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Forum: Darmkrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(236 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Dr. Hennesser,


Mein Darmkrebs erkrankter Vater (56) wurde vor einem Jahr operiert, er hatte zuvor eine Chemotherapie und Bestrahlung bekommen. Die Operation ist gut verlaufen.


Diagnose : CT III pTy N1 Mo


Nach der Operation sagten die Ärzte, er bräuchte keine Chemotherapie mehr, jedoch müsse er jeden 3.Monat eine Blutuntersuchung auf einen Tumormarker machen lassen, um den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.
Die Ergebnisse der Tumormarker-Untersuchung waren stets im Bereich 2,0.
Im November 2009 und im März 2010 fanden die allgemeinen Untersuchungen statt (die positiv ausgefallen sind) und die nächste Untersuchung kommt diesen Herbst.


Meine Fragen an Sie sind folgende:


1) Ich habe gehört, dass nach der Operation noch Krebszellen im Körper vorhanden sein können.
Wäre es ihrer Meinung nach nicht sinnvoll, eine Chemotherapie machen zu lassen, um das Rückfallrisiko zu vermeiden?


2) Wie sicher ist der Tumormarkertest? Kann man wirklich davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist, wenn der Test positiv ausgeht?


3) Reicht es, wenn man nach einem Jahr jedes halbe Jahr eine Untersuchung durchführt?


4) Könnten Sie mir bitte die oben genannte Diagnose entziffern bzw. erläutern?


Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Antwort!


Mit freundlichen Grüßen,
Yana

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
Dr.Hennesser
(83 mal gelesen)
Status: Experte

  1. Eine Chemotherapie macht jetzt keinerlei Sinn mehr, da die OP mehr als 12 Wochen zurückliegt. Es ist aber nicht ganz schlüssig, warum sie nach der Op nicht weitergeführt wurde.


2. Der Test ist dann hilfreich, wenn er mit dem Tumor erhöht war und nach der OP abgefallen ist. Er ist zusammen mit anderen Untersuchungen ein Baustein.


3. Ja


4. Bei diesem Befund ist einiges durcheinander geraten. Es könnte bspw. heißen: cT3, ypT0, N1. Dies hieße das der Tumor nach der Vortherapie bei der Op nicht mehr vorhaden war, wohl aber befallene Lymphknoten. Nochmal nachschauen.

(51 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Dr.Hennesser,
Ich bedanke mich herzlich für Ihre Antwort!
Aber weshalb hat eine Chemotherapie keinen Sinn mehr,wenn die OP mehr als 12 Wochen zurückliegt?


Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen,
Yana

Dr.Hennesser
(51 mal gelesen)
Status: Experte

Es gibt zahlreiche Untersuchungen zur adjuvanten Therapie, bei denen der Benefit bei Therapiestart in den ersten 8 Wochen nach OP am größten ist. Danach fällt er ab bis zur Wirkungslosigkeit ab Woche 12 nach der OP. Dies gilt natürlich nur für den TherapieSTART, eine innerhalb der ersten 3 Monate begonnene Therapie wirkt natürlich auch darüber hinaus. Ursache sind Resistenzmechenismen der Tumorzelle.

Datum/Zeit von Autor Thema
14.07.10 20:32 Yana123 Darmkrebs
26.07.10 09:54 Dr.Hennesser Re: Darmkrebs
26.07.10 19:24 Yana123 Re: Darmkrebs
27.07.10 09:03 Dr.Hennesser Re: Darmkrebs
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