Sie befinden sich hier:

Startseite > Foren > Forum Diabetes > an Dr. Karthage

Forum: Diabetes

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Tan-30
  • (684 mal gelesen)
  • Status:

Hallo,
ich wüßte gerne wie sie das sehen.
Also, ich bin 30 Jahre alt und seit 3 Jahren Typ2 Diabetikerin. Bis Ende letzten Jahres war ich bei meinem ersten Diabetologen. Eingestellt mit Novo-Semilente zur Nacht. Die Werte waren reinste Katastrophe ständig an oder sogar über 300. Der Arzt wollte nichts ändern. Der HbA1 war 12,7!! Im Dezemb. 05 habe ich gewechselt. Insulin wurde umgestellt auf Levemir (jetzt auf 44Einh. zur Nacht) und Actrapid vor den Mahlzeiten. Er hat mir eine Liste gegeben, in der steht bei welchen Werten ich wieviel Einheiten spritzen soll (Einheiten werden immer höher, da die Werte immer noch nicht zufriedenstellend ist). Mittlerweile habe ich das Taubheitsgefühl,Kribbeln und auch Schmerzen in den Händen durch Neurologen abklären lassen: beginnende Polyneuropathie. Der Neurologe meinte, ich sei total falsch eingestellt und ich würde so "dem Zucker nur hinterherlaufen".
Ich messe vor dem Essen, spritze dementsprechend die Einheiten, halte morgens SEA von 3/4 Std und die anderen Mahlzeiten 1/2 Std. ein und esse die mir vorgegebenen BE`s. Nach 1 Std. messe ich wieder.
Mit meinem Diabetologen habe ich versucht über das zu sprechen, was der Neurologe sagte. Aber der ging noch nicht einmal auf die Diagnose PNP ein und meinte: ja, das wäre so. Ich würde dem Zucker hinterherlaufen.
Das Ende vom Gespräch? Einheiten wurden wieder erhöht.
Was meinen Sie? Sollte die Einstellung so bleiben? Oder was soll ich machen?


LG Tanja

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Uli53
  • (200 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Tanja,


die Einstellung darf auf keinen Fall so bleiben. Vielleicht hilft diese Info weiter:


[www.chrostek.de]


oder Doc Teupe selbst, der auch telef Rat erteilt.

Klaus B.
  • (185 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Tanja


Sofort den Doc wechseln.
Beim neuen Doc darauf drängen, dass Du eine vernünftige Diabetikerschulung mit ICT-Einstellung erhältst. evtl in einem krankenhaus, was ein paar Tage stationäre Aufnahme bedeutet.
z.B. [www.diabetes-zentrum.de]
Dort wurde ich sehr gut eingestellt.

rogcram
  • (180 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Tanja,


Klaus B. hat vollkommen Recht!!!


Es wäre ratsam in ein Krankenhaus zu gehen, denn dort wirst du deine "verkorkste" Einstellung innerhalb einer Woche wieder in den Griff bekommen!


Du brauchst jetzt Ruhe und intensive Betreuung und die erhältst du "nur" in einem Krankenhaus!


Viel Erfolg sendet dir,
rogcram

  • (235 mal gelesen)
  • Status: Experte

Sie sind jung und schreiben sehr gut: Sie sollten eine ICT-Schulung erhalten. Diese kann auch ambulant erfolgen, allerdings möglichst rasch. Diese kann also auch bei einem Diabetologen Ihres Vertrauens erfolgen. Sie lernen Ihre Insulin-Einheiten an ihre Kohlenhydrat (BE)-Menge anzupassen. Solange der BZ hoch ist, gibt es keine Alternative zur Erhöhung der Insulin-Einheiten. Das Insulin, das Sie spritzen, ist gut.

Atomi
  • (220 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Tanja,


einfach nur die Einheiten anzupassen, die Insulindosis zu erhöhen macht nicht viel Sinn. Das A und O der Therapie des Typ II-Diabetes müssen Ernährung und Bewegung sein. Irgendwann ist nämlich Schluss mit Insulindosis erhöhen, es wirkt einfach nicht oder zu spät und Dein Blutzucker rennt Dir immmer weg.
Wenn sich bei Erhöhung der Insulindosis garnichts tut, sollte man mal darüber nachdenken ob eine Kohlehydratreduktion und eine schrittweise Reduktion der Insulindosis die Werte großartig verändern würde.
Ich habe in einem anderen Forum so jemandem sehr gut helfen können die Insulinempfindlichkeit zu erhöhen, die Insulindosis zu senken und die Werte zu verbessern.
Oftmals hilft es auch nach dem Blutzucker zu essen, also spritzen und warten bis der Zucker unten ist, Zeit notieren.
Das große Problem bei bestehend hohen Werten ist, dass das Insulin dann ganz anders wirkt wie bei niedrigen Werten, ich habe bei tiefem Blutzucker eine erschreckend gute Insulinwirkung, bei hohen kaum eine, aber das muss man alles erst austesten.


Semilente ist/war DAS Insulin für Diabetiker, die am Morgendämmerungsphänomen leiden, wenn man Dir das gegeben hat ohne, dass Du daran leidest, kann auch durch das Wirkprofil dieses Insulins die Blutzuckerwerte in der Nacht zu tief runterreissen, sodass Du morgens viel zu hoch aus der Nacht kommst.
Miss mal stündlich über Nacht den Blutzucker, wenn der nicht zu tief absinkt muss man sehen was man dann als Ursache findet.
Vielleicht gehst Du zu tief oder zu hoch in die Nacht, aber das muss dann ein guter Diabetologe mit Dir besprechen.
Manchmal spricht der Körper auch auf bestimmte Insuline nicht an und man kann spritzen soviel man will, es hilft einfach nichts. Eine Beratung über das Internet ist sehr schwer, jedenfalls mit sowenig Angaben..


Hast Du in Deinem Bekanntenkreis erfahrene und motivierte Diabetiker, die Dir mal kräftig unter die Arme greifen, mal einfahc nur bei Dir sind, wenn Du Experimente machst?


Grüße und viel Erfolg, Atomi


Eien sehr gute Adresse ist Dr. Teupe (Diabetesdorf Althausen), ich glaub der bekommt alles hin ;-)

Datum/Zeit von Autor Thema
26.04.06 18:57 Tan-30an Dr. Karthage
26.04.06 21:10 Uli53RE: an Dr. Karthage
26.04.06 22:27 Klaus B.RE: an Dr. Karthage
27.04.06 10:03 rogcramRE: an Dr. Karthage
27.04.06 11:21 Dr. KeuthageRE: an Dr. Karthage
27.04.06 22:53 AtomiRE: an Dr. Karthage
RSS-IconBeobachten Sie die aktuellsten Beiträge dieses Forums als RSS-Feed. Geben Sie hierzu die folgende Adresse in Ihren RSS-Newsreader ein: http://www.onmeda.de/foren/forum-diabetes/rss.xml

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus

Erfahren Sie im Überblick mehr über Symptome, Ursachen und Folgen von Diabetes mellitus und wie Sie vorbeugen können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.