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Forum: Darmkrebs

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Meine Mutter hat Darmkrebs. Sie wurde letztes Jahr operiert und hat danach eine Chemotherapie erhalten. Nun hatte sie Scherzen und wurde gründlich untersucht: Ergebnis: Sie hat Lebermetastasen und einen 2 mal 3 cm großen Tumor in der Bauchspeicheldrüse. Die Gewebeuntersuchung zeigt, dass es sich hier auch um eine Absiedelung des Darmkrebses handelt. Laut Darmspiegelung ist der Darm zur Zeit ok.
Die Ärzte sagen: unheilbar, wollen nicht operieren und haben eine lebenslange Chemotherapie vorgeschlagen. Meine Mutter lehnt die Chemo ab. Sie hat die letzte Chemo zu schlecht in Erinnerung und glaubt den Ärzten nicht, dass ihre Lebensqualität dabei ausreichend gut sein kann.
Meine Fragen: 1. Gibt es verträgliche Chemotherapie in einem solchen Stadium? 2. Welche Alternativen gibt es? Behandlung mit LITT für die Lebermetastasen? Hilft das in Anbetracht des Bauchspeicheldrüsentumors - hierauf hat sich wohl Heidelberg spezialisiert. Welche Ärzte/Kliniken haben sich auf die Behandlung von Metastasen spezialisiert? Habe bislang gefunden: Frankfurt, Würzburg (Dr. Müller). Ist etwas über Prof Grönemeyer bekannt? Gibt es gute Kliniken/Ärzte im Raum Köln?

Antworten zu diesem Thema:

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Anonymer User
  • (948 mal gelesen)
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Hallo,


zamon schrieb:
[quote]Meine Mutter hat Darmkrebs. Sie wurde letztes Jahr operiert und hat danach eine Chemotherapie erhalten. Nun hatte sie Scherzen und wurde gründlich untersucht: Ergebnis: Sie hat Lebermetastasen und einen 2 mal 3 cm großen Tumor in der Bauchspeicheldrüse. Die Gewebeuntersuchung zeigt, dass es sich hier auch um eine Absiedelung des Darmkrebses handelt.[/quote]


Ich bin gerade im Begriff, eine zweite Angehörige durch diese Art von Krebs zu verlieren. Beide hatten zunächst einen Rectum CA, welcher erfolgreich operativ beseitigt werden konnte. Bei der einen wurde während der OP auch gleich ein Stück der Leber mit entfernt, wobei jedoch nicht alle Metastasen entfernt werden konnten. Bei der zweiten traten inoperable Metastasen in Leber und Bauchspeicheldrüse auf.
[quote]Die Ärzte sagen: unheilbar, wollen nicht operieren und haben eine lebenslange Chemotherapie vorgeschlagen. Meine Mutter lehnt die Chemo ab. Sie hat die letzte Chemo zu schlecht in Erinnerung und glaubt den Ärzten nicht, dass ihre Lebensqualität dabei ausreichend gut sein kann.[/quote]


Die erste von mir genannte Angehörige bekam eine Chemotherapie angeboten, lehnte ab, lebte zwei Jahre lang fast beschwerdefrei und baute dann innerhalb von wenigen Monaten extrem ab (wobei es manchmal auch aufwärts zu gehen schien, und gerade dieses Auf und Ab macht die Erkrankung so tückisch). Knapp 2 Monate lang war sie bettlägerig und verstarb dann aufgrund von Multiorganversagen.


Die zweite von mir genannte Angehörige bekam eine Chemotherapie angeboten (einer der Wirkstoffe endet auf -platin, zudem wurden ihr eine Menge Corticoide verabreicht), stimmte zu und fühlte sich während der gesamten Therapie sehr elend. Ihr Allgemeinzustand verschlechterte sich enorm, ihre Lebensqualität wurden durch ständiges Erbrechen und Diarrhoe erheblich beeinträchtigt. Sie brach die Chemo zwar nicht ab, konnte nach deren Ende jedoch auch keinen Erfolg sehen.
Nun wurde ihr eine weitere Chemo angeboten, die sie ablehnte. Sie wird nun die Möglichkeiten der Palliativmedizin nutzen.


Ich bin keine Fachperson, ich möchte nur die Überlegung dalassen:
Was nützt eine potentielle Verlängerung der Lebensdauer (oder anders ausgedrückt: ein Hinauszögern des "Todesurteils"), wenn diese nur mit einer Verschlechterung der Lebensqualität zu erreichen ist?
Ich denke, das kann nur jeder selber für sich entscheiden.
Eine Auseinandersetzung mit dem Tod ist so oder so unumgänglich.


Ich wünsche euch viel Kraft.


Liebe Grüße,
Braunauge

  • (920 mal gelesen)
  • Status: Experte

"Lebenslange Chemo" ist natürlich ein Schlagwort, welches so nicht stehenbleiben kann. Auch eine palliative Chemotherapie (bspw. in Tablettenform) hat immer wieder Pausen und die Lebensqualität leidet unter dieser ambulanten Therapie nicht. Und wenn doch, ist ein Abbruch jederzeit möglich. Die Möglichkeiten ein schnellen Fortschreiten des Tumors zu verhindern sind damit m.E. größer als mit experimentellen Therapien. Angesichts der aufgetreteten Streuung auf mehrere Organe halte örtliche Verfahren für wenig aussichtsreich.

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