15 PetroniusRE: Buchtipp
26.05.04 21:42 ManueleRE: Fleisch und die DGE
28.05.04 14:33 Petroniusroh essen
25.05.04 18:18 MonstiRE: Fleisch und die DGE
25.05.04 19:34 ManueleRE: Fleisch und die DGE
25.05.04 21:35 MonstiRE: Fleisch und die DGE
25.05.04 21:43 MonstiRE: Fleisch und die DGE
26.05.04 13:29 Petroniusinuits
26.05.04 14:17 MonstiRE: Fleisch und die DGE
26.05.04 21:26 ManueleRE: Fleisch und die DGE
27.05.04 10:11 MarengoRE: Fleisch und die DGE
27.05.04 13:48 MarengoVerzagte Vegetarier
27.05.04 14:56 MonstiRE: Verzagte Vegetarier
28.05.04 19:40 krisilImmer wieder das selbe.....
Derzeit online: Diddi1310, Sonnenblume269
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