Startseite > Foren > Forum Diabetes > HDL > 100


Sehr geehrter Herr Dr. Keuthage,
man hat bei mir einen HDL > 100 gemessen.
Bei einem zu niedrigen HDL sind mir die Folgeschäden bekannt, aber was droht mir bei einem zu hohen HDL?
Ich konnte Grenzwerte finden, aber keine Folgeschäden.
Was muss man tun um den HDL zu verringern?
mfg dipa
Also ich habe mal gelernt, je höher der HDL Wert desto besser


Hallo Zuckersüßer,
richtig, je höher desto besser.
Allgemein haben ja Diabetiker einen zu niedrigen HDL. Der Grundsatz ist also richtig.
Dennoch gibt es Grenzwerte, die ich klar überschreite!
Im Stern war mal ein Artikel über eine Frau mit zuviel Hämoglobin.
Tenor der Ärzte: "Was wollen Sie?"
Daraufhin wurde die Krankheit jahrelang verschleppt und sie hat als Folge körperliche Beschwerden und darf bis zum Lebensende Tabletten schlucken.
mfg dipa
hallo dipa,
du bist dir aber bewußt, daß diese sog grenzwerte nirgendwo eine "wirkliche" begründung haben ?
es sind bei diskussionen wilkürlich festgelegte werte, - die je nach sponsor gerne mal geändert werden.
(um den pillenabsatz anzukurbeln gerne nach unten)
die genauigkeit der cholestrinbestimmung ist auch ein ernstzunehmender faktor die liegt nämlich bei +-40.
zudem gerade das hdl das verbrauchte cholesterin ist das zur leber zum "verarbeiten" transportiert wird. -
die ganze cholesteringeschichte ist sehr in bewegung, denn gerade wurde festgestellt daß medikamentöse senkung garnicht den immer "behaupteten" positiven effekt hat.
mfg. klaus


Hallo Klaus,
je nach Arzt liegt der Grenzwert bei 60-75. Da die meisten eher einen zu niedrigen haben, ist dies im allgemeinen irrelevant.
Eine wirkliche Begründung für die Grenzwerte erwarte ich nicht. Dazu müsste man eine Studie machen und dafür müsste man genug Personen finden mit einem hohen HDL. Die zu finden, dürfte schwierig sein. Studien müssen finanziert werden, und für die Pharmaindustrie wäre die Patientenanzahl zu gering.
Ich erwarte weder eine Studie noch eine wirkliche Begründung.
Ich will nur vor eventuelle Folgen gewarnt werden.
mfg dipa
hallo dipa,
es sind schon sehr viele studien zum cholesterin gemacht worden, zt mit erheblichem aufwand.
nur wirklich aussagefähige ergebnisse gab es nicht wirklich, zt wurde so lange rungerechnet bis rauskam niedriger ist besser. aber komischerweise waren die ergebnisse ein paar hundert kilometer entfernt ganz anders.
studien traue ich seit sawicki nicht mehr, und seit accord ist der letzte funke vertrauen geschwunden, denn die haben eine studie abgebrochen wei in einem testarm ca 200 gestorben , im anderen 240 gestorben waren, zufällig waren die 40 mehr im testarm mit agressiver bz senkung, haben also geschluckt auf teufel komm raus, alles mögliche ohne daß weder doc noch der patient wußte "was" er alles schluckt - man muß schon recht schwachsinnig sein an so einer studie teilzunehmen, denn wer schluckt schon pillen ohne zu wissen was es ist.
"ergebnis" in usa - wir wissen nicht weshalb da mehr gestorben sind.
man weiß im grund garnichts.
"interpretation" in deutschland - der hba1c war zu niedrig die sind an hypos verstorben,
"niemand" weiß ob die überhaupt hypos hatten, aber in deutschland wird dann der schluß gezogen ein niedriger hba1c ist gefährlich.
- nein - wahlloses pillenschlucken ev sogar "irgendein" insulin spritzen ohne zu wissen "was" - "weshalb" - ohne kontrolle, "das" ist gefährlich.
daß am ende des berichts steht -- "es gibt eine seriöse studie" inzwischen die das gegenteil beweist, liest keiner mehr.
soviel zu studien.
mfg. klaus




Is ja schon eigentlich OT, aber trotzdem:
Wie Du schon schreibst, ACCORD ist doppelt verblindet gelaufen und hat damit den absolut höchstmöglichen Güte- und Zuverlässigkeitsgrad. Doppelt blind bedeutet nämlich, dass sowohl der behandelte Betroffene wie auch der behandelnde Arzt während der Behandlung die Kriterien und Mittel überhaupt nicht kennen und so auch nicht verfälschen können, nach und mit denen da behandelt wird.
Eine Studie, die dagegen auf die systematische Blutzucker-Beobachtung und in der Folge Blutzucker-Steuerung und situative Medi-Anwendung durch den jeweils Betroffenen selbst setzt, wäre von vornherein nicht einmal einfach blind und von daher völlig unzuverlässig. Und das auch dann, wenn die TeilnehmerInnen sich mit ihrem gezielten persönlichen Verfälschen (objektiv wäre das die persönliche Anpassung) nachweislich weit mehrheitlich einen völlig gesunden Blutzucker-Verlauf machen, und zwar im Gegensatz zu ACCORD nicht mit einem absolut praxisfernen irrsinnigen Maximum an Medis, sondern mit einem unglaublichen Minimum. Aber weil ja der optimale persönliche Einfluss dabei Programm wäre, könnte jeder noch so große und noch so häufige Erfolg nur jeweils casuistisch als Einzelfallerfolg gewürdigt werden und somit nie auch nur annähernd das Gewicht einer doppelt verblindeten Studie erreichen. -
Ganz schön blind und geradezu absurd, wenn wir vor dieser zunehmend blinden Medizinhaltung die immer lautere Medizinforderung danach hört, dass wir Patienten mehr Verantwortung für unsere Behandlung(en) und unsere Gesundheit übernehmen sollen, oder?


Ein schönes Beispiel hierfür was dadurch passieren kann ist die Schweinegrippe. Weil als Pandemie eingestuft wurde sie sogleich von der Boulevardpresse als lebensbedrohlich bezeichnet. Ich kann mir gut vorstellen das die Profiteure hierzu einen nicht unwesentlichen Beitrag leisteten.
[www3.ndr.de]
(Senung vom 25.11.09 "Die PR-Branche und ihre Tricks"
Genauso sieht es mit dem Cholesterinmarkt aus In dem Buch "Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech (2001) wurde daran erinnert das Konzerne wie Unilever (Becel), Pfizer, Roche Diagnostics an der Bewertung der Cholesterinwerte teilnahmen. Man kann davon ausgehen, das sich derartige Lobbyarbeit eher vergrößert als verringert hat. Ich las auch mal, das der Richtwert 250 Cholesterinspiegel von der "Union Deutsche Lebensmittelwerke" mitbestimmt wurde. Dadurch wurde quasi "über Nacht" Gesunde zu Kranken gemacht. ;-)
So geht es weiter, man muß sich heutzutage einfach informieren und sollte nicht alles glauben was man hört oder liest, selbst die "DocMeinung" kann gekauft sein.
Diskutieren sollte man darüber natürlich trotzdem, oder Tom ;-)
Ciao
Wolfgang
..fürs HDL gilt: je höher desto besser, es gibt keine Nachteile (und somit keine zu hohen HDL-Werte..


Sehr geehrter Herr Dr. Keuthage,
HDL > 100 ist für sich gesehen nicht negativ zu sehen.
Aber es ist ungewöhnlich und zeigt eine Tendenz, die langfristig zu Problemen führen kann.
Zu meiner Person:
Ich bin als insulinpflichtiger T2 diagnostiziert worden. Inzwischen auch Morbus Basedow. Das Medikament Thiamazol ist für Diabetiker nicht zu empfehlen. Dennoch brauche ich für Diabetes weder Insulin noch Medikamente. Die Anzahl meiner roten Werte ist bemerkenswert gering, dafür aber extrem. Eben HDL > 100 und TSH < 0,01. Des Weiteren neige ich aber auch zur Hypocholesterinämie. Auch nicht alltäglich bei Diabetiker.
Tendenz bei mir ist, ich werde mehr rote Werte kriegen und nicht gerade wenige. Aber ich werde sie nicht dadurch erhalten, dass meine Werte schlechter werden, sondern weil sie besser(!) werden.
Also von grün nach giftgrün um dann wieder rot zu werden.
Die Folgeschäden, die mich erwarten, die in die andere Richtung gehen, kenne ich. Aber nicht die mit derzeitigen Tendenz.
Ach ja, ein Folgeschaden könnte schon sein, dass ich wachse und friere.
Ich bin schon 4cm grösser.
mfg dipa
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 01.12.09 14:21 | dipa1 | |
| 02.12.09 11:00 | Zuckersüßer | |
| 02.12.09 11:33 | dipa1 | |
| 02.12.09 12:12 | klausdn | |
| 02.12.09 12:38 | dipa1 | |
| 02.12.09 20:23 | klausdn | |
| 02.12.09 21:36 | hjt_Jürgen | |
| 04.12.09 09:50 | Bittersweet59 | |
| 10.12.09 00:17 | Dr. Keuthage | |
| 16.12.09 22:56 | dipa1 | |
| 21.12.09 23:31 | Dr. Keuthage | |
| 22.12.09 01:56 | dipa1 | |
| 22.12.09 10:07 | Dr. Keuthage | |
| 22.12.09 17:09 | dipa1 | |
| 22.12.09 17:36 | Dr. Keuthage | |
| 05.01.10 22:33 | Dr. Keuthage | |
| 06.01.10 23:39 | dipa1 | |
| 13.01.10 23:06 | Dr. Keuthage | |
| 13.01.10 12:51 | Tom61 | |
| 14.01.10 13:24 | dipa1 | |
| 14.01.10 13:45 | Tom61 | |
| 14.01.10 15:28 | dipa1 |
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