Startseite > Foren > Forum Diabetes > Zuckermessstäbchen
Hallo,
seit kurzem werden laut meiner Diabatologin Zuckermessstäbchen von der Kasse nicht mehr bezahlt? Ausnahme wer sprizen muss. Bisher habe ich pro Quartal 50 Stück zur Kontrolle bekommen. Ist das generell so oder gibt es noch Kassen die weiter hin bezahlen.
Gruß Martin
..habe unter anderem Thema (siehe Glimepirid) mM korrigiert...etwas Grundsätzliches: Ärztefunktionäre reden seit Jahren (zB Herr Hoppe am Wochenende) davon, dass es eine Form der Rationalisierung im Gesundheitswesen gibt (die sich zwangsläufig noch verstärken wird) und fordern eine öffentliche (und von den Politikern und KK ehrlich geführte Diskussion) was die GKV noch bezahlen soll und was nicht...wenn also die GKV Teststreifen "wie optimal" bezahlen, wo werden dann Leistungen gestrichen??




Na Sie trauen sich ja was, Herr Dr. Keuthage:-)
Guten Morgen,
also. mein HBA1C ist im vergangenen Jahr gewesen: 7,7. dann 7,6 jetzt aktuell 7,5.
Die Werte sind gut, außer die in den 1-4h nach dem Frühstück, weil über 11.
Also habe ich immer noch keine Strategie, die mich den ganzen Tag über in einen guten BZ-Bereich bringt.
Bisher have ich -nach Anordnung meiner Diabetologin -jeweils früh und abends 2mg Glimeprid genommen, obwohl im Beipackzettel steht, empfohlen als EINE Dosis. Mit dem Effekt, dass ich vormittags im Hohen schwebe und nachmittags Tee trinken muss, um nicht unter 3 zu rutschen. Also stimmt hier etwas überhaupt nicht.
Jetzt soll ich die 4mg um 9 Uhr nehmen, die scheinen aber erst nach 2bis 3h zu wirken. Ich hatte diese Frage an Sie in einem Glimeprid+SEA-Thread gerichtet.
Denn DANN fällt der BZ rapide innerhalb 1h.
Ich werd noch verrückt dabei.Weil ich durch die Hepatitis in der Jugendzeit inzwischen eine nachhaltige Leberschädigung befürchte und ich vielleicht garnichts tun kann für den Bz sondern das hinnehmen muss? Andererseits bin ich schon amputiert nach einem Unfall und habe keinen Bock auf irgendwelche Spätfolgen durch hohen BZ.
Solange ich Viktoza nehme, der an das Vorhandensein von ausreichend Eigeninsulin gebunden ist, muss -nicht jeden Tag -aber in Intervallen eine Selbstkontrolle erfolgen, ansonsten würde man erst nach 4 Monaten erfahren, dass das Eigeninsulin vielleicht inzwischen lange futsch ist und Viktoza nicht mehr zu vertreten ist. Die Bestimmung des C-peptid-Wertes sollte doch eigentlich unter Glucose-Belastung möglichst einmal morgens nüchtern und einmal später erfolgen am Tag? Wann wird sie tatsächlich gemessen 1 x um 14 Uhr innerhalb von 6 Monaten!!
Und darauf soll ich mich verlassen?
Und ich benötige jeden Abend eine Messung für die Entscheidung: Glimepirid oder nicht.
Zu 2. Wie das andere Autofahrer tun, weiß ich nicht, ich messe, bevor ich ins Auto steige, nicht immer, aber auf jeden Fall dann, wenn ich davon ausgehen muss, es KÖNNTE der BZ zu niedrig sein. Ich spreche nicht von meiner kurzen Fahrt in den Job, sondern von längeren Fahrten.
Ich kann es nicht beurteilen, ob ein Nichtdiabetiker in dem Maß unterzuckern kann. Er steht aber eben so in der Verantwortung, seine Fahrtauglichkeit zu verantworten und zu sichern.
Und, falls er unter UZ-Symptomen leidet, er sich also schlecht fühlt, NICHT ins Auto zu steigen.
..nur verstehe ich Ihre Situation viel besser (daher sollte/darf ein Arzt auch keine Therapie per Internet-Forum machen)..wie man sieht machen Sie und Ihre Diabetologin sich in Ihrer sehr komplexen Situation viel Gedanken und Therapieversuche..von weitem Tipps (online) zu geben, wäre anmaßend von mir




Der jetzige Versuch nach Klaus-Rat: 6 Uhr 2mg Glimepirid und 1 halbe Scheibe Brot: Nüchtern BZ: 11,1 & Uhr, liegt ansonsten stabil bei 5,4.
Um 9 Uhr: BZ: 7,4
Durch die 11,1 ist es natürlich nicht verwertbar, aber ich habe das erste Mal nach vielen Monaten eine Chaos-schmerznacht mit stechenden und brennenden Phantomschmerzen in den Zehen hiner mir.
Also morgen wird wiederholt.
Aber der fingierte "Morgengupf" könnt was werden und ich habe ja erst 2 mg genommen.....
Hallo Dr Keuthage,
ich messe nicht VOR jeder Autofahrt,da gebe ich Ihnen recht..dann müssten ja alle messen.
Ich messe nur ausser der Reihe wenn ich merke das da was im Busch sein könnte,d.h. wenn ich zittrig werde oder sonst wie merke das was nicht passt.Ich nehme Metformin und spritze Victosa seit September ca.
LG geli
Ich habe wegen einem Kassenwechsel jetzt noch mal bei der neuen Kasse die Bezahlung der Zuckermessstäbchen hinterfragt und bekam folgendes schriftlich:
"Es bedarf keiner vorherigen Genehmigung der Kasse, der behandelde Arzt entscheidet über die Notwendigkeit und wir bezahlen selbstverständlich die verschriebenen Messstäbchen, wie die Medikamente auch"
Ganz klare Aussage oder? Die Ärzte dürfen verschreiben! Oder?




Die Auskunft ist auf ihre Weise richtig: In unserem gesetzlichen Gesundheitssystem soll nach wie vor alles geleistet werden, was medizinisch notwendig ist. Wenn der Arzt also Teststreifen verordnet, sind die medizinisch notwendig, und dann müssen sie auch geleistet werden.
Und bezahlt werden sie dann von der Pauschale, die Deine kranke Kasse jeden Monat für Dich an die Kassenärztliche Vereinigung Deiner Region überweist. Ob Du nun Streifen kriegst oder nicht, hat auf die Höhe dieser Pauschale keinen Einfluss.
Und die Kassenärtlichen Vereinigungen haben sich auf die Menge der Teststreifen und die als medizinisch notwendig anerkannten Bedingungen grob geeinig, die sie in ihren Regionen übernehmen. Sie haben also praktisch für ihren Bereich definiert, was "medizinisch notwendig" ist.
Und in dem Rahmen dieser medizinisch notwendig Definition bekommen wir ja auch alle Streifen, die eben medizinisch notwendig sind.
Alle Streifen, die der Dok Dir außerhalb dieser Definition auf Kassenrezept verordnet, werden ihm von seinem Honorar abgezogen, weil sie medizinisch eben nicht notwendig sind. Denn wenn sie medizinisch notwendig wären, würden ihre Verordnung ja auch übernommen :-(
...Ärzte dürfen vieles verordnen (was aber zum Teil die Kassen später nicht bezahlen, sondern der Arzt einspringen muss), die Aussage der Krankenkasse ist nur scheinbar klar, sie ist vielmehr irreführend...in diesem Fall: ohne Insulin keine Teststreifen-Verordnung (alternativ muss der Arzt jede Verordnung im Einzelfall begründen, was in der Praxis bei so vielen Rezepten zeitlich nicht möglich und absolut unglaubwürdig ist) PS: von KV zu KV und von Fall zu Fall ist alles wieder anders..Fazit: Chaos
Erfahren Sie im Überblick mehr über Symptome, Ursachen und Folgen von Diabetes mellitus und wie Sie vorbeugen können. mehr ...
Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.