Startseite > Foren > Forum Darmkrebs > Aszitesbildung trotz Shunt und Chemotherapie
Ist es normal, dass man nach einer R0-Resektion eines T4-Kolontumors und nach dem Legen eines Shunts zum Abführen des Aszites dennoch spürt, wie das Wasser im Bauch nachläuft und dass man deswegen nachts mehrfach zur Toilette laufen muss oder gar nachts Windeln tragen muss? Ist das ein Zeichen dafür, dass Bauchfellmetastasen - trotz adjuvanter Chemo - aktiv sind? Wie würden Sie das deuten? Wird sich das bessern?
Die Aszitesbildung und Ihre bisherigen Schilderungen lassen leider sehr stark vermuten, daß sich Bauchfellmetastasen gebildet haben könnten und diese für die Ascitesbildung verantwortlich sind. Man kann dieselbe Chemotherapie (5-FU) auch in den Bauchraum geben, das ist problemlos und schmerzfrei (wenn es handwarm!!!) infundiert wird. Das reduziert die Aszitesbildung.
Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre Empfehlung zur Linderung des Aszites. Habe ich das richtig verstanden, dass die Bauchfellmetastasen zunächst an sich schmerzlos sind, aber in ihrer weiteren Entwicklung wachsen und auf die anderen Organe drücken werden, was dann schmerzhaft werden kann?
Sehr geehrter Herr Dr Hennesser,
sie hatten im Februar den Tipp gegeben, die Chemotherapie direkt in den Bauchraum zu geben. Das war nun doch nicht notwendig. Nach der dritten Chemodosis, also nach ca 9 Wochen, bildete sich kein Aszites mehr. Der Allgemeinzustand der Patientin ist sehr gut. Das Oxaliplatin hat sie nach fünf Behandlungen abgesetzt (Neuropathien). Danach hat sie die adjuvante Chemotherapie mit Xeloda als Monotherapie zu Ende geführt (also noch einmal 3 Behandlungen nur mit Xeloda).
Meine Frage ist jetzt: Was machen jetzt die Bauchfellmetastasen? Sind sie verschwunden/Patientin geheilt? Sind sie inaktiv so lange sich kein Aszites bildet? Wachsen sie unvermindert weiter, jedoch ohna dass sich Aszites bildet? Es ist schwer, sich vorzustellen, was da im Bauchraum abläuft, und ich wäre Ihnen dankbar für eine Antwort.
Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort,
Karamella
Es kann sein, daß die Chemotherapie die Metastasen inaktiviert hat. Dies ist ja Zweck einer Chemotherapie, Metastasen zurückzubilden und Symptome zu lindern oder ganz zu beheben, Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht auch darin, daß die Aszitesbildung eine Komplikation (Entzündung) nach der OP war und nicht auf Metastasenbildung beruhte, also inzwischen eine vollständige und dauerhafte Heilung eingetreten ist. Klären wird dies der weitere Verlauf, es ist ganz sicher aber ein erfreulicher Verlauf.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 09.02.11 15:24 | Karamella | |
| 10.02.11 07:52 | Dr.Hennesser | |
| 11.02.11 06:16 | Karamella | |
| 19.08.11 20:36 | Karamella | |
| 21.08.11 16:54 | Dr.Hennesser |
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