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Forum: Diabetes

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (345 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


dachte, ich mache ein neues Thema auf... ich sollte ja wie gesagt, bei meinem Arzt wegen den Blutergebnissen anrufen. Das habe ich heute gemacht. Und das Ergebnis: ich habe Antikörper :(


Habe nur kurz mit dem Arzt am Telefon geredet.. er meinte nur, dass ich also auf jeden Fall Typ 1-Diabetes habe... ich muss am Mittwoch nochmal hin, dann wird besprochen, was jetzt passiert.


Obwohl ich ja schon damit gerechnet habe, dass etwas nicht stimmt, schockiert mich das doch ein bisschen. Zumal ich am Wochenende einmal nur einen Blutzucker von 120 zwei Stunden nach dem Essen hatte und morgens einmal nur 93. Hatte deshalb schon die Hoffnung, dass doch alles in Ordnung ist... naja, ist jetzt leider nicht so.


Vielen vielen Dank nochmal für eure vielen netten Antworten!!
Jule

Antworten zu diesem Thema:

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  • (96 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Jule,


ich dachte die Hoffnung hatten wir dir schon ausgeredet. Aber deinen Schock über die endgültige Diagnose verstehe ich vollkommen.


Ich kann dir sagen, dass du Glück im Unglück hattest. Es war wichtig, dass du sofort zum Diabetologen gegangen bist und der dich gleich richtig auf Typ 1 diagnostiziert hat. Dadurch kannst du jetzt sehr zeitig mit der Insulinbehandlung beginnen. Die ist jetzt noch sehr viel einfacher, weil deine Betazellen noch einiges leisten können.


Wenn du Pech gehabt hättest oder nicht aktiv geworden wärst, dann wäre der Diabetes vielleicht erst viel später irgendwann in der Notaufnahme entdeckt worden. Oder ein Hausarzt hätte den Diabetes entdeckt und hätte dich erst einmal falsch auf Typ 2 behandelt. So hast du eine zeitige Diagnose und wirst gleich richtig behandelt. Den Rest schaffst du auch - Kopf hoch und nach vorne sehen.


Rainer

  • (62 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

hast Du schön geschrieben, Rainer :-)

  • (64 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo Jule,
jetzt, wo Du die befürchtete Diagnose hast, kannst Du besser zur Ruhe kommen, als wenn Du immer in Sorge bist.
Sei stolz auf Deine hartnäckige Mama, so wich ich verstanden habe hat sie Dich doch immer wieder gebeten einen Fachmann zu konsultieren.


Schreib uns, wie Du weiterhin vorgehst und welche "Tricks" (den eigenen Schweinehund zu beruhigen) Du Dir erarbeitest.
Grüsse
Lea

  • (62 mal gelesen)
  • Status: Senior Moderator

hallo julie,
da kann ich lea nur beipflichten, ok im ersten moment ist es hart,
aber im nächsten moment kannst du sagen, endlich ist die zeit der ungewißheit vorbei.
jetzt kannst du wieder geradeaus nach vorne schauen, und das kannst du ohne ängste, - ja du bist garantiert einmalig -
aber mit dem dm bist du es nicht.
jetzt noch der tip zeige auch dem doc rückrat, und laß dich nicht larifari abspeisen. mit bisschen insulin bisschen pillekens.
nutze eine gute ict schulung die muß man dir anbieten.
nutze insulin das wird man dir anbieten.
nutze kurzzeit analog dann bist du unabhängig vom essen, von zeiten, von zwischenmahlzeiten.
denke nicht wenn nach kurzer zeit fast kein oder sogar kein insulin benötigt wird, daß du geheilt bist, das geht vorüber.
auch bei dem basalinsulin gibt es gute möglichkeiten.
und wenn du rat brauchst stehen hier alle hinter dir !
mfg. klaus

  • (54 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hi,


danke für eure aufmunternden Worte!!
Habe gerade lange mit meiner Mama telefoniert, ja, bin ihr wirklich dankbar, dass sie mich "gedrängt" hat, zum Diabetologen zu gehen... sie ist, glaube ich, gerade trauriger über die Diagnose als ich... ich musste sie am Telefon sogar beruhigen, weil sie so geweint hat. Aber das Gute ist, dass wir uns ja auch immer gegenseitig austauschen, aufbauen können und ich bei ihr ja lange genug gesehen habe, dass man mit der Krankheit gut leben kann... sie hat mir das Gleiche gesagt wie du, Klaus: erstmal eine Schulung machen, wenn es so früh erkannt wurde, ist es am Anfang mit der Einstellung einfacher, weil noch einiges an eigenem Insulin da ist usw.


Ich denke, es wird schon werden... verstehe nur noch nicht so ganz, wie das mit dem Insulin gehen soll, weil ich ja manchmal nach dem Essen recht hohe Werte habe und manchmal auch normale... da kann ich ja nicht immer Insulin spritzen... naja, das werde ich wahrscheinlich alles lernen. Bin gespannt, was mein Arzt am Mittwoch sagt.


Und es stimmt, dass es so eigentlich besser ist, als diese Ungewissheit... man macht sich ja doch immer ein bisschen verrückt und so weiß ich wenigstens, was los ist.


Also, danke nochmal, ich bin noch ein bisschen "durch den Wind"... werde mich aber auf jeden Fall wieder melden und freue mich, dass ich euch "gefunden" habe.... werde sicherlich noch einiges an Fragen haben mit der Zeit.


Danke! Gruß,
Jule

  • (61 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Ach Julchen,


ich glaube, den Schock haben wir alle gehabt. Weil, wer brauch schon Diabetes. Dann kommt die Wut auf "den Mist", später die Feststellung, dass es wesentlich schlimmere Diagnosen gibt als DM. Diagnosen, mit denen du plötzlich abhängig bist von der Hilfe anderer Menschen...
Tja und du denkst wohl richtig..die Mamis. Die wollen, dass ihren Kindern nix fehlt, aber auch garnix. Und sie leiden. ABER: Julchen, das geht weg, wenn deine mum sieht, dass du damit gut zurecht kommst.
Und wie die Leute es schon richtig sagten, vor allem Rainer, du hast Glück gehabt. Du hättest auch auf der Intensivstation aufwachen können und/oder etwas von dem mistigen irreversiblen Spätfolgen abbekommen haben.


Schau, heute haben wir das Glück, dass DM frühzeitig erkannt werden kann, WENN sich Leute auch draufeinlassen. Denk mal an Jahre zurück und cih glaube, SO lange liegt es noch nicht zurück, da sind Menschen an unbehandeltem Diabetes verstorben, nur, weil man sich da net drum gekümmert hat.


DU bist wie deine mum und du packst das auch. Eigentlich bist du schon mittendrin in der Therapie, du hast es nur nicht gemerkt:-) Oder? Du hast doch schon angefangen...und nun kommt NUR begleitend eben ein Arzt dazu, den du mit deinen Fragen aber richtig so richtig aufn Sack gehen kannst.
Und die Jungs und Mädelz hier sind auch noch da...dat wiard schon Kind...:-)
Malumärmelunddrück

  • (54 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Moin Klaus,


du bist aber auch wie ein umsorgender Papa.. das rührt mich richtig an.schneuz

  • (58 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


so, jetzt melde ich mich mal wieder... war ja gestern nochmal beim Arzt. Haben alles ein bisschen durchgesprochen, er wollte eigentlich, dass ich ins Krankenhaus gehe, um dort eine Schulung zu machen und "eingestellt" zu werden. Ich konnte ihn dann aber überreden, das alles ambulant zu machen, möchte nämlich gerne weiter arbeiten gehen.
Eine Schulung bekomme ich deshalb erst nach Weihnachten, Anfang Januar. Da ich mich ja aber von meiner Mama schon ein bisschen auskenne, dürfte das kein Problem sein.
Ich habe jetzt mein eigenes Messgerät mit Teststreifen und schon Insulin zum Essen... wie wir das mit dem Basalinsulin (ihr seht, ich habe schon ein bisschen gelernt ;) machen, wird man erst im Januar sehen, weil meine Werte morgens ja immer zwischen 100 und 120 liegen... bis dahin soll ich zum Essen immer zwei Einheiten Insulin spritzen (es sei denn ich esse keine oder ganz wenige Kohlenhydrate)... genauer geht das noch nicht (also mit den Faktoren), weil meine Werte immer unterschiedlich sind und bevor ich keine Schulung hatte, meinte mein Arzt, dass es noch ein bisschen riskant wäre, wegen der Unterzuckerungsgefahr. Ich soll halt immer oft messen, vor allem auch nach dem Essen...
Habe also wie gesagt seit gestern schon Insulin zum Essen gespritzt, wobei ich schon ein bisschen am "herumspielen" bin, habe z.B. festgestellt, dass meine Werte nach dem Abendessen immer höher sind als nach dem Frühstück oder MIttagessen. Deshalb habe ich gestern abend, es gab Nudeln, drei Einheiten Insulin gespritzt und hatte nach einer Stunde einen Wert von 132, nach zwei Stunden 95 :) Scheint also gut zu klapen. Heute morgen habe ich eine Banane gegessen und dachte, ich spritze lieber nur eine Einheit Insulin... danach hatte ich dann 143, also müssen es vielleicht doch zwei Einheiten sein... naja, das werde ich alles noch herausfinden, denke ich. Mal sehen, auf jeden Fall ist das Spritzen wirklich nicht schlimm. Und zum Glück kann ich ja auch alles mit meiner Mama besprechen, nur möchte ich sie nicht zu oft darauf ansprechen, weil sie, glaube ich, noch ein bisschen Zeit braucht, um damit zurecht zu kommen, dass ich jetzt auch Diabetes habe. Es tut mir so Leid, dass es ihr so schlecht geht dabei, ich selbst habe mich schon recht gut damit abgefunden, denke ich... wobei ich etwas über die Folgeschäden gelesen habe und wirklich Panik bekommen habe...


Naja, aber ansonsten klappt es bis jetzt ganz gut, werde euch weiter auf dem Laufenden halten und sicher noch ein paar Mal mit Fragen ankommen :)


Danke nochmal und liebe Grüße,
Jule

  • (48 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Julchen, du machst alles richtig, und, wenn du deiner mum das so erzählst, wie du es hier schreibst, wird sie beruhigt sein, denn sie sieht, du klamüserst das auseinander.
Ich vermute, die wollten dich in eine Klinik packen, weil du Typ 1 bist...um ganz sicher zu gehen. Aber ob die das da besser machen als du grad, bezweifle ich stark.
Tom

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