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Sehr geehrte Frau Dr. Schaaf,
mein Mann (65J.) soll sich einer Bypassoperation unterziehen, weil 3 Herzkranzarterien starke Verengungen (bis 70 %) aufweisen und ein Gefäß zusätzlich verschlossen ist. Er hatte schon einen leichten Herzinfarkt, den er selbst nicht wahrgenommen hat. Er hat aber keinerlei Beschwerden (kann z.B. ohne Atembeschwerden mehrere Treppen hoch rennen) und eher dass Gefühl, dass sich die Arterien wieder öffnen werden. Er nimmt seit ca. 2 Monaten Nattokinase, Antioxydantien, Multivitamine und hat seine Ernährung völlig umgestellt und nimmt ab. Sein Blutdruck ist seit Jahren gut eingestellt.
Sind Ihnen Patienten bekannt, bei denen sich die verengten Herzarterien wieder erweitert haben und denen eine OP erspart blieb?
Über eine Antwort würde ich mich freuen, Danke, Margisa




Ich denke, Sie wollen wissen, ob es verantwortbar ist, die OP jetzt nicht zu machen, sondern lieber in z.B. 3-6 Monaten zu kontrollieren und bei stabilem Befund oder evtl sogar tendenzieller Besserung den Eingriff (noch) nicht machen zu lassen.
Wenn dem so ist, lautet meine Antwort "Ja", obwohl die meisten Kardiologen (zumindest in Deutschland) dem vermutlich widersprechen werden.
Es ist nachgewiesen, dass sich die Verengungen zurückbilden können und natürlich auch, dass sie stabil bleiben können.
Sie sollten aber sicherstellen, dass Sie im Falle des Falles, dass Sie akut eine "Herzsymptomatik" feststellen, sich SOFORT in eine Klinik begeben bzw. die 112 anrufen und sagen "Verdacht auf akuten Herzinfarkt, das wäre dann der zweite".
Auf Urlaub in "Timbuktu" dementsprechend lieber verzichten.
Dr. Schaaf
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 24.11.11 19:53 | margisa | |
| 28.11.11 07:39 | Dr. Schaaf |
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