Startseite > Foren > Forum Chemotherapie > ZNS-Lym.,MTX ohne Erfolg
Hallo,
bei meinem Mann (34 Jahre) wurde am 1.9.2007 ein ZNS-Lymphom im Gehirn entdeckt. Genauer Befund:
Manifestation eines hochmalignen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms im Gehirn (diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom der zentroblastischen Variante; Keimzentrums-Typ, GCB-Typ, KI67-Index der Tumorzellen liegt bei 95%).
Seit 16.10.2007 erhält er eine Hochdosis MTX-Chemotherapie nach der G-PCNSL-SG-1-Studie vom 9.10.2002.
Vorgesehen waren 6 Zyklen. Nach nun 5 Chemozyklen erfolgte eine MRT-Verlaufskontrolle und es zeigte sich eine weitere starke Größenzunahme der 3 Herde. Daraufhin wurde die bisherige Chemotherapie abgebrochen und er erhält ab heute eine Hochdosis AraC-Therapie.
Mein Mann wird im Klinikum Stuttgart (Katharinenhospital) behandelt.
Die neue Chemotherapie ist aktuell nur als Zwischenlösung gedacht, bis für meinen Mann eine geeignetere Therapie gefunden wurde.
Wir benötigen nun genaue Informationen, welches Krebszentrum sich speziell mit ZNS-Lymphomen beschäftigt bzw. welche weiteren Therapieformen für ihn in Fragen kommen. Kennt jemand Fälle, bei denen MTX-Chemo auch ohne Erfolg war? Was wurde dann versucht?
Schon im Voraus herzlichen Dank für Antworten.
AraC ist neben MTX eines der wirksamsten Medikamente beim ZNS-Lymphom, insofern besteht eine Aussicht auf Erfolg. Der Erfolg hängt aber nicht von der Wahl einer anderen Klinik ab, die Therapie hätte man bisher in jedem seriösen Zentrum genauso gemacht. Ist eine Bestrahlung durchegrführt worden?
Bis jetzt noch nicht, momentan wird aber auch diese Möglichkeit abgeklärt, genauso wie ein evtl. Stammzellentransplantation. Ich selber stehe nun mit einem Strahlenzentrum für Photonenbestrahlung in Verbindung, habe aber noch keine Antwort, ob diese Methode in Frage kommt.
Wir sind auch mit der Klinik in keinem Fall unzufrieden, sondern versuchen einfach parallel Alternativen zu finden. Das Problem ist der Zeitfaktor. Innerhalb von 8 Wochen sind zwei der drei Herde um ca 30% - trotz Chemo - gewachsen.
Eine Hochdosistherapie mit Stammzeltransplantation innerhalb eines Studienprotokolls ist in jedem Falle eine Möglichkeit. Eine Bestrahlung sollte sich unbedingt in ein Gesamtkonzept integrieren und nicht "separat" durchgeführt werden.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 12.01.08 22:15 | riedi | |
| 14.01.08 07:51 | Dr.Hennesser | |
| 14.01.08 09:42 | riedi | |
| 14.01.08 15:41 | Dr.Hennesser |
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